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Kabinett stimmt Neuausrichtung Zukunftsprogramm Arbeit zu

20. April 2010 (Kiel/HL-Red-RB) Das Kabinett der Landesregierung Schleswig-Holstein hat heute einer Neuausrichtung des Landesarbeitsmarktprogramms "Zukunftsprogramm Arbeit" zugestimmt. Die Förderinstrumente werden ergänzt und optimiert, kündigte Arbeitsminister Dr. Heiner Garg (Foto über LReg) im Anschluss an die Kabinettsitzung an.

"Kleinere und mittlere Unternehmen bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Auch Krisenzeiten kann Schleswig-Holstein dank dieser Unternehmen ohne große Entlassungswellen meistern. Das Zukunftsprogramm Arbeit setzt daher einen Schwerpunkt in diesem Bereich. Weiterbildung und Qualifizierung stehen dabei im Mittelpunkt. Denn sie gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für Wachstum und damit für Arbeitsplätze", so Minister Garg.

Das Zukunftsprogramm Arbeit wird sich künftig noch passgenauer an den Bedarfen ausrichten. Hierfür werden zwei neue Förderangebote geschaffen:

* Clusterförderung:
Ein Förderangebot richtet sich speziell an die Branchen mit besonders guten Entwicklungspotenzialen. Hierzu gehören unter anderem
- die Gesundheitswirtschaft,
- die Informations- und Kommunikationstechnologie,
- die Ernährungswirtschaft und
- der Logistikbereich.

"Diese Bereiche zeichnen sich durch hohes Wachstumspotential aus. Gleichzeitig besteht ein besonderer Qualifizierungsbedarf. Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, erfolgreich zu qualifizieren", so Garg. Im Rahmen der "Projekte zur Beschäftigungsentwicklung in Clustern" können künftig neue, clusterspezifische Qualifizierungsmodule entwickelt und erprobt werden. "Hiermit wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und Beschäftigten weiter verbessern", sagte der Arbeitsminister. Für das neue Angebot stehen künftig 300.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) pro Jahr zur Verfügung.


* Erweiterung der Förderung von Existenzgründungen
Mit einem zweiten neuen Förderangebot werden Existenzgründungen im Land künftig noch intensiver unterstützt: In Ergänzung der erfolgreichen Projekte zum Coaching und zur Qualifizierung von Existenzgründern aus der Arbeitslosigkeit wird ein individuelles Förderangebot für Gründungswillige geschaffen, die in der gewerblichen Wirtschaft oder in den Freien Berufen beschäftigt sind. "Dieser Personenkreis bringt in der Regel sehr gute persönliche und fachliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Selbständigkeit oder Betriebsübernahme mit. Allerdings fehlen häufig Kenntnisse im betriebswirtschaftlichen Bereich oder beim Marketing. Hier setzt unser Angebot an," erklärte Minister Garg. Entsprechende Beratungsleistungen in der Vorgründungsphase werden mit einem Betrag bis zu einer Höhe von 1.500 Euro pro Fall gefördert. Insgesamt stehen für dieses neue Angebot pro Jahr 210.000 Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung.

Die neuen Angebote werden zum 1. Juni 2010 starten. Finanziert werden sie durch eine Anpassung des Mittelbudgets bei einem anderen Förderangebot des Zukunftsprogramms Arbeit, der Potenzialberatung. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist in den letzten Jahren zurückgegangen.


Hintergrund
Das Zukunftsprogramm Arbeit ist das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2007-2013. Die Förderangebote zielen grundsätzlich auf den Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten und die Integration benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. 288 Millionen Euro stehen an Fördermitteln zur Verfügung, 100 Millionen Euro davon können aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) abgerufen werden.

Mehr Informationen: www.zukunftsprogramm-arbeit.schleswig-holstein.de .


Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein

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