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MdB Hiller-Ohm: Kritik an "Länger Arbeiten und weniger Urlaub"

07. August 2009 (HL/red.) Hiller-Ohm kritisiert Forderungen aus der Wirtschaft: Am vergangenen Wochenende haben sich die Präsidenten des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft, Mario Ohoven, und der Handwerkspräsident Otto Kentzler für harte Einschnitte bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgesprochen. Während Ohoven dafür plädierte den Beschäftigten einen Urlaubstag zu streichen, forderte Kentzler die Einführung einer 40-Stunden-Woche für alle Branchen.

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) kritisiert diese Vorschläge: „Es ist ungerecht, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf die Arbeitnehmerschaft zu übertragen. In der gegenwärtigen Situation machen sie auch wenig Sinn. Zurzeit haben wir rund 1,4 Mio. Kurzarbeiter. Jetzt eine Arbeitszeitverlängerung zu fordern ist ein denkbar schlechter Vorschlag. Es gibt derzeit zu wenig Arbeit und zu viele Überstunden; das ist kontraproduktiv, wenn man möglichst viel Wissen in Unternehmen und möglichst viele Menschen in Arbeit halten möchte. Die Frage nach Urlaubsverzicht halte ich ebenso für wenig geeignet“, so Hiller-Ohm weiter.

Laut einer EU-Studie gehören die in Deutschland beschäftigten Menschen mit einer Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 41,2 Stunden zur europäischen Spitzengruppe. Betrachtet man die 27 EU-Mitgliedsstaaten, so liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei 40,4 Stunden.

www.hiller-ohm.de

Quelle: Gabriele Hiller-Ohm, MdB
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