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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2019

01. März 2019 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2019
• Aktuell: 85.100 Arbeitslose in Schleswig-Holstein; im Vergleich zum Februar des Vorjahres Rückgang um 10.000 oder 10,5 Prozent
• Abnahme auch im Vergleich zum Vormonat Januar um 1.600 oder 1,8 Prozent
• Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 1981
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt im Vergleich zum Vorjahr deutlich an: 21.900 zusätzliche Jobs
• Beitrag zur Fachkräftesicherung: Neues ‚Qualifizierungschancengesetz‘ ermöglicht noch stärkere Weiterbildungsförderung durch die Arbeitsagenturen
• „Unabhängig von der jeweiligen Betriebsgröße, von Ausbildung oder Lebensalter wird die Weiterbildungsförderung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geöffnet, die vom Strukturwandel betroffen und damit von technologiebedingter Arbeitslosigkeit bedroht sind.“ (Margit Haupt-Koopmann)
• Daten-Infos: Arbeitslosenquoten auf Stadt- und Kreisebene / Ausbildungsmarkt: Bewerber/innen und Ausbildungsplätze
Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Februar des Vorjahres - um 10.000 oder 10,5 Prozent auf 85.100 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,5 Prozent, im Februar 2018 lag sie bei 6,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Januar hat sich die Arbeitslosigkeit um 1.600 oder 1,8 Prozent reduziert.
„Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein ist bisher gut durch den - zugegeben - milden Winter gekommen. Nach dem gelungenen Start ins neue Jahr knüpft auch der Februar an die positive Entwicklung der vergangenen Monate an“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regional-direktion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (1. März 2019) in Kiel. Der Anstieg der Jugend-arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat Januar um 265 oder 3,3 Prozent sei nicht beun-ruhigend. „Hierbei handelt es sich um Jugendliche, die nach einer dreieinhalb- oder zweieinhalb-jährigen Ausbildung jetzt ihren Abschluss gemacht haben und - aus unterschiedlichsten Gründen - nicht übernommen wurden. Diese Gruppe ist erfahrungsgemäß nur kurzfristig arbeitslos, da zahl-reiche Betriebe die Chance nutzen, sich diese frisch ausgelernten Fachkräfte zu sichern.“
Ausführlich ging sie auf das am 1. Januar 2019 in Kraft getretene ‚Qualifizierungschancengesetz‘ ein. „Wir sind uns mit allen Arbeitsmarktpartnern in Schleswig-Holstein einig, dass die Fachkräfte-sicherung der Unternehmen und die Ausschöpfung aller Arbeitsmarktpotentiale zentrale Heraus-forderungen sind und auch bleiben werden. Um sie zu meistern“ - so Haupt-Koopmann weiter - „wird eine vorsorgende und befähigende Arbeitsmarktpolitik, die gleichzeitig in die Weiterbildung und Qualifikation von Arbeitslosen und von Beschäftigten investiert, zum Dreh- und Angelpunkt.“
„Genau an dieser Ausgangslage setzen die erweiterten Fördermöglichkeiten des neuen Gesetzes an. Sie erlauben es den Arbeitsagenturen, sehr viel stärker in die Weiterbildung von Beschäftigten zu investieren. Denn unabhängig von der jeweiligen Betriebsgröße, von Ausbildung oder Lebens-alter wird die Weiterbildungsförderung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geöffnet, die vom technologiebedingten oder in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind.“
„Da neue Technologien die Anforderungsprofile verändern werden, müssen immer mehr Beschäf-tigte ihre jeweiligen Qualifikationen anpassen und erweitern. Dabei werden wir die Betriebe und die Beschäftigten mit Hilfe des ‚Qualifizierungschancengesetzes‘ intensiv unterstützen“, sagte Haupt-Koopmann abschließend.
Den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden seit Ja-hresbeginn 11.800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 400 oder 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um Dezember-Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen: um 21.900 oder 2,3 Prozent auf 994.900. Besonders im Gesundheits- und Sozialbereich (+6.600), im verarbeitenden Gewerbe (+4.000), im Handel (+2.600), und im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (+2.100) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. In der Arbeitnehmerüberlassung (-1.800), im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (-1.600) sowie in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300) gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.
Info 1: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,1 Prozent
Höchste Quote: Dithmarschen und Nordfriesland mit 6,3 Prozent
kreisfreie Städte
Niedrigste Quote: Lübeck mit 7,6 Prozent
Höchste Quote: Neumünster mit 8,2 Prozent
Info 2: Ausbildungsmarkt
15.819 gemeldete Ausbildungsstellen / +376 oder 2,4 Prozent im Vergleich mit dem Februar 2018
12.283 gemeldete Bewerber/innen / +321 oder 2,7 Prozent im Vergleich mit dem Februar 2018.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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