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Fährtarife – bremst Rot-Rot-Grün die Entwicklung des Priwall aus

23. Juni 2010 (HL-Red-RB) Dieser Beitrag der Lübecker FDP-Bürgerschaftsfraktion war auf die Lübeck-TeaTime - Warteschleife geraten, dürfte aber noch aktuelle sein: "Der große Wurf sollte es werden, die neue Fähr-Tarifstruktur von Rot-Rot-Grün. Blinder Jubel ohne Ende der „Interessengemeinschaft Bewohner Priwall mit Rosenhof“ über einen Bürgerschaftsbeschluss der „heißen Nadel“, von dem anfangs keiner wusste, was er bringen würde. Jetzt wird er umgesetzt, und alle Priwallaner mit 1. Wohnsitz dürfen kostenlos mit der Fähre auf’s „Festland“ fahren. Bezahlen tun es alle anderen mit höheren Fährpreisen ab 1.7.2010 vom Besserverdiener bis zum Harz VI-Empfänger.

Niemand ist so recht glücklich. Es soll auch Priwallaner geben, die sich für eine solche Alimentation schämen. Und die neue Fährpreisregelung ist eine fette indirekte Subventionierung eines erfolgreichen Unternehmens auf dem Priwall oberdrein. Schrille Klänge in den Ohren von uns Liberalen.

Das umweltfreundliche Fahrrad und sein Benutzer werden preislich diskriminiert, als wäre es einer Strafe wert, mit dem motorlosen Zweirad auf dem Priwall zu wollen: Preis der Jahreskarte bis 1.7.2010 für eine Person mit Fahrrad 65 EURO, ab 1.7.2010: 209 EURO, ab 1.1.2010 257 EURO und ab 1.1.2010 309 EURO. Abgesehen davon, auch kinderreiche Familien mit dem PKW zahlen für „einmal Priwall und zurück“ bald 12 EURO und ab dem Jahre 2012 14,40 EURO und mehr. Soziale Asymmetrie, eine Spezialanfertigung von Rot-Rot-Grün und eine Ohrfeige von den Grünen für all jene, die das umweltfreundliche Fahrrad benutzen wollen.

Das ist aber noch nicht alles: Der Blick fürs Ganze scheint verloren gegangen zu sein. Unbemerkt von den Mehrheitsfraktionen hat sich die kostenlose Fahrt für Personen einschließlich Fahrrad aus dem Servicepaket der OstseeCard verabschiedet. Dieser einmalige Vorgang wiegt zusammen mit der neuen, umweltfeindlichen und gegen kinderreiche Familien gerichteten Tarifstruktur, erzwungen von Rot-Rot-Grün, um so schwerer, als dieses Preispaket in unzumutbarer Weise zu Lasten von vielen anderen Nutzern geht, die auf die Fähre angewiesen sind. Das sind „Umsatzbringer“ für den Priwall und Travemünde wie die Nutzer von Ferien- und Wochenendhäusern, die Nutzer und Mitarbeiter der Schulen und Berufsbildungseinrichtungen, Touristen und Besucher und Gäste des Priwalles, der Passat, der Gastronomie, des Priwallstrandes und auch eine große Zahl von Bootseignern. Viele davon sind Kurkarteninhaber mit der Jahreskarte für 72,80 EURO, die die Fähre nicht mehr kostenlos benutzen können und zusätzlich noch rund 400 EURO Zweitwohnungssteuer zahlen müssen. War es der anfänglich gut gemeinte Wunsch, die preislichen Barrieren für sozialverträgliche Kosten auf das „Festland“ zu kommen, abzubauen, sind neue und viel schlimmere Barrieren nicht nur in umgekehrter Richtung entstanden, sondern auch vom Priwall aus Richtung Festland.

Damit muss Schluss sein. Der Priwall darf nicht durch unbedachte und nur von der rot-rot-grünen Denke gebastelte Tarifstrukturen ausgebremst werden und die Bilanz der Fährbetriebe dazu. Wir Liberalen fordern, so bald die Auswirkungen erkennbar sind, umgehend Konsequenzen zu ziehen, und vom alten Zustand ausgehend Anpassungen vorzunehmen. Weg mit der sozialen Asymmetrie, zurück zur freien Personenfahrt auf der Fähre mit der OstseeCard, weg mit der Fremdenverkehrsfeindlichkeit und künftig eine Einbindung des Personenverkehrs der Fähre in den ÖPNV!"


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