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Astrid Stadthaus-Panissié Kaviar-Linke ohne Mitgefühl

02. März 2010 (HL-Red.). Von Astrid Stadthaus-Panissié, Bürger für Lübeck, erreichte Lübeck-TeaTime folgender Beitrag: "Der Antrag von BfL, FDP und CDU, die von der Opferschutzorganisation WEISSER RING in Zusammenarbeit mit Studenten der Bauhaus-Universität Weimar konzipierte Wanderausstellung „Opfer“ auch im Lübecker Rathaus zu zeigen, wurde von Rot-Rot-Grün in der letzten Bürgerschaftssitzung gnadenlos abgeschmettert.




Foto (BfL): Astrid Stadthaus-Panissié


In der Ausstellung werden außergewöhnliche und provokante Plakate, Fotos und Anzeigen gegen häusliche Gewalt sowie sexuelle Misshandlungen von Kindern und Frauen gezeigt mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Jahrzehnte lang wurde Gewalt in Ehe und Familie entweder tabuisiert oder bagatellisiert. Diese Abstumpfung zu überwinden, den Blick offen zu halten für das Leid in der unmittelbaren Nachbarschaft, das war die schwere Aufgabenstellung. Die Ausstellung geht unter die Haut und an Grenzen, sie will das Bewusstsein auf die richten, denen die Fürsorge von Öffentlichkeit und Staat als erstes gelten sollte. Nämlich den Opfern. Ihnen soll praktisch und unmittelbar geholfen werden, mit den Folgen der Straftat fertig zu werden, indem die Gesellschaft ihnen zur Seite steht und ihnen menschlichen Beistand gewährt. Die teils drastischen Darstellungen wollen wachrütteln und fordern den Mut zum Hinsehen, Mut zu Zivilcourage und Hilfe. Wegsehen lässt die Betroffenen im Stich und stärkt die Täter. „Die Wahrheit hinter der Wahrheit ist noch um vieles gewaltiger. Für Menschen, die selbst nicht in dieser Form betroffen sind, mag das, was sie sehen, sehr schlimm sein. Mir sind die Fotografien zu sauber und zu ästhetisch. Gewalt ist niemals sauber, die Folgen sind lebenslängliche Haft im inneren Gefängnis“ schrieb ein Gewaltopfer ins Gästebuch.

Diese Ausstellung ist seit 2004 bereits in zahlreichen deutschen Städten gezeigt worden, in Landeshäusern, Gerichtsgebäuden und vor allem in Rathäusern, und immer mit sehr gutem Erfolg. Neben der solidarischen Grundhaltung mit den Opfern
dient sie insbesondere der Präventionsarbeit. Völlig unsensibel allen guten Argumenten gegenüber und in künstlicher Aufgeregtheit sich in verbalen Entgleisungen übertreffend lehnte die rot-rot-grüne Bürgerschaftsmehrheit sogar ab, sich mit dem Thema detaillierter im Fachausschuss zu beschäftigen. „Sollte also bei dem Ausgabenbündnis die Präventionsarbeit eine untergeordnete Rolle spielen oder muss man den Schluss ziehen, dass Rot-Rot-Grün mehr Verständnis für die Täter hat als für die Opfer?“ fragt sich Astrid Stadthaus-Panissié. „Unverständlich auch das Verhalten der Stadtpräsidentin, die laut Stadtzeitung vom 19.03.2009 bereits Unterstützung für die Ausstellung in Lübeck zugesagt hatte und sich nun als vehemente Kritikerin zeigt!“

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