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Radwegebau im Schneckentempo

09. Dezember 2008 (Lübeck). Für die unabhängige Bürgervereinigung Lübecker BUNT bleiben die vernachlässigten Radwege weiterhin ein heißes Thema. Zwar habe Senator Boden jetzt im Bauausschuss verkünden lassen, in diesem Jahr eine halbe Million Euro zusätzlich verbaut zu haben. „Damit ist aber erst ein Viertel der zwei Millionen abgearbeitet, die 2007 dankenswerterweise von der damaligen CDU-Mehrheit durchgesetzt wurden“, sagt BUNT-Geschäftsführer Dieter Müller-Jacobsen. Lübeck könne zur echten Radfahrerstadt werden - die topografische Lage sei ideal, so Müller-Jacobsen weiter. „Dass die Hansestadt jetzt erst langsam, gedrängt auch von der Beharrlichkeit der BUNT-Fraktion, das Thema als ernst und wichtig erkennt, ist ein begrüßenswerter Schritt.“ Dieser falle allerdings viel zu bedächtig aus. Radewegeplanung und -sanierung in Lübeck geschehe immer noch im Schneckentempo. Darüber könnten auch anders lautende Presseberichte nicht hinwegtäuschen.

„Warum in aller Welt gelingen der Bauverwaltung in diesem maroden Radwegenetz nicht schneller Erfolge, obwohl das Geld dafür vorhanden ist?“, fragt BUNT weiter. Viele wichtige Straßen Lübecks hätten genügend Platz, um Radwege aufzunehmen. „Stattdessen hoppeln Radfahrer über enge Trassen, müssen sich den kargen Raum mit entgegenkommenden Radfahrern oder Fußgängern teilen, während nebenan breite Straßen mit vier Spuren vor Leere gähnen und Verkehrsrowdies anlocken“, sagt Müller-Jacobsen.

BUNT nennt drei Beispiele von vielen:

-An der Untertrave: Hier gibt es trotz breiter Fahrbahn keinen Radweg, obwohl hier vielfach zu schnell gefahren wird. Sicherheitsbewusste Radfahrer nutzen hier verbotswidrig den Gehweg.
-Kanalstraße: Radfahrer müssen hier stellenweise mit einem unmarkierten Radweg auf einem schmalen Gehsteig leben und geraten völlig unnötig mit Fußgängern in Konflikt. Die Autotrasse ist hier viel zu breit und kann ohne Problem weiteren Raum für Radspuren abgeben.
-Ziegelstraße: Trotz überbreiter Autofahrbahn sind hier am Rande nur marode und viel zu schmale Radspuren vorhanden. Hier und andernorts kann Herr Boden rasche Erfolge mit wenig Aufwand feiern, indem er neue Radwege auf den Fahrbahnen markieren lässt - am besten in durchgängig roter Farbe oder zumindest mit einem auffälligen Trennstreifen.

„Lübeck hat über 700 Kilometer Autostraßen - aber nur 190 Kilometer Radwege. Diese Schieflage zu beseitigen, ist die dringendste Verkehrsaufgabe der Hansestadt“, so der BUNT abschließend.

Weitere Informationen über den Lübecker BUNT: E-Mail info@luebeckerbunt.de .

Quelle: Lübecker BUNT

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