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Kieler Seehafen konnte Umschlagsergebnis nahezu halten

16. Januar 2010 (Kiel/HL-Red./RB). Der Kieler Seehafen konnte sein Umschlagsergebnis in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nahezu behaupten. In 2009 wurden insgesamt 4,86 Mio. Tonnen verladen bzw. gelöscht (2008: 4,91 Mio. t). Dabei haben sich die verschiedenen Geschäftsbereiche unterschiedlich entwickelt: Während der Umschlag von Massengütern, Containern sowie Stückgütern in Richtung Baltikum zulegte, verzeichneten die Fährverkehre von und nach Skandinavien sowie Russland rückläufige Mengen.

Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Auch unsere Partner und Kunden haben gut auf die wirtschaftlich schwierige Situation reagiert. Kiel steht auf einer breiten Basis, die ein nahezu ausgeglichenes Frachtergebnis ermöglichte. Durch den gelungenen Einstieg in den Containerverkehr ist der Hafen zudem noch vielseitiger geworden.“ Im Passagierverkehr konnte Kiel insgesamt sogar leicht zulegen. In 2009 wurden 1,88 Mio. Passagiere abgefertigt (2008: 1,85 Mio. Passagiere), wobei der Seetourismus ab Kiel immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ostuferhafen ist umschlagsstärkster Hafenteil

Umschlagsstärkster Kieler Hafenteil ist der Ostuferhafen, in dem 2,3 Mio. Tonnen oder 11 % mehr Güter als im Vorjahr umgeschlagen wurden. Im März 2009 wurde im Ostuferhafen der regelmäßige Containerumschlag aufgenommen. Der neue Containerverkehr basiert auf der Verladung von Ferroalloy, einem hochwertigen Zuschlagsstoff für die westeuropäische Stahlindustrie, der von Kasachstan via Riga nach Kiel gelangt. Dirk Claus: „Wir sehen gute Chancen, das Containergeschäft im Ostuferhafen in Zukunft weiter auszubauen.“ Die SEEHAFEN KIEL hat in 2009 einen fabrikneuen Hafenmobilkran in Betrieb genommen, der auch für die Verladung von Projekt- und Schwergut geeignet ist. Starke Zuwächse im Ladungsaufkommen verzeichnet der Liniendienst Kiel - Klaipeda. Hier hat der Einsatz der größten und modernsten RoPax-Fähre unter litauischer Flagge, der „Lisco Maxima“, seit Mai positiv zum Ergebnis beigetragen. Dirk Claus: „Das neue Schiff wird vom Markt gut angenommen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Straße auf den Seeweg.“

Seetourismus weiter auf Wachstumskurs

In 2009 konnte Kiel seine Position als beliebtester deutscher Kreuzfahrthafen festigen. Insgesamt wurde Kiel 115-mal von 21 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Erstmals gingen mehr als 290.000 Reisende an oder von Bord. Dirk Claus: „Wir blicken auf eine erfolgreiche Kreuzfahrtsaison, in der die Tonnage der Kiel anlaufenden Schiffe um ein Drittel gestiegen ist. Der Trend zum Einsatz sehr großer Kreuzfahrtschiffe setzt sich fort.“ An Spitzentagen wurden allein am Ostseekai binnen weniger Stunden mehr als 9.000 Passagiere abgefertigt.

Nach derzeitigem Stand wird Kiel das gute Vorjahresergebnis voraussichtlich er­neut übertreffen. Bis dato liegen 138 Anmeldungen für die Sommersaison 2010 vor, die am 28. April von der „Mona Lisa“ eröffnet wird. Erstmals in Kiel ist u. a. die „AIDAcara“, die 21-mal am Ostseekai erwartet wird. Häufigste Gäste sind die Schiffe der Reederei MSC, darunter die „MSC Poesia“. Dirk Claus: „In 2010 wollen wir die Grenze von 300.000 Kreuzfahrtpassagieren deutlich überschreiten.“

Terminalneubau am Schwedenkai bietet Perspektiven

Die derzeit wichtigste Investitionsmaßnahme im Kieler Hafen ist der Neubau des Passagierterminals am Schwedenkai. In wenigen Wochen wird der Hochbau abgeschlossen sein, sodass das Gebäude im Sommer bezugsfertig ist. Wichtigster Nutzer wird die schwedische Stena Line, die von hier den Fährdienst Kiel – Göteborg betreibt. Dirk Claus: „Der neue Schwedenkai bietet höchste Abfertigungsqualität für Passagiere und verbessert darüber hinaus die Verkehrsabläufe auf dem Terminalgelände. Wir investieren in die Zukunft des Hafens und seiner Kunden.“ Mit dem 12-geschossigen, ca. 18 Mio. Euro teuren Bauwerk erhält Kiel ein neues architektonisches Markenzeichen an der Schnittstelle von Innenstadt und Förde. Im oberhalb der Abfertigungsebenen liegenden Büro­komplex entstehen modernste Büroräume mit unvergleichlichem Meerblick, von denen bereits 80 % vermietet sind. Um die besondere Atmos­phäre des Terminals nicht nur Passagieren, sondern auch Besuchern erlebbar zu machen, wird der neue Schwedenkai mit einer großzügigen und frei zugänglichen Aussichtsterrasse ausgestattet.

Die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel, deren 100%-ige Tochter sie ist. In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel mit dem Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über insgesamt drei kombinierte Terminalanlagen für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Im Güterverkehr ist Kiel Drehscheibe im Handel mit Norwegen und Westschweden sowie mit den Baltischen Staaten und Russland. Fracht­zentrum Kiels ist der Ostuferhafen, in dem die Verkehre Richtung östliche Ostsee sowie der Containerumschlag konzentriert sind. Neben der internationalen Transit­funktion übernimmt der Hafen wichtige Funktionen bei der Versorgung des regionalen Marktes etwa mit Brenn- und Baustoffen.

Quelle: SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG

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