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Lübecker Schüler zieht - im Planspiel - in den Bundestag ein

28. Juni 2009 (HL/red.) Jonas Einfeldt, Schüler der 11. Klasse der Thomas-Mann-Schule, trat im Juni sein Mandat im Deutschen Bundestag an. Seine wichtigste Aufgabe: Die Gesetzesvorlage für mehr direkte Demokratie auf den Weg bringen. Auf Einladung der Lübecker Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm (SPD) nahm der 17-jährige im Juni für vier Tage am Planspiel „Jugend und Parlament“ teil. Insgesamt 308 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus ganz Deutschland machten dabei im Bundestag Politik, mit allem was dazu gehört.

„’Jugend und Parlament’ ist eine tolle Chance für junge Leute, hautnah Einblicke in die Arbeit des Bundestages zu erhalten und ins politische Geschäft reinzuschnuppern“, erklärt Hiller-Ohm. „Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr so vielen engagierten Jugendlichen diese Möglichkeit geben konnten!“




Foto (Quelle): Gabriele Hiller-Ohm mit ihrem Gast Jonas Einfeldt

Das Planspiel ist seit 1981 ein fester Bestandteil der Jugendarbeit des Deutschen Bundestages. In den vier Tagen im Bundestag schlüpften die Nachwuchspolitikerinnen und -politiker per Los mit anderem Namen, neuer Biographie und oft neuer politischer Gesinnung in die Rollen fiktiver Abgeordneter. Der Thomas-Mann-Schüler Jonas Einfeldt wurde zum Abgeordneten Paul Bluhm der Konservativen Volkspartei KVP. „Das war natürlich schade. Wir hätten ihn gerne bei der Sozialdemokratie gesehen. Aber Los ist Los und es war ja nur für vier Tage!“, schmunzelt Hiller-Ohm.

Von Samstag bis Dienstag nahmen sich die jungen Abgeordneten auf Zeit vier Gesetzesvorlagen vor und brachten sie durch das komplette parlamentarische Verfahren, das für die richtigen Gesetze gilt. „Wir haben gut organisierte Fraktions- und Ausschusssitzungen in den originalen Räumlichkeiten abgehalten. Das waren spannende Debatten. Auch in der eigenen Fraktion hatten wir viel Redebedarf. Als Konservative haben wir uns nach langem Tauziehen für mehr direkte Demokratie durch Volksinitiativen eingesetzt, allerdings im begrenzten Rahmen“, berichtet Jonas Einfeldt. „In der Realität war die Kompromissbereitschaft der Union bei diesem Thema leider nicht so groß!“, ergänzt Hiller-Ohm.

Die jungen Parlamentarierinnen und Parlamentarier hatten am Dienstag ihren großen Auftritt im Plenarsaal des Bundestages. Die Sitzungsleitung übernahmen Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) und seine Kolleginnen und Kollegen. Mehr als 30 Jung-Abgeordnete traten ans Pult, um ihre Beschlüsse zu vertreten und für Mehrheiten zu werben. „Die Debatte wurde live im Internetportal des Bundestages übertragen. Viele haben schon wie die Profis geredet!“, so Hiller-Ohm.

Anschließend standen den Schülerinnen und Schülern die „echten“ Fraktionsvorsitzenden wie Dr. Peter Struck (SPD) Rede und Antwort. „Das waren vier aufregende Tage in Berlin“, so Jonas Einfeldt. „Es ist eine tolle Erfahrung, Politik auf diese direkte Art zu erleben. Wir haben alle schnell gemerkt, dass man als Abgeordnete oder Abgeordneter einen Full-Time-Job hat. Man muss immer gut vorbereitet in die Sitzungen gehen. Dafür müssen manchmal ganz schön viele und dicke Unterlagen gewälzt werden!“

Hiller-Ohm freut sich über das Engagement der Jugendlichen: „Ich finde es sehr wichtig, dass junge Menschen sich mit Politik auseinandersetzen. Wir wollen sie dafür begeistern, sich einzumischen und zu engagieren. Nur so schaffen wir es, die Demokratie lebendig zu halten. Die jungen Leute sind es, die unsere Zukunft gestalten werden!“

Quelle: Büro Gabriele Hiller-Ohm, MdB

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