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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Mai 2018

30. Mai 2018 (HL-Red-RB) Aktueller Stand: 83.900 Arbeitslose in Schleswig-Holstein
• Rückgang im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 6.000 oder 6,7 Prozent
• Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Mai seit 1992
• Auch gegenüber dem Vormonat April sinkt die Arbeitslosigkeit deutlich: -3.600 oder -4,1 Prozent
• „Stabiles Hoch am Arbeitsmarkt! Die insgesamt robuste wirtschaftliche Lage zeigt sich nicht nur im kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit, auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen.“(Margit Haupt-Koopmann)
• Ausbildungsmarkt in Bewegung: Noch zahlreiche Einstiegschancen im Einzelhandel und im Handwerk
• Kurz-Infos: Quoten der Kreise und Städte, TOP TEN der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze, Medienangebote für Schülerinnen und Schüler
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai - im Vergleich zum Vormonat April - um 3.600 oder 4,1 Pro-zent - auf 83.900 gefallen. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit um 6.000 oder 6,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,4 Prozent, der Vorjahreswert betrug 5,9 Prozent.
„Stabiles Hoch am Arbeitsmarkt! Die insgesamt robuste wirtschaftliche Lage zeigt sich nicht nur im kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein, auch die Zahl der sozialversiche-rungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ist im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (30.05.2018).
Im Vorjahresvergleich profitieren alle Altersgruppen vom Rückgang der Arbeitslosenzahl. Weit überdurchschnittlich sank sie bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25. Im Vergleich zum Mai 2017 reduzierte sich ihre Zahl um 1.050 oder 11,6 Prozent auf 7.900.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Schleswig-Holstein - es liegen ak-tuell die März-Daten vor(!) - im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Waren im Vergleichs-monat des letzten Jahres noch 953.800 Menschen in Schleswig-Holstein sozialversiche-rungspflichtig beschäftigt, so sind es aktuell 973.600: ein Anstieg um 19.800 oder 2,1 Prozent. Speziell im verarbeitenden Gewerbe (+3.700), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+1.900) sowie im Handel (+1.800) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Nur in der Finanz- und Ver-sicherungswirtschaft (-600) wurde Beschäftigung abgebaut.
Die Personalnachfrage liegt aktuell auf dem Niveau des Vormonats April (-88) und des Vorjahresmonats(-35). Insgesamt 5.800 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden den gemein-samen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Mai gemeldet.
Abschließend ging Haupt-Koopmann auf die Lage am Ausbildungsmarkt ein. Sie unterstrich: „Die vorliegenden Mai-Zahlen für Schleswig-Holstein zeigen, dass wenige Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bestehen. Aktuell kommen auf 9.600 freie Ausbildungsplätze 7.600 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber. Betonen möchte ich jedoch: Das ist nur eine landesweite Momentaufnahme.“ Es gebe nicht nur regionale und bran-chenbezogene Besonderheiten, sondern - so Haupt-Koopmann - am Ausbildungsmarkt sei generell noch vieles in Bewegung. „Gerade deshalb möchte ich an die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen appellieren, die kommenden Wochen zu nutzen und sich nicht auf einen Wunschberuf zu fixieren. Besonders das Handwerk und der Einzelhandel bieten noch zahlreiche und interessante Einstiegschancen. Ich kann daher nur empfehlen, so schnell wie möglich bei der Berufsberatung der regionalen Arbeitsagentur einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren*, die Berufsinformationszentren(BiZ) ‚vor Ort‘ zu besuchen und unsere zahlreichen digitalen Medienangebote** zu nutzen. Sie alle widmen sich umfassend dem Thema ‚Berufswahl und Ausbildung‘.“
Darüber hinaus warb sie bei den Arbeitgebern für die Unterstützungs- und Förderangebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter. „Lassen Sie keinen Ausbildungsplatz unbesetzt! Nutzen Sie - neben der Einstiegsqualifizierung (EQ) oder unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) - auch das Instrument der ‚assistierten Ausbildung‘. Damit wollen wir gerade kleinere Betriebe motivieren, benachteiligten Jugendlichen eine betriebliche Ausbildungschance zu geben und sich so eine künftige Fachkraft zu sichern. Wenden Sie sich bei Fragen zu diesen Angeboten an die ge-meinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Dort werden Sie kom-petent beraten.“***
Kurz-Info 1: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,1 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,1 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 7,7 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 8,5 Prozent
Kurz-Info 2: Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein
Mai-Daten:
• aktuell unbesetzte Ausbildungsplätze: 9.575 / + 1.309 oder +15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 7.564 Bewerber/-innen / - 803 oder – 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
Noch freie Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein: Mai 2018
• TOP TEN
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 809
• Verkäufer/-in: 652
• Koch/Köchin: 319
• Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik: 302
• Anlagenmechaniker/-in: Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik: 292
• Fachverkäufer/in - Bäckerei: 265
• Kaufmann/-frau für Büromanagement: 247
• Hotelfachmann/-frau: 239
• Fachverkäufer/in - Bäckerei: 233
• Handelsfachwirt/in (Ausbildung): 219
*Jugendlichen bietet die gebührenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.
**Info: Digitale Medienangebote der Bundesagentur für Arbeit zum
Thema ‚Berufswahl und Ausbildung‘
• www.planet-beruf.de
• www.berufe.tv
• www.berufenet.arbeitsagentur.de
• www.entdecker.biz-medien.de
• www.abi.de
• www.arbeitsagentur.de/schule-ausbildung-studium
• www.dasbringtmichweiter.de
• www.jobboerse.arbeitsagentur.de
***Bei Fragen zur ‚assistierten Ausbildung‘, den sogenannten ‚ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)‘, der ‚Einstiegsqualifizierung (EQ)‘ oder auch zum Programm ‚Zukunftsstarter‘ können Per-sonalverantwortliche die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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