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Elektromobilität ist mehr als ein neuer Motor

26. März 2010 (HL-Red/RB.). Lübeck-TeaTime ist ein Forum für demokratische Politik, die sich an gewisse Spielregeln hält. Wenn nicht "alle" dem entsprechenden Parteien "hier" vertreten sind, liegt es ganz einfach daran, dass nicht übermittelt wird. Ganz besonders freut sich daher Lübeck-TeaTime über den vorbezeichneten Beitrag von der Bundestagsabgeordneten Dr. Valerie Wilms / Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Elektromobilität ist mehr als ein neuer Motor -
Mit einem Gesamtkonzept legen die Grünen im Bundestag einen Vorschlag auf den Tisch, wie Elektromobilität in Deutschland als Zukunftstechnologie durchgesetzt werden kann.

Valerie Wilms, Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Pinneberg und Mitinitiatorin des Konzeptes, kommt es vor allem darauf an, endlich über den Status von Prototypen hinaus zu kommen: „Seit zwanzig Jahren sehen wir jedes Jahr auf den Automobilmessen die tollsten Wagen mit Elektroantrieb – ohne eine Chance, diese auch endlich in der Realität nutzen zu können.“ Problematisch sei vor allem der fehlende Blick fürs Ganze, wie auch die jüngste Kritik des Bundesrechnungshofes an der bürokratischen und unkoordinierten Förderung zeige.

Für die Grünen ist Elektromobilität nicht einfach nur die Einführung von Autos mit anderem Antrieb. Im postfossilen Zeitalter werde sich die Mobilität ändern und es komme darauf an, die Stärken der einzelnen Verkehrsträger aufeinander abzustimmen. Elektromobilität müsse deswegen Teil eines umfassenden Mobilitätskonzeptes sein. Hierbei sei wichtig, die Mobilität mit Erneuerbaren Energien zu garantieren. „Elektromobilität bedeutet dabei keine neue Chance für Atom oder Kohle. Im Gegenteil: Mit Elektromobilität können wir sogar die Energiewende besser schaffen“ , sagt Wilms. Elektrofahrzeuge könnten als Speichermedien genutzt werden und damit die Energiewende – weg vom Öl und hin zu den Erneuerbaren –fördern. Bei viel Sonne und Wind könnten die Fahrzeuge Energie aufnehmen – und diese dann in Spitzenlastzeiten wieder abgeben.

Finanziert werden soll das Konzept durch eine Umstellung der Kfz-Steuer und die Änderung der Dienstwagenbesteuerung. Hierzu Valerie Wilms: „Elektrofahrzeuge wollen wir mit 5000 Euro Barprämie unterstützen, die durch ein kostenneutrales Bonus-Malus-System finanziert wird.“ Fahrzeuge mit hohem Ausstoß, die das Klima überproportional belasten, würden Fahrzeuge mit geringerem Ausstoß über die Kfz-Steuer finanzieren. Bei der Dienstwagenbesteuerung könnten nach grünen Konzepten bis zu 9,5 Milliarden Euro mehr eingenommen werden – und damit das auf 5 Milliarden angelegte Elektromobilitätskonzept locker finanzieren.

Das Elektromobilitätskonzept ist hier abrufbar:

http://gruene-bundestag.de/cms/verkehr/dok/333/333390.mehr_tempo_fuer_die_elektromobilitaet_fr.html


www.valerie-wilms.de

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