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Innenminister ruft zur Gründung von Bürgerstiftungen auf

22. April 2010 (Kiel/HL-Red-RB) Innenminister Klaus Schlie hat die Bevölkerung aufgerufen, Bürgerstiftungen zu gründen. "Bürgerstiftungen sind eine unverzichtbare Einrichtung unserer Gesellschaft", sagte Schlie gestern zum Auftakt der Aktion "Bürgerstiftungen für Schleswig-Holstein" in Kiel. Er sprach in Vertretung von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der Schirmherr der Veranstaltung ist. Staat und Gesellschaft seien auf private Initiativen angewiesen. Viele Aufgaben in den Bereichen Soziales, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Sport könnten ohne das persönliche und ehrenamtliche Engagement von Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten nicht erledigt werden.

In Bürgerstiftungen könnten Menschen mit ihren individuellen Begabungen und Möglichkeiten für das Gemeinwohl arbeiten, sagte Schlie. Er nannte als Beispiele das Zustiften von Geld, das Spenden von Arbeitsmitteln, das Einbringen von Erfahrungen oder die eigene ehrenamtliche Mitarbeit. Schlie rief Politik und Stiftungen auf, die Idee der Bürgerstiftungen weiter bekannt zu machen und das Interesse an der Mitwirkung zu wecken und zu fördern. Veranstaltungen wie der Schleswig-Holsteiner Stiftungstag, die Ehrenamtsforen, der Stifterpreis und die neue Initiative Bürgerstiftungen für Schleswig-Holstein seien erste wichtige Markierungen auf dem Weg zu einer breiten Volksbewegung für mehr Bürgerstiftungen. In Schleswig-Holstein gibt es derzeit 16 Bürgerstiftungen mit einem Gründungskapital von insgesamt rund drei Millionen Euro.

Bürgerstiftungen gehören zu den ältesten Formen bürgerschaftlichen Engagements. Schon im Mittelalter waren es nicht allein einzelne Reiche, die mit einer Stiftung das Gemeinwohl fördern wollten. So taten sich zum Beispiel in Lübeck gegen Ende des 13. Jahrhunderts einige Kaufleute zusammen, um das Heiligen-Geist-Hospital zu errichten. Bürgerstiftungen sind rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. Für sie bestehen keine besonderen Anerkennungsvoraussetzungen, sie erlangen ihre Rechtsfähigkeit durch staatliche Anerkennung. Anders als herkömmliche bürgerlich-rechtliche Stiftungen, die von einem oder wenigen Stiftern gemeinsam errichtet werden, werden Bürgerstiftungen oftmals von vielen einzelnen Personen oder von juristischen Personen wie Vereinen, Firmen oder Gemeinden geschaffen.


Quelle: Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein

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