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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Arbeitslosigkeit saisonbedingt gestiegen

30. November 2018 (HL-Red-RB) Werbung für mehr Inklusion in Betrieben - Telefonaktion am 05.12.2018 von 08.00 bis 12.00 Uhr.
Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat angestiegen und zum Vorjahr zurückgegangen. Das Saisonende lässt die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß in der Tourismusregion Ostholstein und hier insbesondere bei der Arbeitsagentur ansteigen. Dennoch bleibt die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt 1980.

„Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember möchte ich auf diese Personengruppe ein besonderes Augenmerk richten. Zurzeit sind im Agenturbezirk 776 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet während für mehr als 1.000 Pflichtplätze eine Ausgleichabgabe gezahlt wird. Menschen mit einer Einschränkung haben im Vergleich zu nicht behinderten Menschen größere Schwierigkeiten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei können sie - richtig eingesetzt – ein Gewinn für das Unternehmen sein und dazu beitragen, den Fachkräftebedarf zu decken. Sie sind motiviert und leistungswillig. Das können wir anhand eigener Beispiele nur bestätigen. In der Arbeitsagentur Lübeck haben wir eine Beschäftigungsquote von 11,0 Prozent. Damit liegen wir über der Quote privater (4,1 Prozent) und öffentlicher (8,4 Prozent) Arbeitgeber in unserem Bezirk“, erklärt Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck.



Markus Dusch


„Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter wirbt in der Woche vom 03. bis 07. Dezember verstärkt für mehr Inklusion. Nutzen Sie dieses Potenzial und lassen auch Sie sich zu den Möglichkeiten beraten. Am 05. Dezember von 08.00 bis 12.00 Uhr bieten wir eine Telefonaktion an. Als Experte steht Ihnen Carsten-Peter Hinz unter der Telefonnummer 0451 588-326 gerne zur Verfügung“, bietet Dusch an.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 13.622 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 598 (4,6 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.111 (7,5 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte und ging um 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 6,2 Prozent zurück. Im November 2018 wurden 873 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 17 oder 1,9 Prozent weniger im Vorjahr. Die Besetzung der Stellen wird schwieriger und dauert länger. Der Arbeitskräftebedarf passt nicht immer zu den Qualifikationen der gemeldeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Bei 4.186 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 41 oder 1,0 Prozent mehr als im November 2017.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.327, das sind 626 Personen (16,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 185 (4,1 Prozent) Personen weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,0 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 9.295 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 28 (0,3 Prozent) gegenüber Oktober 2018. Im Vergleich zum November 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 926 (9,1 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 4,2 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 19.112 Personen befanden sich im November 2018 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 1.808 Personen oder 8,6 Prozent gesunken.


Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen zurück. Im Vergleich zum Vormonat gab es einen ersten Saisonanstieg.


In der Hansestadt Lübeck waren Ende November 2018 8.434 Arbeitslose gemeldet, 36 (0,4 Prozent) mehr als vor einem Monat und 808 (8,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert zum Vormonat und ging um 0,9 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,3 Prozent zurück. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote.

2.178 Arbeitslose und damit 74 (3,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 80 (3,5 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende November 2018 6.256 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 38 (0,6 Prozent) weniger als im Oktober 2018 und 728 (10,4 Prozent) weniger als im November 2017.

Zurzeit sind in der Hansestadt 429 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet während für mehr als 700 Pflichtplätze eine Ausgleichabgabe gezahlt wird.


Im Kreis Ostholstein waren Ende November 2018 5.188 Arbeitslose gemeldet, ein Saisonanstieg zum Vormonat von 562 oder 12,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 303 (5,5 Prozent) Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte zum Vormonat und ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,0 Prozent zurück.

Einen Anstieg gab es insbesondere bei der Arbeitsagentur. Das liegt unter anderem daran, dass nach mehreren Saisonbeschäftigungen ein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I erworben werden konnte und nun die Betreuung durch die Arbeitsagentur erfolgt. 2.149 Arbeitslose waren bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III arbeitslos gemeldet, 552 (34,6 Prozent) mehr als im Oktober 2018 und 105 (4,7 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) wurden 3.039 Arbeitslose betreut, das waren 10 (0,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 198 (6,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Zurzeit sind im Kreis Ostholstein 347 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet während für rund 300 Pflichtplätze eine Ausgleichabgabe gezahlt wird.


Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im November 2018 9.501 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 71 (0,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 884 (8,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent). Es meldeten sich 2.609 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 2.549 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 623 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im November 2018 2.362 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 113 (5,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat an und ging um 146 (5,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent). Es meldeten sich 587 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 475 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 139 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im November 2018 1.759 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg saisonbedingt um 414 oder 30,8 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 81 oder 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,6 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent). Dabei meldeten sich 718 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 311 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 111 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.


Quelle inkl. Foto:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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