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Biol. Anstalt Helgoland erhält modernes Forschungstauchzentrum

31. August 2009 (Kiel/Bremerhaven/Helgeland/HL-red.) Frische Brise für das Tauchzentrum der Biologischen Anstalt Helgoland: Schleswig-Holsteins Bildungs- und Wissenschaftsstaatssekretär Jost de Jager übergab vergangene Woche dem Direktorium des Alfred-
Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft einen Förderbescheid über 850.000 Euro für die Modernisierung und den Ausbau der Forschungs- und Ausbildungsstätte.

Mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm, die
zu 75 Prozent aus Geldern des Bundes stammen, soll das Tauchzentrum der zum
Alfred-Wegener-Institut gehörenden Biologischen Anstalt Helgoland modernisiert und
international wettbewerbsfähig gemacht werden. "Damit können zukünftig auf Helgoland
auch internationale Forschungstaucher ausgebildet werden. Nebenbei sind auch positive
strukturelle Effekte für die Insel Helgoland insgesamt zu erwarten", sagte de Jager.
Über zwölf Millionen Euro investiert das Land Schleswig-Holstein aus den Konjunkturpaketen
in wissenschaftliche Einrichtungen in Norddeutschland. Mit den 850.000 Euro
erhält das Forschungstauchzentrum eine vollständige Rundumsanierung. "Wir freuen
uns sehr, unsere Forschungseinrichtungen auf Helgoland damit ausbauen zu können
und als einen wichtigen Standort der Meeresforschung in Deutschland weiter zu
entwickeln," erklärt Prof. Dr. Karen H. Wiltshire, Direktorin der Biologischen Anstalt
Helgoland. Aber auch der internationalen Wissenschaft wird die von September 2009 bis
Juli 2010 geplante Modernisierung zu Gute kommen: "Wir können zukünftig neben
eigenen verstärkt auch internationale Forschungstaucher auf Helgoland ausbilden", so
Dr. Philipp Fischer, der Leiter der Wissenschaftlichen Tauchbasis.
De Jager verwies auf die lange Tradition des Forschungstauchens in Helgoländer
Gewässern und auf die berufsgenossenschaftliche Anerkennung der Forschungstauchausbildung
auf Deutschlands einziger Hochseeinsel vor fast 40 Jahren. "Wo kann
man die besonderen Anforderungen und Fertigkeiten des wissenschaftlichen Tauchens,
ohne das auch die moderne Meeresforschung nicht auskommt, besser erlernen als auf
Helgoland? Die Kombination von exzellentem wissenschaftlichem Know-how und
optimalen äußeren Bedingungen macht den Standort auch international äußerst
konkurrenzfähig", so der Staatssekretär. Mit über 1200 Tauchgängen pro Jahr sei die
tauchergestützte Forschung bereits heute eine zentrale Methodik am Alfred-Wegener-
Institut. Mit dem Ausbau und der Modernisierung des Tauchzentrums werde diese Zahl
kontinuierlich steigen. "Wir rechnen damit, dass insbesondere der wissenschaftliche
Ministerium für Wissenschaft,
Wirtschaft und Verkehr
des Landes Schleswig-Holstein
Nachwuchs aus dem In- und Ausland in den kommenden Jahren verstärkt nach
Helgoland kommen wird, um dort das wissenschaftliche Tauchen zu erlernen", so de
Jager.
Die geplanten Arbeiten beinhalten neben der Sanierung der eigentlichen Gebäude auch
die Modernisierung der technischen Ausstattung der Tauchbasis. So soll zum Beispiel
der Einsatz von Mischgasen und so genannten Kreislaufgeräten neue
Forschungsgebiete und Anwendungsmöglichkeiten erschließen. Das Alfred-Wegener-
Institut wird damit seine führende Rolle auf dem Gebiet des wissenschaftlichen
Tauchens weiter festigen.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

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