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Agentur für Arbeit Lübeck

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MACH 3-Wirtschaftsindex II/ 2009: Landespolitik in der Kritik

12. Juli 2009 (HL/red.) Wirtschaftstreibende beurteilen Landespolitik negativ/ Stimmung weiter im Abwärtstrend Die große Mehrheit der schleswig-holsteinischen Wirtschaft ist nicht überzeugt davon, dass die Landespolitik das richtige Krisenmanagement betreibt. Nur zehn Prozent der für den MACH 3-Wirtschaftsindex befragten Unternehmen in Schleswig-Holstein bejahen die Frage, ob die Politik für die Bewältigung der Wirtschaftskrise richtig aufgestellt sei. 49 Prozent sehen dies nicht so, 41 Prozent wissen es nicht.

Wirtschaftsminister Jörn Biel sagte zu dem Ergebnis: „Ich persönlich nehme etwas ganz anderes wahr […],
die Unternehmen sprechen uns eigentlich ihr Vertrauen aus, weil sie sehen, wie gewissenhaft vorbereitet
wird und wie sorgfältig die einzelnen Projekte durchgezogen werden.“
SPD-Chef Ralf Stegner verwundert das Ergebnis hingegen nicht allzu sehr: „Ich glaube, das hängt ein
bisschen damit zusammen, dass es ein paar häufige Wechsel im Wirtschaftsressort gegeben hat und dass
das Krisenmanagement bei Thema HSH-Nordbank und die Informationspolitik natürlich Fragen offen gelassen
haben. Insgesamt, glaube ich, hat die Landesregierung in Schleswig-Holstein gute Arbeit geleistet, aber
dass es bei so einer großen Wirtschaftskrise Skepsis gibt, darf einen nun wirklich nicht verwundern.“
Diese Skepsis schlägt sich auch in anderen Bereichen des MACH 3-Wirtschaftsindexes für das zweite
Jahresquartal 2009 nieder: Mit 112 Punkten ist das wirtschaftliche Klima in Schleswig-Holstein im Vergleich
zum vorherigen Quartal nochmals abgesackt (Wirtschaftsindex I/ 2009: 114 Punkte). Im Landesvergleich
herrscht bei den Kieler Unternehmen mit 121 Punkten noch die positivste Stimmung (WI I/ 2009: 136), ein
Aufschwung ist im Nord-Westen des Landes zu verzeichnen: Hier gibt es einen Anstieg von 109 auf 120
Punkte seit der letzten Erhebung. Nichtsdestotrotz bewertet ein Drittel (33%) der Unternehmen ihre gegenwärtige
Geschäftslage als „gut“, fast die Hälfte (47%) als neutral, 20 Prozent als schlecht. Ähnlich sieht auch
die Einschätzung für die Zukunft aus: 47 Prozent schätzen ihre künftige Lage als neutral ein, 32 Prozent als
gut und 21 Prozent als schlecht. Die Schaffung, beziehungsweise der Erhalt von Arbeitsplätzen hält sich auf
einem sehr stabilen Niveau: Gut dreiviertel (73%) der Unternehmen im Land wollen ihre Mitarbeiter halten,
16 Prozent wollen neue Stellen schaffen, elf Prozent der befragten Firmen planen einen Stellenabbau. Auch
die Kaufkraft der Haushalte wird sich nach Meinung der meisten Unternehmen (54%) im nächsten Quartal
nicht ändern, 41 Prozent sind hingegen pessimistisch, nur fünf Prozent erwarten eine Verbesserung.
Der MACH 3-Wirtschaftsindex wird einmal pro Quartal erhoben. Er wird von dem Radiovermarkter MACH 3 in Zusammenarbeit mit dem Marketing-
Club Schleswig-Holstein erstellt. Die repräsentative Erhebung richtet sich an Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes,
des Großhandels und des Einzelhandels. Die Befragung wird telefonisch von der unabhängigen ForschungsGruppe-Medien durchgeführt
und anonymisiert ausgewertet. Die regional aufgeschlüsselten Ergebnisse werden öffentlich u.a. on Air über die Sender R.SH, delta radio
und Radio NORA sowie off Air über die Homepage www.MACH3.de vorgestellt.

Quelle: MACH 3


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