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Wirtschaftsjunioren aus OH und DK rücken enger zusammen

14. November 2008. Mit dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung eröffnen sich für den Kreis Ostholstein und das dänische Lolland große wirtschaftliche Chancen. „Leider haben das bei uns Deutschland noch nicht alle verstanden“, betonte Johannes Kalläne, Vorstandssprecher der Wirtschaftsjunioren Ostholstein der IHK zu Lübeck, nach einer Konferenz mit den Wirtschaftsjunioren Guldborgsund in Rödby. „Dagegen ist es erfrischend und erstaunlich zugleich, mit welchem Optimismus die Dänen an das Großprojekt herangehen.“
Auf der Konferenz berichtete Allan Schmidt vom Dachverband Dansk Industri Lolland-Falster über die Erwartungen der Wirtschaft an den Bau der Querung. „Unsere Region wird stark von dem Projekt profitieren“, betonte er. Viele Firmen würden Aufträge für den Bau erhalten, und auch Handel, Gastronomie und Tourismus würden zulegen, weil auch Baustellentouristen in die Region kommen. „Mit der Einweihung in zehn Jahren beginnt für uns eine neue Ära.“
Allerdings sei schon jetzt der Fachkräftemangel absehbar. „Wir werden noch genug Mitarbeiter für den Bau der Querung haben. Aber in der Industrie fehlen sie dann.“ Daher würden bereits jetzt die Weichen gestellt, um rechtzeitig Fachkräfte anzuwerben. Daran beteilige sich das Fehmarnbelt Business Council, in dem unter anderem Dansk Industrie, die IHK Schleswig-Holstein und die Handelskammer Hamburg Mitglieder sind.
Heidi Kure Borre vom Fehmarnbelt Forum bestätigte die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, die auch eine Chance für Deutsche sei. Schon jetzt würden rund 1.000 Deutsche in der dänischen Region arbeiten. Da es in besonders in Deutschland ein Informationsdefizit über die positiven Auswirkungen des Projektes gibt, hat sich das Fehmarnbelt Forum unter anderem das Ziel gesetzt, die neue Querung zu vermarkten und schon im Vorwege Deutsche und Dänen zusammenzubringen.
Auch die Ostholsteiner Wirtschaftsjunioren beklagten die unzureichenden Informationen und das mangelnde Interesse in der Bundesrepublik. Kalläne: „Die Dänische Seite ist fest entschlossen, durch dieses größte internationale Bauprojekt vor unserer Haustür effektiv Geld zu verdienen.“ Insofern sei es fast beschämend, wie die deutsche Seite eine einmalige Chance verpasst hat, sich über die Nutzungszeit wichtige Infrastrukturprojekte durch Anteile an der Maut finanzieren zu lassen. „Die Dänen gehen ein kalkulierbares Risiko ein, profitieren jedoch auch zu 100 Prozent“, betonte er.
Es sei jetzt vorrangig, für das Großprojekt zu werben. „Unsere Region liegt mitten im europäischen Wachstumskorridor Hamburg-Lübeck-Öresund. Damit erhalten wir vor unserer Haustür entscheidende neue Wachstums- und Beschäftigungsimpulse. Und die gilt es zu nutzen“,sagte Kalläne nach der Konferenz. „Die Grenze über das Wasser ist bald überbrückt. Jetzt müssen wir die Grenze in den Köpfen überwinden“, ergänzte er. Einen entscheidenden Schritt hätten die Wirtschaftsjunioren auf beiden Seiten geleistet. Freundschaft und Harmonie beherrschten das Treffen, zu dem die Teilnehmer auch Ehepartner und Kinder mitgebracht hatten. Noch im Dezember erwarten die Ostholsteiner den Gegenbesuch der Dänen.





Foto ü/IHK zu Lübeck: Die Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Ostholstein und der dänischen Verbände in Lolland-Falster setzen sich gemeinsam für den Bau der festen Fehmarnbelt-Querung ein.

Quelle: IHK zu Lübeck

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