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MdB Gabriele Hiller-Ohm: Gleiche Löhne für Frauen und Männer

11. September 2009 (HL-red.) Bei Löhnen und Gehältern gibt es in Deutschland noch immer große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nach einem aktuellen Bericht der Europäischen Union beträgt das Gefälle zwischen Männern und Frauen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent. Damit liegt Deutschland im Vergleich mit den anderen EU-Staaten an siebtletzter Stelle. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (beide SPD), haben in diesem Zusammenhang gestern einen Gesetzentwurf vorgestellt, mit dem Benachteiligungen bei Löhnen und Gehältern wegen des Geschlechtes wirksam begegnet werden soll. Um zukünftig ungerechtfertigte Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern bewerten zu können, sieht der Gesetzentwurf vor, mit einer statistischen Entgeltanalyse Informationen über unterschiedliche Bezahlung ermitteln zu können.

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD), die auch Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales ist, zeigt sich über den Gesetzentwurf aus dem Ministerium hocherfreut: „Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage um Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu überwinden. Bundeskanzlerin Merkel ist auf dem Holzweg, wenn sie glaubt, dass es reicht, den Frauen Mut zuzusprechen, damit sie Lohngerechtigkeit beim Chef einfordern. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – dass muss Gesetz sein!“

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch eine der zentralen Forderungen der SPD. Unter Federführung von Hiller-Ohm haben die Landesgruppen Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern der SPD-Bundestagsfraktion und der DGB Nord ein gemeinsames Positionspapier erstellt, das in Kürze veröffentlicht wird. Neben der Lohngleichheit fordert das Papier unter anderem auch mehr Führungspositionen mit Frauen zu besetzen, bessere berufliche Chancen für Alleinerziehende zu ermöglichen und das Ehegattensplitting abzuschaffen.

„Deutschland kann es sich nicht leisten, auf gut ausgebildete Frauen und Männer zu verzichten. Mehr Ausgewogenheit in Führungspositionen kann dabei nur gut tun. In Norwegen funktioniert das. Hier müssen mindestens 40 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt werden. Für alle Menschen muss außerdem gelten: Wer die gleiche Arbeit macht, muss auch das gleiche verdienen – das ist doch nur logisch und selbstverständlich“, so Hiller-Ohm abschließend.

www.hiller-ohm.de
Quelle: MdB Gabriele Hiller-Ohm

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