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Agentur für Arbeit Lübeck

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Herbstbelebung führt zu deutlichem Rückgang der Arbeitslosigkeit

28. September 2018 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im September 2018 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat und im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie zuletzt in einem Septembermonat 1981.
„Wie in den Vorjahren ging die Arbeitslosigkeit im September weiter zurück. Davon konnten insbesondere Jüngere unter 25 Jahren profitieren. Wer sich nach Abschluss der Ausbildung im Sommer arbeitslos melden muss, kann meist nach zwei bis drei Monaten wieder eine Beschäftigung aufnehmen. Aber auch bei einer Betrachtung der letzten fünf Jahre gehören Jüngere zu den Gewinnern auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Arbeitslosenquote lag im September 2014 noch bei 7,4 Prozent und beträgt nun 5,6 Prozent. Der Arbeitsmarkt für Ältere gestaltet sich dagegen schwieriger. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt in den letzten Jahren. Jeder Dritte Arbeitslose ist in unserem Agenturbezirk älter als 50. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Auch vor dem Hintergrund der Fachkräfteengpässe kann ich Unternehmen nur empfehlen, von der Qualifikation, Lebens- und Berufserfahrung dieser Altersgruppe zu profitieren“, wirbt Kathleen Wieczorek, Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 13.065 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 696 (5,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 1.540 (10,5 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 5,9 Prozent zurück. Im September 2018 wurden 778 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 77 oder 9,0 Prozent weniger im Vorjahr. Bei 4.395 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 113 oder 2,6 Prozent mehr als im September 2017. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3.700, das sind 382 (9,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 195 (5,0 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 1,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 9.365 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 314 (3,2 Prozent) gegenüber August 2018. Im Vergleich zum September 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.345 (12,6 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 18.520 Personen befanden sich im September 2018 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 1.815 Personen oder 8,9 Prozent gesunken.


Arbeitsmarkt Regional

Die Arbeitslosigkeit ging in allen Regionen des Agenturbezirkes im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr zurück.


In der Hansestadt Lübeck waren Ende September 2018 8.450 Arbeitslose gemeldet, 460 (5,2 Prozent) weniger als vor einem Monat und 1.167 (12,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. In der Hansestadt waren 2.552 Frauen und Männer beziehungsweise 30,2 Prozent älter als 50 Jahre. Vor fünf Jahren lag ihr Anteil an allen Arbeitslosen bei 27,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,3 Prozent zurück. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote.

2.144 Arbeitslose und damit 196 (8,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 95 (4,2 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende September 2018 6.306 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 264 (4,0 Prozent) weniger als im August 2018 und 1.072 (14,5 Prozent) weniger als im September 2017.


Im Kreis Ostholstein waren Ende September 2018 4.615 Arbeitslose gemeldet, ein Rückgang von 236 oder 4,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 373 (7,5 Prozent) Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Das Risiko Älterer arbeitslos zu werden, ist zwar geringer, aber wenn sie arbeitslos sind, haben sie es nach wie vor schwerer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Im Kreis Ostholstein waren 1.827 Frauen und Männer beziehungsweise 39,6 Prozent älter als 50 Jahre. Vor fünf Jahren lag ihr Anteil an allen Arbeitslosen bei 36,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 4,4 Prozent zurück.

1.556 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 186 (10,7 Prozent) weniger als im August 2018 und 100 (6,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.059 Arbeitslose gemeldet, das waren 50 (1,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 273 (8,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.


Im Südbezirk (Geschäftsstelle Hauptagentur Lübeck und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 2018 9.498 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 557 (5,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 1.236 (11,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent (Vorjahr 7,6 Prozent). Es meldeten sich 2.302 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 2.862 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 593 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Mittelbezirk (Geschäftsstelle Eutin und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 2018 2.275 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 98 (4,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 148 (6,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent (Vorjahr 5,5 Prozent). Es meldeten sich 451 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 548 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 100 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Nordbezirk (Geschäftsstelle Oldenburg und Umgebung) der Agentur für Arbeit Lübeck waren im September 2018 1.292 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 41 oder 3,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 156 oder 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Dabei meldeten sich 334 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 379 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 85 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.


Ausbildungsmarkt

„Nach wie vor positiv sind die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt. Aktuelle Daten liegen uns zurzeit nicht vor, weil die Jahresbilanzen zum Ausbildungsmarkt für eine bundesweite Veröffentlichung vorbereitet werden. Dennoch gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Anlagenmechaniker/in oder Elektroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Friseur/in sowie in weiteren interessanten Berufen gute Chancen für dieses Jahr“, erklärt Wieczorek. „Es liegen auch bereits zahlreiche Stellen für das nächste Jahr vor. Warten Sie als Schulabgängerin und Schulabgänger 2019 nicht zu lange. Kümmern Sie sich jetzt schon um einen Berufsberatungstermin und Ihre Ausbildung. Auch wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie einen weiterführenden Schulabschluss machen möchten, hilft Ihnen die Berufsberatung dabei, den für Sie passenden Weg zu finden“, rät sie.


Termine können unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 00 oder online unter www.arbeitsagentur.de/eservices > Berufsberatung vereinbart werden.

Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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