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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juni 2018

29. Juni 2018 (HL-Red-RB) Aktueller Stand: 81.600 Arbeitslose in Schleswig-Holstein
• Deutlicher Rückgang im Vergleich zum Juni des Vorjahres: -7.900 oder -8,9 Prozent
• Niedrigster Juni-Wert seit 26 Jahren
• Positive Halbjahresbilanz: „Ich kann für das erste Halbjahr 2018 eine insgesamt po-sitive Bilanz ziehen. Der deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen, die kontinuier-lich hohe Arbeitskräftenachfrage und der stetige Zuwachs an sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigungsverhältnissen dokumentieren die robuste und stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes in Schleswig-Holstein.“ (Margit Haupt-Koopmann)
• Rückgang der Arbeitslosigkeit: Alle Alters- und Personengruppen profitieren im Vormonats- und Vorjahresvergleich
• 20.000 zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich: Plus von 2,1 Prozent bei der sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigung
• Ausblick auf die kommenden Sommermonate
• Ausbildungsende: Gute Gelegenheit, engagierte Fachkräfte zu gewinnen
• Info: TOP TEN der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni - im Vergleich zum Vormonat Mai - um 2.300 oder 2,7 Pro-zent - auf 81.600 gefallen. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit um 7.900 oder 8,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,2 Prozent, der Vorjahreswert betrug 5,8 Prozent.
„Ich kann für das erste Halbjahr 2018 eine insgesamt positive Bilanz ziehen. Der deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen, die kontinuierlich hohe Arbeitskräftenachfrage und der stetige Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen dokumentieren die robuste und stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes in Schleswig-Holstein“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (29.06.2018). „Erfreulich ist, dass alle Alters- und Personengruppen im Juni von der insgesamt guten Arbeitsmarktlage profitiert haben und ihre jeweilige Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat Mai und zum Vorjahresmonat zurückgegangen ist. So ist - um ein Beispiel zu nennen - die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 1.200 oder 6,2 Prozent gegenüber dem Juni des Vorjahres gesunken.“
Die Personalnachfrage lag im Juni leicht über dem Niveau des Vormonats Mai (+208) und des Vorjahresmonats (+225). Insgesamt 6.000 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Juni gemeldet. Speziell im verarbeitenden Gewerbe, im Handel, im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Bau- und Gastgewerbe werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.
Auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - es liegen aktuell die April-Daten vor(!) - verlaufe mit einem Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus-gesprochen positiv, so Haupt-Koopmann. „20.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs sind im Vergleich zum Vorjahreswert entstanden. Waren im Vergleichsmonat des letzten Jahres noch 959.000 Menschen in Schleswig-Holstein sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so sind es nun 979.000.“
Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (+3.600), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+2.100) sowie im Handel (+1.800) und im Baugewerbe (+1.700) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Allein in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-600) wurde Beschäftigung abgebaut.
Mit Blick auf die kommenden Monate unterstrich Haupt-Koopmann, dass sie im Juli und August von einem leichten, saisonal üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich ausgehe. „Für den Monat September erwarte ich dann die typische ‚Herbstbelebung‘. Sie wird erfahrungsge-mäß - bei allen Unabwägbarkeiten - zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Arbeits-losenzahlen führen, nicht nur im Vergleich mit dem Vormonat August, sondern auch im Vorjahres-vergleich.“
Zum Abschluss erinnerte Haupt-Koopmann daran, dass aktuell viele Jugendliche ihre Ausbildung beenden. „Die schriftlichen Prüfungen sind abgeschlossen, aktuell laufen die mündlichen. Damit endet für viele Auszubildende die Lehrzeit. Obwohl die meisten Betriebe ihre Auszubildenden übernehmen, ist das - aus unterschiedlichen Gründen - nicht überall möglich. Hier sehe ich für andere Betriebe eine besonders gute Gelegenheit, engagierte Fachkräfte zu gewinnen. Deshalb möchte ich an die Personalverantwortlichen appellieren: Nutzen Sie diese Chance und melden Sie sich bei unserem regionalen Arbeitgeberservice-Team.“
Info 1: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,0 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 5,9 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 7,5 Prozent
• Höchste Quote: Flensburg und Neumünster mit 8,3 Prozent
Info 2: Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein
Juni-Daten
• aktuell unbesetzte Ausbildungsplätze: 8.570 / +1.086 oder +14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 6.693 / -823 oder -10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
TOP TEN der freien Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein im Juni
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 726
• Verkäufer/-in: 593
• Koch/Köchin: 302
• Elektroniker/-in - Energie-/Gebäudetechnik: 270
• Anlagenmechaniker/-in: Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik: 262
• Fachverkäufer/-in: Bäckerei: 259
• Fachverkäufer/-in: Fleischerei: 232
• Handelsfachwirt/in: 221
• Kaufmann/-frau für Büromanagement: 216
• Hotelfachmann/-frau: 215

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
Kiel
www.arbeitsagentur.de

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