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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: April 2018

27. April 2018 (HL-Red-RB) • Aktuell: 87.500 Arbeitslose; im Vergleich zum Vormonat März ein Minus von 4.200 • Quote liegt bei 5,7 Prozent • Gegenüber dem April des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 5.100 • Zum ersten Mal seit 25 Jahren: Arbeitslosenzahl in einem April wieder unter 90.000 • "Aufgrund der anhaltenden Frühjahrsbelebung setzt sich auch im April die positive Arbeitsmarktentwicklung fort. Insbesondere in den touristisch geprägten Kreisen Nordfriesland (-16,3 Prozent) und Ostholstein (-15,3 Prozent) ist ihre Zahl im Vergleich zum Vormonat März deutlich zurückgegangen.“(Margit Haupt-Koopmann) • Saisonal typisch: Arbeitslose Männer profitieren überdurchschnittlich • Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst im Vergleich zum Vorjahr deutlich: 20.200 zusätzliche Jobs • Infos: Quoten der Kreise und Städte, Ausbildungsmarktdaten und TOP TEN der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze.

Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Vormonat März - um 4.200 oder 4,6 Prozent auf 87.500 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,7 Prozent, im April 2017 lag sie bei 6,1 Prozent. Im Vergleich zum April des Vorjahres hat sich die Arbeitslosigkeit um 5.100 oder 5,5 Prozent reduziert.
"Aufgrund der anhaltenden Frühjahrsbelebung setzt sich auch im April die positive Arbeitsmarkt-entwicklung fort. Insbesondere in den touristisch geprägten Kreisen Nordfriesland (-16,3 Prozent) und Ostholstein (-15,3 Prozent) ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat März deutlich zurückgegangen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (27. April 2018). „Auch die Zahl der arbeitslosen Männer ist im April überdurchschnittlich gesunken - um 2.800 oder 5,5 Prozent. Der kräftige Rückgang gegen-über dem Vormonat März ist saisontypisch, da speziell in den Baubetrieben und in den sogenannten ‚grünen Berufen‘ neue Mitarbeiter eingestellt wurden.“
Im Vormonatsvergleich konnten alle Alters- und Personengruppen von der insgesamt guten Arbeits-marktlage in Schleswig-Holstein profitieren. „Ob unter 25 oder über 55, ob langzeitarbeitslos, mit gesundheitlichem Handicap oder Ausländer - gegenüber dem Vormonat März ging bei allen Gruppen die Arbeitslosigkeit zurück.“
Den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden seit Jahresbeginn 24.200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, das sind 1.900 oder 7,4 Pro-zent weniger als im Vergleichszeitraum 2017. Haupt-Koopmann betonte: „Wichtig ist mir: Die Personalnachfrage bewegt sich auf dem hohen Niveau der Jahre 2015 und 2016.“ Ein Vergleich mit 2017 sei wenig aussagekräftig, da es sich in den ersten Monaten des Jahres 2017 um eine Sondersituation gehandelt habe. „Die ungewöhnlich hohe Arbeitskräftenachfrage war damals dem sogenannten ‚Flüchtlingseffekt‘ geschuldet.“
Aktuell werden insbesondere im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.“
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Februar-Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen: um 20.200 oder 2,1 Prozent auf 967.300. Speziell im verarbeitenden Gewerbe (+3.800) und im Gesundheits- und Sozialbereich (+3.100), im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+2.200), im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (+1.900) sowie im Handel und im Gastgewerbe (+jeweils 1.800) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Nur im Bereich der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-600) gingen Arbeitsplätze verloren.
Abschließend ging Haupt-Koopmann auf die Situation am Ausbildungsmarkt ein und ermutigte die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. „Nutzt die kommenden Wochen! Konzentriert Euch nicht auf einen Wunschberuf! Es gibt attraktive Alternativen! Vereinbart mit der Berufsberatung ‚vor Ort‘ ein individuelles Beratungsgespräch. Die vorliegenden Ausbildungsmarkt-Daten zeigen, dass sich für motivierte und flexible Bewerberinnen und Bewerber noch zahlreiche Einstiegschancen in allen Branchen bieten.“ Die Personalverantwortlichen ermunterte sie, auch Bewerbern eine Chance zu geben, die dem gewünschten Anforderungsprofil nicht auf den ersten Blick entsprechen. „Ich kann mich nur wiederholen: Erkundigen Sie sich bei Ihrem regionalen Arbeitgeberservice über un-sere vielfältigen Unterstützungsangebote: von der assistierten Ausbildung (AsA) und der Einstiegs-qualifizierung (EQ) bis hin zu unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und dem Programm ‚Zukunftsstarter gesucht‘.“
Infos
Info 1: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,3 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,8 Prozent
kreisfreie Städte
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,1 Prozent
• Höchste Quote: Flensburg mit 8,8 Prozent
Info 2: Ausbildungsmarkt - April-Daten
• aktuell unbesetzt Ausbildungsplätze: 10.342 / +1.431 oder +16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 8.157 Bewerber/-innen / -871 oder -9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 851
• Verkäufer/-in: 668
• Koch/Köchin: 338
• Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik: 325
• Anlagenmechaniker/-in für Sanitär- /Heizungs- und Klimatechnik: 312
• Kaufmann/-frau für Büromanagement: 280
• Hotelfachmann/-frau: 256
• Fachverkäufer/-in - Bäckerei: 237
• Fachverkäufer/-in - Fleischerei: 237
• Fachkraft für Lagerlogistik: 236.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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