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Lübecker BUNT: Ein Topbeamter als Showmaster

Hat der „Bund der Steuerzahler“ mit seiner Kritik an Lübecks Verwaltungsführung Recht oder nicht?

Verschwendung von öffentlichem Geld in Lübeck: Der „Bund der Steuerzahler“ hat der Hansestadt jetzt wieder einmal mit seinem „Schwarzbuch“ kräftig eingeschenkt: „Pleiten, Pech und Pannen“ und krasse Fälle von Missmanagement seien typisch. „In Lübeck ist die Verwaltung seit Jahren schlecht organisiert“, lässt sich der Steuerzahlerbund am 10. Oktober 2008 in den Zeitungen zitieren.

Auch wenn wir uns wundern, dass unsere größten Millionengräber - der Hafen und vor allem der Flughafen - überhaupt nicht erwähnt werden (hier beweist der „Steuerzahlerbund“ wirklich „Lange-Mut“!), trifft die Kritik im Kern zu. Die Stadtverwaltung ist seit Jahren miserabel aufgestellt, schlecht organisiert, wird nicht geführt. Das wissen nicht nur alle Insider in der Stadtverwaltung, sondern auch alle, die in Kontakt mit dieser rund 5000 Mitarbeiter umfassenden Behörde geraten.
Wer ist dafür verantwortlich? Der Bürgermeister, wer sonst! Herr Saxe hat die aufwändige und teure „Verwaltungsstrukturreform“ bei seinem Dienstantritt im Jahre 2000 abgebrochen. Er versteht sich nicht als Chef des „Konzerns Hansestadt“, sondern vergnügt sich in der Rolle des Bürgermeisterdarstellers, des obersten „Moderators“ der Hansestadt, der keinesfalls „operativ“ tätig werden dürfe, wie von ihm immer wieder zu hören ist.

Wir lassen demnach zu, dass der bestbezahlte und mächtigste Beamte unserer Stadt nichts entscheidet, sich nicht als Krisenmanager, den wir dringend benötigen, begreift. Es ist für alle erkennbar, dass Herr Saxe keinerlei Konzept hat, keine Ziele verfolgt, außer dem einen: Bürgermeister zu sein und zu bleiben. Angesichts der Finanzkrise fiel ihm beispielsweise in der vergangenen Woche nichts besseres ein, als seine Mitarbeiter zu verunsichern, indem er ihnen über die Zeitung mitteilte, dass künftig noch mehr Stellen in der Verwaltung - nicht aber etwa seine - eingespart werden müssten.

Für jeden, der sich mit Betriebswirtschaft, Verwaltungswissenschaft und Unternehmensführung beschäftigt, wird hier deutlich, dass Lübeck nie aus den roten Zahlen und aus dem Schwarzbuch herauskommen wird, so lange dieser Mann seinen Spitzenjob als Bühnenstück mit ihm in der Hauptrolle begreift. Wir müssen nach acht Jahren erkennen, dass Herr Saxe zu keiner Änderung fähig ist. Wir schließen uns daher der Forderung von CDU, den Grünen und auch Teilen der SPD an, er möge seinen Hut nehmen - lieber heute als morgen!

Quelle: Lübecker BUNT

Foto (Lübecker BUNT): Dr. Hildegund Stamm

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