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Agentur für Arbeit Lübeck

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Besonderes Projekt im Handwerk wirbt um weiblichen Nachwuchs

11. November 2009 (HL-red.) Seit Herbst 2008 läuft grenzübergreifend im Kreis Ostholstein und in Dänemark von der Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön und der CELF-Schule in Nyköbing das Projekt "Come on, girls – get technical". Seit Dienstag ist auch Lübeck dabei. "Wir als Kreishandwerkerschaft Lübeck freuen uns darauf, dieses Projekt, gefördert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen von INTERREG IV A und der Agentur für Arbeit Lübeck, nun gemeinsam in Lübeck zu starten", sagte Kreishandwerksmeister Hans Falkenhagen im Audienzsaal des Lübecker Rathauses anlässlich der Projektvorstellung.




Foto (Reinhard Bartsch): Kreishandwerksmeister Hans Falkenhagen

Schirmherrin dieses Projektes ist die Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer. Sie hatte zuvor auch als Gastgeberin die Begrüßung zur Vorstellung des Projektes "Come on, girls – get technical" übernommen. Ein Projekt mit englischer Bezeichnung, womit als Ziel eine länderübergreifende Zukunft betont werden soll.




Foto (Reinhard Bartsch): Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer begrüßte als Schirmherrin des Projektes und zeigte sich überzeugt von der Leistungsfähigkeit auch weiblicher Auszubildender im Handwerk.

Wie Projektleiterin und Moderatotin Brigitte Sladek erläuterte, haben bei dem Programm gezielt Mädchen die Chance, eine Woche lang die Berufe im Handwerk und Technik zu erkunden und ihre Stärken zu ermitteln. Das soll ihre Chancen in den meist männlich dominierten Feldern verbessern und Ängste abbauen.

Der Bereich Schule und Sport begleitet unter der Leitung von Senatorin Annette Borns die Umsetzung dieses Projektes in Lübeck. Mit diesem Projekt sollen mittelfristig mehr Mädchen und junge Frauen für eine Berufsausbildung in einem handwerklichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf gewonnen werden - und somit auch die Wirtschaft in der Region bei ihrer Suche nach qualifiziertem Nachwuchspersonal unterstützen.

"Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels halten wir dieses Ansinnen nicht nur für sinnvoll, sondern auch für dringend geboten", so Hans Falkenhagen. "Wir sehen es als unsere Aufgabe, Mädchen und junge Frauen auf ihrem Weg dahin wesentlich intensiver zu unterstützen. Genau hier setzt unser Projekt 'Come on, girls – get technical' an: durch eine Vielzahl von Angeboten erhalten Mädchen und junge Frauen neue Impulse für ihre Berufswahl und Zukunftsperspektiven."

Dabei bleibt der Arbeitsmarkt nicht auf Lübeck beschränkt. Durch die Zusammenarbeit ergeben sich auch Möglichkeiten in Dänemark. Und mit dem Bau der festen Beltquerung werden sich auch Sprachbarrieren abbauen, betonte Michael Bang, Direktor der CELF-Schule in Nyköbing, der von Projektchef Svend Erik Jessen begleitet war. Er würde sich besonders freuen, wenn eines Tages auf beiden Seiten beide sich in deutsch u n d dänisch unterhalten können.

Bei der Vorstellung des Projektes beteiligt auch von der Agentur für Arbeit Lübeck Wolfgang Werner, VertreterInnen beteiligter Schulen und Innungen. Ebenso der "Amtskollege" Hans Falkenhagens aus dem nachbarlichen OH/Plön Ulrich Mietschke sowie Projektteilnehmerin Leah-Sarah Frost, die sich gerne den Fragen im anschließenden offenen Gespräch stellte.

Eine wichtige Aufforderung an die Innungen und Betriebe: Es sollten erheblich mehr Praktikumsstellen zur Verfügung gestellt werden, damit ebenfalls interessierten Mädchen die Praxis vorab vermittelt werden könne. Mehr Handwerkerinnen würden nicht nur ihre weibliche Intuition einbringen, sondern ebenso kompetentes Fachwissen. Außerdem sei es ein Beitrag zur Nachwuchs-Sicherung tüchtiger Fachkräfte, an denen es in schon absehbarer Zeit mangeln dürfte, wirken sich erwartungsgemäß geburtenschwache Jahrgänge aus.








Fotos (Reinhard Bartsch): Blick auf die TeilnehmerInnen dieser Veranstaltung.








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