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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein im Januar 2019

31. Januar 2019 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein Januar 2019:
• Aktuell: 86.700 Arbeitslose; Arbeitslosenquote liegt bei 5,6 Prozent
• Im Vorjahresvergleich deutlicher Rückgang um 9.500 oder 9,9 Prozent
• Zum ersten Mal seit 1992: Zahl der Arbeitslosen wieder unter 90.000 in einem Januar
• Saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat
Dezember um 7.600 oder 9,6 Prozent
• „Der im Januar jahreszeitlich typische Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Dezember hat zwei Ursachen: Die Auftragsrückgänge im Woh-nungs-, Straßen- und Gartenbau sorgen für eine überproportionale Zunahme der Männerarbeitslosigkeit, und das eingeschränkte Tourismusgeschäft be-wirkt wachsende Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen.“ (Margit Haupt-Koopmann)
• Erfreulich: Im Vorjahresvergleich deutlicher Rückgang bei allen Alters- und Personengruppen
• Kräftiges Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 21.800 zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich
• Kurz-Infos: Quoten auf Stadt- und Kreisebene, Daten zur Unterbeschäftigung
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar - im Vorjahresvergleich - um 9.500 oder 9,9 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,6 Prozent, im Januar 2018 lag sie bei 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Dezember ist die Zahl der Arbeitslosen um 7.600 oder 9,6 Prozent gestiegen. Sie liegt nun bei 86.700.
„Der jahreszeitlich typische Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar gegenüber dem Vormonat Dezember hat zwei Ursachen: Die Auftragsrückgänge im Wohnungs-, Straßen- und Garten-bau sorgen für eine überproportionale Zunahme der Männerarbeitslosigkeit, und das einge-schränkte Tourismusgeschäft bewirkt wachsende Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregi-onen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, heute in Kiel (31. Januar 2019). *
Trotz des saisonal üblichen Anstiegs zeige der Vergleich mit den Vorjahren die positive Ent-wicklung des Arbeitsmarktes in Schleswig-Holstein: „Mit aktuell 86.700 Arbeitslosen können wir zum ersten Mal in einem Januar seit 1992 wieder eine Arbeitslosenzahl von unter 90.000 melden. Besonders erfreulich ist, dass alle Personen und Altersgruppen von der stabilen Arbeitsmarktsituation profitiert haben und ihre jeweilige Arbeitslosenzahl im Vorjahresver-gleich zurückgegangen ist.“
*Männerarbeitslosigkeit: +10,6 %; Tourismusregionen: Ostholstein: +14,9 %; Nordfriesland: +14,5 %.
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„So ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vorjahresvergleich deutlich gesunken: um 4.900“, so Haupt-Koopmann. Doch sie unterstrich: „Speziell die Bekämpfung der strukturell verfestigen Langzeitarbeitslosigkeit ist für mich eine der größten Herausforderungen am Ar-beitsmarkt. Hier bietet das neue ‚Teilhabechancengesetz‘ die Möglichkeit, für besonders ar-beitsmarktferne Menschen Teilhabe- und Beschäftigungschancen zu eröffnen. Auf seiner Basis können wir - natürlich in enger Kooperation mit allen Arbeitsmarktpartnern und ausge-stattet mit einem langen Atem - auch für diejenigen Brücken in den ersten Arbeitsmarkt bauen, die eine besonders intensive und individuelle Betreuung benötigen. Hier werden wir speziell langzeitarbeitslose Eltern und Alleinerziehende ansprechen.“
Anschließend ging sie auf die aktuelle Zahl der Stellenmeldungen ein: „Im Januar wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 4.800 so-zialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, die Zahl ist fast identisch mit den Januar-Daten 2018 (-9/-0,2 Prozent).“
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es liegen die November-Daten vor - ist im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen: um 21.800 oder 2,2 Prozent auf 1.002.400. Be-schäftigungszuwächse konnten u.a. das Gesundheits- und Sozialwesen (+5.100), das ver-arbeitende Gewerbe (+3.900), der Handel (+3.100) sowie der Bereich öffentliche Verwal-tung/Sozialversicherungen (+2.000) verbuchen. Weniger Beschäftigte gab es im Vorjahres-vergleich in der Arbeitnehmerüberlassung (-1.700), im Bereich der freiberuflichen, techni-schen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (-600) und in der Finanz- und Versiche-rungswirtschaft (-300).
Mit Blick auf die kommenden Monate unterstrich Haupt-Koopmann. „Sollte es nicht zu einem starken und längeren Wintereinbruch kommen, gehe ich davon aus, dass wir im übernächs-ten Monat - bei der Bekanntgabe der März-Zahlen - von einem Abbau der Arbeitslosigkeit nicht nur gegenüber dem Vorjahr, sondern auch gegenüber dem Vormonat berichten kön-nen.“
Info 1: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten - Januar 2019
Kreise
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,2 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,4 Prozent
Städte
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 7,8 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 8,3 Prozent
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Info 2: Unterbeschäftigung
• Januar 2019: 119.000 / -10.500 oder -8,1 Prozent im Vergleich zum Januar 2018
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Per-sonen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches III gelten, weil sie an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus besitzen.

Herausgeber:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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