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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Jahreszeitlich bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

31. Januar 2019 (HL-Red-RB) Ausbildungsmesse am 20.02.2019 in Eutin bietet Informationen zu über 100 Ausbildungsberufen:
Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im Januar 2019 mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar jahreszeitlich üblich, weil Kündigungstermine und befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende ausgelaufen sind oder Außenberufe und Tourismusgeschäft eine Winterpause einlegen. Die Arbeitslosigkeit bleibt jedoch weiterhin unter dem Vorjahresniveau“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.


Markus Dusch

„Die Halbjahreszeugnisse möchte ich zum Anlass nehmen und junge Leute ermuntern, sich um ihre Bewerbungen zu kümmern. Uns wurden bereits mehr als 2.600 Ausbildungsstellen gemeldet. Wer noch nicht weiß, was er machen möchte, findet bei der Berufsberatung und auf unserer Ausbildungsmesse interessante Möglichkeiten. Am 20. Februar 2019 können in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin Kontakte zu Betrieben geknüpft und über 130 Berufe sowie fast 50 Studiengänge kennengelernt werden. Nutzen Sie die Möglichkeit, berufliche Perspektiven in unserer Region zu erkunden“, lädt Dusch ein.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 15.552 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 1.406 (9,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.050 (6,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent an (Vorjahr 7,7 Prozent). Im Januar 2019 wurden 971 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 3 oder 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 4.000 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 204 oder 4,9 Prozent weniger als im Januar 2018. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

Einen Anstieg zum Vormonat gab es insbesondere bei der Arbeitsagentur. Das liegt unter anderem daran, dass nach mehreren Saisonbeschäftigungen ein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I erworben werden konnte und nun die Betreuung durch die Arbeitsagentur erfolgt. 5.914 Frauen und Männer wurden im Rechtskreis SGB III durch die Agentur für Arbeit betreut, das sind 1.008 (20,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 310 (5,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 9.638 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 398 (4,3 Prozent) gegenüber Dezember 2018. Im Vergleich zum Januar 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 740 (7,1 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 20.763 Personen befanden sich im Januar 2019 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 1.739 Personen oder 7,7 Prozent zurückgegangen.


Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit in allen Regionen der Arbeitsagentur Lübeck an und ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.


In der Hansestadt Lübeck waren Ende Januar 2019 8.967 Arbeitslose gemeldet, 550 (6,5 Prozent) mehr als vor einem Monat und 711 (7,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat auf 7,8 Prozent (Vorjahr 8,5 Prozent). Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote.

2.610 Arbeitslose und damit 377 (16,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 88 (3,3 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende Januar 6.357 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 173 (2,8 Prozent) mehr als im Dezember 2018 und 623 (8,9 Prozent) weniger als im Januar 2018.


Im Kreis Ostholstein waren Ende Januar 2019 6.585 Arbeitslose gemeldet, das waren 856 (14,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 339 (4,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,8 Prozentpunkte zum Vormonat auf 6,3 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent).

3.304 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 631 (23,6 Prozent) mehr als im Dezember 2018 und 222 (6,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.281 Arbeitslose gemeldet, das waren 225 (7,4 Prozent) mehr als im Vormonat und 117 (3,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.


Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im Januar 2019 10.182 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 678 (7,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 792 (7,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent). Es meldeten sich 2.705 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 2.025 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 642 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im Januar 2019 2.918 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 389 (15,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 40 (1,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent). Es meldeten sich 820 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 431 Personen ihre Arlosigkeit beendeten. 180 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im Januar 2019 2.452 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 339 oder 16,0 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 218 oder 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent (Vorjahr 8,7 Prozent). Dabei meldeten sich 732 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 401 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 149 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Quelle inkl. Foto :
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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