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HWK HH: Präsident mahnt zu Nachhaltigkeit und Verantwortung

01. Januar 2010 (HL-Red.) Aus der "Nachbarschaft": Im Rahmen der traditionellen Jahresschlussversammlung der Handwerkskammer Hamburg betonte Handwerkskammer-Präsident Josef Katzer vor über 300 Gästen in seiner Rede die im Angesicht der Finanzkrise wiederentdeckten Werte des Handwerks. „Persönliche Verantwortung, Regionalität, Nachhaltigkeit, Kundenorientierung sowie gesellschaftliches Engagement standen und stehen für das Handwerk. Die alten beständigen Ideen und Verhaltensweisen des Handwerks sind plötzlich wieder en vogue“, so Katzer.

Jedoch mache er sich Sorgen, dass dieser Zustand nur von kurzer Dauer sei: „Der niedrige Leitzins wurde nicht oder nur bedingt weitergegeben und die Anforderungen an Sicherheiten erhöht. Doch gerade das Handwerk, das sich als stabilisierender Faktor in der Krise bewies, muss nachhaltig gestärkt werden.“ Der Präsident begrüßte zwar grundsätzlich die Maßnahmen, die der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung enthalte, unterstrich allerdings auch das unabdingbare Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes.

An den Hamburger Senat gerichtet, erhob Präsident Katzer konkrete Forderungen. Er betonte, dass dem Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft auch hinreichende Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden müssen: „Die Mittelstandsfreundlichkeit einer Stadt zeigt sich auch daran, wie viele Standortflächen sie für den Mittelstand und das Handwerk bereithält und nicht in Wohnraum umwidmet.“ Besonders kritisierte Präsident Katzer die Zähigkeit bei der Umsetzung von politisch gewollten Entscheidungen zum Bürokratieabbau. So habe die Stadt schon 2007 zugesagt, Betrieben die Gewerbean- und ummeldung in der Handwerkskammer zu ermöglichen. Allerdings lasse die Umsetzung dieser Entscheidung immer noch auf sich warten.

Anerkennend hob Katzer die schnelle, richtige und kluge Umsetzung der Konjunkturprogramme seitens des Senats hervor. Auch die Vorreiterrolle Hamburgs in der Klimaschutzpolitik finde die Unterstützung der Handwerkskammer: „Die Metropolregion Hamburg muss eine Schlüsselstellung in den Bereichen „Energieeinsparung im Gebäudebestand“, bei den „Erneuerbaren Energien“ und bei der „Elektromobilität“ einnehmen.“ Insgesamt lobte er die bisherige Zusammenarbeit mit dem Senat und betonte die uneingeschränkte Bereitschaft des Handwerks weiterhin zur konstruktiven und vertrauensvollen Mitarbeit.

Quelle: HWK Hamburg

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