Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Europa will Robbenprodukte verbieten

06. Mai 2009 (HL-red.) Hiller-Ohm: Wichtiger Schritt für den Robbenschutz: Das Europäische Parlament hat gestern mit 550 von 640 Stimmen in erster Lesung ein Handelsverbot für Robbenprodukte beschlossen. Der Verordnungsentwurf verbietet die Ein- und Ausfuhr von Robbenerzeugnissen. Eine eng begrenzte Ausnahme gibt es lediglich für Produkte, die aus der traditionellen Jagd indigener Völker wie der Inuit stammen.

„Ich freue mich über den klaren Beschluss der Europäischen Kolleginnen und Kollegen“, erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD). „Produkte von qualvoll getöteten Robben dürfen nicht in den Handel kommen. Die EU-Verordnung schließt alle Robbenarten ein. Dafür hatte sich die deutsche Delegation stark gemacht. Damit ist endlich ein Ende des Imports von Robbenprodukten in Sichtweite!“

Hiller-Ohm, die seit langem ein Ende der kommerziellen Robbenjagd fordert, hielt jetzt anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Rotes Eis“ im Lübecker Museum für Natur und Umwelt ein Grußwort: „Die Jagdmethoden sind oft grausam, wie wir in Kanada sehen. Nicht selten benutzen die Jäger Knüppel, stumpfe Metallstangen oder Bootshaken, um das Fell der Jungrobben weniger zu beschädigen. Etliche Robben sind sogar noch bei Bewusstsein, wenn ihnen das Fell abgezogen wird. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Das Gemetzel auf den polaren Eisfeldern wie in Kanada muss endlich aufhören!“

Auf nationaler Ebene haben SPD und CDU/CSU bereits einen Gesetzesentwurf über das Verbot der Einfuhr, Verarbeitung und Inverkehrbringen von Robbenerzeugnissen vorgelegt. „Klar ist aber: Ein EU-weites Handelsverbot ist noch wichtiger“, so Hiller-Ohm, in der letzten Wahlperiode zuständige SPD-Abgeordnete für den Tierschutz. „Wenn sich ganz Europa gegen die Robbenjagd wendet und Robbenprodukte verbietet, stehen dahinter 27 Volkswirtschaften mit einer halben Milliarde Konsumenten. Das würde eine äußerst spürbare Wirkung entfalten!“

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich seit Jahren gemeinsam mit den anderen Fraktionen und den Tierschutzverbänden für ein Handelsverbot ein. „Wir sind froh, dass dieses Engagement erfolgreich ist“, so Hiller-Ohm. „Ich fordere nun den Ministerrat in Brüssel auf, der Entscheidung des Parlaments eins zu eins zu folgen!“

Quelle: Gabriele Hiller-Ohm, MdB

Impressum