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Bundesagentur f. Arbeit - RegDirektion Nord: Existenzgründung

02. Januar 2010 (Kiel/HL-Red.) Existenzgründung in Schleswig-Holstein: Gestern arbeitslos, heute selbstständig - 4.700 Menschen nutzen aktuell diese Chance - Schwerpunkt: Dienstleistungen:
„Die Existenzgründung ist ein möglicher Weg aus der Arbeitslosigkeit. 4.700 Schleswig-Holsteiner gehen aktuell diesen Weg. Speziell für so genannte ‚Gründertypen’ bietet er die Chance, ihre Kompetenzen und Potentiale ‚neu’ zu nutzen“, sagte Jürgen Goecke, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (29.12.2009).
„Wir investieren dabei jährlich fast 52 Millionen Euro. Für Schleswig-Holstein ist dies ein stattlicher Beitrag zur Wirtschaftsför­derung, für uns vorrangig die Chance, motivierten und qualifizierten Menschen einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu eröffnen.“

Aktuell erhalten in Schleswig-Holstein 1.600 Frauen und 3.100 Männer, da sie die gefor­derten Voraussetzungen - u.a. Gutachten durch eine fachkundige Stelle, etwa Kammern und Banken; Persönliche Eignung durch Ausbildungs- und Berufsbiographie; Kurzbeschreibung der Geschäftsidee; Kapitalbedarfs und Finanzierungsplan; Umsatz- und Rentabilitätsvorschau - erfüllten, einen Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur oder Einstiegsgeld bei Selbstständigkeit von ihrem Jobcenter.

„Natürlich gibt es auch Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit, die sich leider nicht durchsetzen. Wichtig ist jedoch: Über 50 Prozent von ihnen sind auch fünf Jahre nach ihrer Gründung noch selbstständig. Weitere 20 Prozent finden während der Gründungs­phase eine neue Stelle. Für mich ein Ergebnis, das Mut macht“, so Goecke.

Kurz-Info:
Gründungszuschuss für Arbeitslosengeld I- Bezieher
Dauer: maximal 15 Monate
Grundförderung: 9 Monate
Aufbauförderung: 6 Monate
Höhe:
Grundförderung: zuletzt bezogenes Arbeitslosengeld I + 300 Euro
Aufbauförderung: 300 Euro


Einstiegsgeld bei Selbstständigkeit für Arbeitslosengeld II-Bezieher
Dauer: höchstens 24 Monate
Höhe:
maximal Regelsatz, zusätzlich Arbeitslosengeld II und Kosten der Unterkunft

Mit Hilfe dieser Förderleistungen gründen in Schleswig-Holstein vorher Arbeitslose fast ausschließlich im weniger kapitalintensiven Dienstleistungsbereich ihre Betriebe - nicht nur eine Folge der Kreditmarktbedingungen, sondern auch der Fördervoraussetzungen und des mit ihnen verbundenen Risikobewusstseins.

Gründungen aus Arbeitslosigkeit:
Branchenschwerpunkte in Schleswig-Holstein (Juli 2009):
Handel: 562
Gesundheits- und Sozialwesen: 451
Baugewerbe: 351
Gastgewerbe 213
Verarbeitendes Gewerbe 160.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nord

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