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Agentur für Arbeit Lübeck

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Stärkung norddt. Wirtschaft für internat. Wettbewerb gefordert

14. Juni 2010 (HL-Red-RB) Bei einem Parlamentarischen Abend in Brüssel hat die IHK Nord gestern (9. Juni) um Unter-stützung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen Wirtschaft geworben. Die 13 norddeutschen IHKs forderten die Mitglieder des Europäischen Parlaments dazu auf, die Erneuerbaren Energien, die Hinterlandanbindung der Seehäfen sowie innovative Ver-kehrstechnologien wie den „Ökoliner“ stärker zu unterstützen. Auch sollten umweltpoliti-sche Richtlinien, die EU-Ostseestrategie sowie Konzepte für den norddeutschen Tourismus weiter verbessert werden.

Als Gastredner hatte die IHK Nord EU-Energiekommissar Günther Oettinger sowie den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Professor Dr. Hans-Gert Pöttering, und den Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, ein-geladen.
Otto Lamotte, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen, sagte: „Die norddeutsche Wirtschaft hat sich in der Wirtschaftskrise gut behauptet. Wir müssen daran arbeiten, unsere Wettbewerbsfähigkeit in Europa und über Europa hinaus strukturell zu verbessern.“ Als Handlungsfelder nannte Lamotte die Beseitigung von Defiziten im Be-reich der Infrastruktur und von Hemmnissen im internationalen Handel. „Norddeutschland muss sich neuen Wachstumsfeldern der maritimen Wirtschaft, beispielsweise der Offshore-Windenergie, widmen“, so Lamotte weiter. Die Forderungen der IHK Nord an das Europäi-sche Parlament im Einzelnen:
Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst in Norddeutsch-land stetig. Große Chancen bieten sich mit der Offshore-Windenergie, die aber beispiels-weise beim Ausbau der Infrastruktur, der Ausbildung von Fachkräften, der Forschung und der Hinwirkung auf marktgerechte Preisgestaltung weitere Unterstützung benötigt. Die IHK Nord fordert das Europäische Parlament auf, sich für den Ausbau der Erneuerbaren Ener-gien einzusetzen und dabei aber deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft insgesamt zu berücksichtigen.
Kapazitätsausweitungen in Europas Seehäfen und damit auch ein Ausbau der Hinterlandanbindungen sind angesichts des wachsenden internationalen Warenverkehrs zwingend erforderlich. Die IHK Nord bittet das Europäische Parlament, die Seehäfen stärker als zentrale Verkehrsknotenpunkte innerhalb des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) zu verstehen und den Ausbau adäquater Hinterlandanbindungen zu unterstützen.

Die Seeschifffahrt ist von vitaler Bedeutung für den wirtschaftlichen Wohlstand Europas, und sie ist der energieeffizienteste Verkehrsträger. Gerade angesichts der Erfahrungen beim Ausbau und der Unterhaltung der Häfen in Norddeutschland bittet die IHK Nord das Europäische Parlament, sich für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen umweltpolitischen Zielen und verkehrspolitischen Notwendigkeiten einzusetzen.
Norddeutschland ist eine bedeutende Drehscheibe der wachsenden nationalen und inter-nationalen Güterströme. Der Einsatz neuer Verkehrstechnologien, wie des Ökoliners, ist notwendig, um Infrastruktur und Umwelt zu entlasten und zugleich Transporte wirtschaftli-cher zu machen. Die IHK Nord bittet das Europäische Parlament, sich zeitnah für den euro-paweiten und grenzüberschreitenden Einsatz solcher modularen Nutzfahrzeugkombinatio-nen einzusetzen.
Die EU-Strategie für den Ostseeraum bietet gute Chancen für den weiteren Ausbau dieses Wirtschaftsraumes. Das Europäische Parlament sollte sich nach Ansicht der IHK Nord ver-stärkt für die Umsetzung und den Ausbau der Ostseestrategie einsetzen. Die IHK Nord for-dert, auch Russland einzubeziehen.
Der Tourismus trägt als wachsende Wirtschaftsbranche in Europa wesentlich zur Brutto-wertschöpfung bei – in manchen Regionen mit über 20 Prozent. Die IHK Nord fordert die EU dazu auf, sich klar zum Wirtschaftsfaktor Tourismus zu bekennen und die gerade für Norddeutschland wichtige Tourismusbranche konsequent zu fördern.
Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwer-punkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie.

www.ihk-nord.de

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