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Wirtschaft fordert, Chancen des Flughafens zu nutzen

24. April 2010 (HL-Red-RB) Eine Schließung des Flughafens Lübeck hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die Wirtschaft in Lübeck und in der gesamten Region. Die sechstägige Unterbrechung des Flugverkehrs über Norddeutschland hat es deutlich gemacht: Das Fehlen auswärtiger Gäste in Hotels und Gastronomiebetrieben, aber auch die Einschränkungen für Geschäftsreisende in der vergangenen Woche haben bewiesen, wie groß die vom Flughafen Lübeck ausgehende Wertschöpfungskette ist. Die Wirtschaft in Lübeck und in der Region sieht daher keine Alternative zum Weiterbetrieb des Airports. Das betonten die Spitzen des Einzelhandelsverbandes Nord, der Kaufmannschaft zu Lübeck, der IHK zu Lübeck, des DEHOGA-Kreisverbandes Lübeck, des Lübecker Verkehrsvereins, des Fördervereins Check-In-Lübeck sowie der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH.

Die Präsidenten und Vorsitzenden der Wirtschaftsorganisationen sind der Ansicht, dass die Chancen einer Fortsetzung des Flugbetriebes bei weitem größer sind als die Risiken. Seit Monaten steigt das Passagieraufkommen. Die Passagiere kommen aus ganz Norddeutschland und auch aus Süddänemark, um von Lübeck aus zu fliegen. In diesem Zusammenhang weisen die Spitzen der Verbände und Institutionen das Vorurteil zurück, die Nicht-Lübecker Fluggäste würden nicht zur Wertschöpfung in der Hansestadt beitragen. Das Gegenteil ist der Fall, denn viele der mit einem so genannten Billigflug Reisenden würden wegen des günstigen Flugpreises im Urlaub mehr Geld ausgeben und auch in Lübeck zur wirtschaftlichen Dynamik beitragen.
Besonders wichtig sei es, die Bedeutung des Airports für die ganze Region im Blick zu behalten. Nach der Aufhebung des Flugverbotes über Deutschland hat der Flughafen Blankensee angeboten, eine Funktion als dritte Landebahn für Hamburg-Fuhlsbüttel einzunehmen. Die Wirtschaft appelliert daher an die Verantwortlichen in Stadt und Land, nach dem Bürgerentscheid am kommenden Sonntag langfristig eine Kooperation mit dem Hamburger Airport anzustreben, und zwar mit dem Ziel, wertschöpfende Effekte für Lübeck und die gesamte Metropolregion Hamburg hervorzubringen.
Als einziger Regionalflughafen hat der Airport in Blankensee das Potenzial, als dritte Start- und Landebahn den in wenigen Jahren an seine Kapazitätsgrenzen stoßenden Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel zu entlasten. Diese einzigartige Perspektive auf der Grundlage eines norddeutschen Luftverkehrskonzeptes würde für Lübeck ersatzlos entfallen, wenn der Bürgerentscheid am Sonntag die endgültige Schließung des Airports Blankensee zur Folge hätte.
Schon jetzt gibt es viele Geschäftsreisende aus dem Hamburger Randgebiet und darüber hinaus, die wegen der kurzen Wege Abflüge ab Lübeck bevorzugen. Das Konzept des Lübecker Flughafens: „Kurze Wege von Auto oder Bahn in das Flugzeug und kurze Wartezeiten“ wird zum weiteren Erfolg beitragen.


Quelle:Industrie- und Handelskammer zu Lübeck

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