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Verdienste in HH und SH im dritten Quartal 2009

26. Dezember 2009 (HL-Red.) Verdienste in Hamburg und Schleswig-Holstein im dritten Quartal 2009 - Monatsverdienste leicht gestiegen. In Hamburg haben Vollzeitbeschäftigte im dritten Quartal 2009 durch-schnittlich 3 519 Euro brutto im Monat verdient, 1,4 Prozent mehr als im dritten Quartal des Vorjahres, so das Statistikamt Nord. Die Brutto-verdienste stiegen etwas stärker als im zweiten Quartal (plus 1,2 Prozent).

Bei den Sonderzahlungen wie zum Beispiel tariflichen Einmalzahlungen, Leistungsprämien oder Gewinnbeteiligungen, die viele Beschäftigte zu-sätzlich zu ihrem regelmäßigen Gehalt erhalten, kam es zu Kürzungen. Im Schnitt machten diese Zahlungen im dritten Quartal 2009 monatlich 172 Euro für die Vollzeitbeschäftigten aus, ein Prozent weniger als im Vor-jahreszeitraum. Die Höhe der Sonderzahlungen hängt allerdings stark ab von der Art der ausgeübten Tätigkeit sowie der Branche des Unternehmens, bei dem der Arbeitnehmer beschäftigt ist, und kann daher erheblich vom statistischen Durchschnittswert abweichen. Rechnet man die Sonderzah-lungen in den Gesamtverdienst mit ein, betrug der Anstieg der Brutto-monatsverdienste im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahres-zeitraum in Hamburg 1,3 Prozent.
Vollzeitbeschäftigte in Betrieben des Produzierenden Gewerbes erhielten durchschnittlich 3 808 Euro monatlich brutto, 1,6 Prozent mehr als im Vor-jahreszeitraum. Als Folge der Wirtschaftskrise sank die Zahl der bezahlten Wochenstunden auf 37,8 Stunden (minus 1,7 Prozent). Die Bruttostunden-verdienste stiegen innerhalb eines Jahres um 3,4 Prozent.
Der Durchschnittsverdienst im Dienstleistungsbereich erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 3 448 Euro brutto. Die bezahlte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug im dritten Quartal 2009 durchschnittlich 38,9 Stunden. Damit arbeiteten die Vollzeitbeschäftigten im Dienstleis-tungsbereich im Schnitt gut eine Stunde länger als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe, aber auch etwas kürzer als im Vorjahresquartal (minus 0,5 Prozent).

In Schleswig-Holstein sind die Bruttomonatsverdienste der Beschäftigten im dritten Quartal 2009 langsamer gestiegen als in den Vormonaten. Nach Angaben des Statistikamts Nord verdienten Vollzeitbeschäftigte im dritten Quartal 2009 durchschnittlich 2 954 Euro brutto im Monat, 1,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das war die niedrigste Steigerungsrate seit Anfang 2008.
Neben den regelmäßigen Zahlungen erhielten viele Beschäftigte sonstige Bezüge und Einmalzahlungen wie zum Beispiel Urlaubsgeld und Leistungs-prämien in sehr unterschiedlicher Höhe. Im Durchschnitt errechnet sich ein Betrag von knapp 100 Euro monatlich je Vollzeitbeschäftigten. Damit lagen die Sonderzahlungen im dritten Quartal 2009 erheblich unter den im Vor-jahreszeitraum gezahlten Beträgen (minus 6,9 Prozent). Der Gesamt-verdienst aus regelmäßig gezahltem Arbeitslohn und Sonderzahlungen erhöhte sich binnen Jahresfrist deshalb nur um ein Prozent.
Im Produzierenden Gewerbe waren die Monatsverdienste geringer als im Vorjahresquartal. Die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer erhielten mit 3 033 Euro brutto durchschnittlich zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Abbau von Überstunden sowie Kurzarbeit führten zu sinkenden Monatslöhnen. Die durchschnittlich bezahlte Wochen-arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten ging um 2,4 Prozent auf 37,8 Stunden zurück. Der Bruttostundenverdienst der Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe lag knapp über dem Verdienst des dritten Quartals 2008 (plus 0,5 Prozent).
Im Dienstleistungsbereich zahlten die Arbeitgeber im dritten Quartal 2009 mit 2 922 Euro durchschnittlich 2,8 Prozent höhere Monatsgehälter als im Vorjahreszeitraum. Die Folgen der Wirtschaftskrise wirkten sich weniger stark auf die Arbeitszeiten und Verdienste der im Dienstleistungssektor be-schäftigten Personen aus. Mit 39,5 Stunden wurden in den Dienstleistungs-bereichen durchschnittlich 1,7 Stunden länger in der Woche gearbeitet als im Produzierenden Gewerbe. Die Zahl der bezahlten Wochenstunden redu-zierte sich binnen Jahresfrist um lediglich 0,3 Prozent.

Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

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