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Schleswig-Holstein ist Gesundheitsland - auch wirtschaftlich

07. Juli 2009 (Kiel/HL/red.) Die Gesundheitswirtschaft ist die Boom-Branche in Schleswig-Holstein und wird auch in den kommenden Jahren ein kräftiger Beschäftigungsmotor bleiben. Das haben Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht und Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel heute in Kiel betont. "Während die Gesamtbeschäftigung zwischen 2003 und 2006 im Land um 1,7 Prozent zurückging, stieg die Zahl der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft insgesamt im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent", so Trauernicht.



Fotos (LReg): Gesundheitsministerin SH Dr. Gitta Trauernicht und Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr SH Dr. Jörn Biel

"Beim Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft ist Schleswig-Holstein bundesweit Spitzenreiter. Hier liegt der Anteil bei 18,4 Prozent, im Bundesschnitt bei 15 Prozent. Schleswig-Holstein ist damit das Bundesland, dessen Wirtschaft am meisten von der Gesundheit geprägt ist. Bis zum Jahr 2020 erwarten Experten in der Gesundheitswirtschaft je nach Modell zwischen 22.000 bis 28.500 zusätzliche Arbeitsplätze. Dies sind Ergebnisse einer Studie zur Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein, die das Institut für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen, im Auftrag des Gesundheitsministeriums für die Gesundheitsinitiative erarbeitet und die Ministerin Trauernicht heute im Kabinett vorgestellt hat.

Um die Branche weiter anzukurbeln, werden gesunde Geschäftsideen gesucht. Aus- und Neugründungen von Unternehmen stehen im Mittelpunkt des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft Schleswig-Holstein, den Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel, zugleich Schirmherr des Wettbewerbs, heute startete. Bis zum 23. September 2009 können sich Unternehmen, Hochschulen, Institute, Teams und andere, die eine gute Geschäftsidee in diesem Sektor auf den Markt bringen wollen, bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) bewerben. Neben Preisgeldern in Höhe von insgesamt 23.000 Euro für die drei besten Ideen haben alle eingereichten Vorschläge die Chance auf Unterstützung durch stille Beteiligungen im Rahmen des Seed- und StartUp-Fonds.

Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel sagte dazu: "Im Sektor der Gesundheitswirtschaft entstehen völlig neue Geschäftsfelder beispielsweise durch den verstärkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien und den konsequenten Ausbau von Breitbandanschlüssen im ländlichen Raum. Dank dieser Grundlagen kann die telemedizinische Versorgung verbessert werden." Detaillierte Informationen zum Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsministeriums und zum Seed- und StartUp- Fonds Schleswig-Holstein gibt es unter www.seedfonds-sh.de. Interessierte können sich wenden an die WTSH, Dirk Müller, Telefon 0431 66 66 6 - 849, mueller@wtsh.de .

Entscheidend für die weitere Entwicklung in der Gesundheitswirtschaft ist neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auch eine aktivierende Gesundheitspolitik. "Dazu zählen unter anderem Ausbildungsförderung, Weiterqualifizierungsmöglichkeiten und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Hierbei ist die 2001 gegründete Gesundheitsinitiative ein entscheidender Motor, in der Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Vereinen und Verbänden des Gesundheitsmarktes zusammenarbeiten", erläuterte Trauernicht. "Zu den Leitprojekten zählen unter anderem der Gesundheitstourismus, das Partikeltherapiezentrum am UK-SH in Kiel (NRoCK), das Netzwerk "Innovative Urologische Diagnostik" in Flensburg, das Netzwerk Brustgesundheit Schleswig-Holstein oder der Transfer-OP in Lübeck. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der ambulanten Versorgung in der Fläche. Zur nachhaltigen Sicherung und Optimierung wurde mit HELVER ein Arztentlastendes System eingeführt. Zudem sollen telemedizinische Lösungen praxisnah entwickelt werden und zum Einsatz kommen.

Ziel der Gesundheitsinitiative ist es, die zahlreichen Akteure der Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein zusammen zu bringen, Aktivitäten und Projekte zu initiieren und darüber zu informieren. Das Jahrbuch Gesundheitsland Schleswig-Holstein ist mit den Ausgaben 2007/2008 und 2008/2009 bislang zweimal erschienen. Regelmäßige Informationen enthält der Newsletter der Gesundheitsinitiative. Das Gesundheitsportal Schleswig-Holstein (www.gesundheit.schleswig-holstein.de) bietet Bürgerinnen und Bürgern Informationen über Themen rund um die Gesundheit und einen schnellen Zugang zu Informationen über vorhandene Gesundheitsangebote. Auf dem jährlich stattfindenden Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit präsentiert sich Schleswig-Holstein bereits seit 2006 erfolgreich als Gesundheitsland. Am 3. und 4. November 2009 veranstaltet das Gesundheitsministerium im Rahmen der Gesundheitsinitiative zudem in Kiel einen zweitägigen Kongress zum Thema "Vernetzte Gesundheit - Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung". Er soll zeigen, welch gute Erfahrungen und wegweisende Ideen es in Schleswig-Holstein und Deutschland gibt, die notwendigen politischen Rahmenbedingungen beleuchten und ein Forum für Vordenker bieten.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

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