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PISA – was nun? - Gehen unsere Schüler gut gerüstet ins Leben?

18. November 2008. Unter der Leitfrage »Gut gerüstet ins Leben?« veranstaltete die IHK Schleswig-Holstein heute eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von Schule, Wirtschaft und Politik zum Thema der Rahmenbedingungen der Schulen sowie Erwartungen der Wirtschaft an Schulabgänger. »Die Erwartungen der Wirtschaft an Schulabgänger sind groß und sie müssen groß sein. Denn die Anforderungen zahlreicher Berufe steigen und dabei vollziehen die Ausbildungsordnungen nur nach, was dem Bedarf der Wirtschaft entspricht
«, betonte Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, in Ihrem Statement zu Beginn der Veranstaltung. Es geht nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern um eine Gesamtstrategie. »Wir müssen unsere Kraftanstrengungen in der Bildung deutlich vergrößern. Das Prinzip muss lauten: Je weniger wir werden, desto besser müssen wir sein«, so Böge weiter.

Leider belege der aktuelle PISA-Ländervergleich, dass Schleswig-Holstein nicht nur deutlich unter dem OECD-Schnitt liege, sondern auch im innerdeutschen Vergleich noch erheblicher Handlungsbedarf für uns bestehe. Das gelte sowohl für die Naturwissenschaften, als auch für Mathematik und das Lesen sowie Textverständnis, wo Schleswig-Holstein abgeschlagen nur die Plätze 10, 11 und 12 belege. Auch seien gegenüber 2003 leider keine nennenswerten Fortschritte erreicht worden.

Marion Eberhardt-Artelt von Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) stellte die Erwartungen der Wirtschaft an Schulen sowie die Auswahlkriterien und -instrumente bei der Personalgewinnung dar. Dr. Gabriele Romig schilderte die schulischen Rahmenbedingungen aus Sicht des Ministeriums für Bildung und Frauen Schleswig-Holstein.

Dr. Hans-Michael Kiefmann vom Philologenverband und Grete Rhenius vom Realschullehrerverband stellten die Rahmenbedingungen aus schulischer Innensicht dar. Hoher Stundenausfall, zu wenig Planstellen, überfüllte Leistungskurse an Gymnasien, zu kleine Schulräume, unzureichende Möglichkeiten für individuelle Förderung, zu wenig Wahlmöglichkeiten in der Profiloberstufe, unzureichender Zustand von Schulgebäuden – sind einige der Kritikpunkte seitens der Schulen zu den aktuellen Rahmenbedingungen.

In der von Stefan Böhnke (NDR) moderierten Diskussionsveranstaltung mit Vertretern aus Wirtschaft, Schule und Politik waren kontroverse Meinungen zur Analyse und den notwendigen Rezepten zu hören. Einigkeit besteht aber darüber, dass es erheblichen Handlungsbedarf gibt, um mehr besseren Unterricht zu erreichen. Und dass mehr Bildung unsere wichtigste Zukunftsinvestition darstellt, diese aber nicht zum Nulltarif zu haben ist.

Quelle: IHK SH


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