Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

"Schwarz-Gelber Geiz ist nicht geil, sondern fehlplatziert!"

22. Januar 2010 (HL-Red.). Die "Grüne Jugend Schleswig-Holstein" übermittelte folgende Pressemitteilung: "Anstatt die Bedeutung des FÖJ für die Tourismus-Region Schleswig-Holstein zu unterstreichen, sollen nun ein Drittel der geförderten Plätze gestrichen werden. Die von der Landesregierung geplante FÖJ-Kürzung stößt dem freiwilligen Engagement junger Menschen für Umwelt und Natur stumpf vor den Kopf.

Zu der von Umweltministerin Juliane Rumpf geplanten 30-prozentigen Kürzung
beim Freiwilligen-Ökologischen Jahr (FÖJ) erklärt die Grüne-Jugend Schleswig-Holstein: "Das Land Schleswig-Holstein muss sparen, soviel ist allen klar. Doch die Landesregierung spart offensichtlich an den falschen Stellen und beweist damit erneut ihre Kurzsichtigkeit.", so Catharina Nies, Landesvorsitzende der Grünen Jugend Schleswig-Holstein.

Die Prioritätensetzung der Landesregierung zeichnet ein düsteres Bild für
die Zukunft unseres Landes. An Stelle einer Strukturverwaltungsreform, die
auf lange Zeit Geld und Verwaltungsaufwand einspart, wird unsinnigen
Steuerpaketen der Bundesregierung zugestimmt und Kürzung im Bereich Bildung
und Jugendfreiwilligendienste eingeleitet.

Die Landesregierung traut sich nicht an die Pfründe ihrer kommunalen
Stammhalter heran und spart stattdessen bei Jugendlichen, die für wenig Geld
viel Engagement für die Gesellschaft und ihre Umwelt zeigen.

Die Begründung der Kürzung als "Angleichung auf einen bundesweiten
Durchschnitt" ist aus dem Zusammenhang gerissen und nicht zu akzeptieren,
weil das FÖJ in anderen Bundesländern völlig anders strukturiert ist.
Anderswo tritt z.B. die Kirche als Förderer auf, weshalb weniger
Landesmittel bezuschusst werden müssen - der durchschnittliche Fördersatz
berücksichtigt solche Strukturen nicht.

Eine Kürzung der Förderung hat zur Folge, dass die Zahl der Plätze drastisch
reduziert werden muss - die öffentlichen Angebote, wie etwa Wattwanderungen,
können künftig nur noch begrenzt angeboten werden: Dies hat direkte,
negative Folgen auf die Tourismus-Region Schleswig-Holstein.

Mit diesen Prioritäten wrackt die Landesregierung nicht nur die Zukunft
vieler Jugendlicher,
sondern auch das Standbein unserer Wirtschaft ab.

Wir fordern von der Umweltministerin ein klares Konzept und keine
willkürlichen Streichungen. Der Erhalt aller 150 FÖJ-Plätze in
Schleswig-Holstein muss dabei Priorität haben!


www.gruenejugend-sh.de

Quelle: Grüne Jugend Schleswig-Holstein

Impressum