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Agentur für Arbeit Lübeck

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Auf dem Baggersand: Abschluss des Workshopverfahrens

01. April 2018 (HL-Red-RB) Wie mitgeteilt wurde, sind die ersten Planungen für die Neubebauung „Auf dem Baggersand“ eendet. Mit dem Abschluss des kooperativen Workshopverfahrens haben sich nun alle Beteiligten auf ein gemeinsames Gestaltungs- und Freiraumkonzept verständigt.
Das neue Wohnquartier wird von einer „gestalterischen Klammer“ zusammengehalten, die die Wünsche und Anforderungen der vier Bauherren sowie der Hansestadt Lübeck berücksichtigt.
Unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali, Mitglied des Welterbe- und Gestaltungsbeirats der Hansestadt Lübeck, wurden unter dem Motto „Vielfalt in der Einheit, Einheit in der Vielfalt“ und unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bebauungsplans die Entwürfe der vier beauftragten Architektenteams für die vier Baufelder aufeinander abgestimmt.
Ziel des Workshopverfahrens war es, eine durchgängig hohe Qualität der Planung auf der städtebaulichen sowie gebäude- und freiraumplanerischen Ebene sicherzustellen. Hierbei galt es verschiedene Themen aufeinander abzustimmen und in Einklang zu bringen, zum Beispiel die Verteilung und Ausbildung einzelner Gebäudekubaturen, der Umgang mit der Dachlandschaft und der geplanten Baumasse sowie die Verknüpfung der Gebäude mit dem Freiraum.
Im nächsten Schritt wurde ein Regelwerk für die Gestaltung der Gebäude definiert. Festgelegt wurden unter Anderem neben Oberflächen, Materialität und Farbgebung der Fassaden auch die Ausführungen der Balkonbrüstungen und Hauseingänge sowie der Fensterrahmen und Paneelen. Trotz übergeordneter Formensprache wurde eine indi-viduelle Gestaltungsfreiheit für die Bauherren erzielt.
An dem, seit Oktober 2017 aufwendig geführten Workshopverfahren, waren neben Prof. Zvonko Turkali und Akteuren der Stadtplanung die vier Bauherren Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft eG, Grundstücks-Gesellschaft TRAVE mbH, Lübecker Bauverein eG und Vereinigte Baugenossenschaft Lübeck eG und deren beauftragte Architekturbüros sowie der gemeinsam beauftragte Freiraumplaner beteiligt.
Im Jahr 2017 haben die vier Lübecker Wohnungsbaugesellschaften den Parkplatz Baggersand von der Hansestadt Lübeck erworben. Die Bauherren planen hier ab dem dritten Quartal 2019 den Bau von rund 250 Mietwohnungen, davon werden mindestens 15 Prozent öffentlich gefördert.
Der zielführende Prozess sowie die angenehme und konstruktive Arbeitsatmosphäre wurden von allen Beteiligten gelobt. Nun bleibt gespannt die Umsetzung des Vorhabens abzuwarten, welches den Lückenschluss zwischen Altstadtbebauung und den Werftbe-trieben in Richtung Skandinavienkai schließt.
Hintergründe zur städtebaulichen Neuordnung:
Nachdem der Bereich zwischen Altstadt und Skandinavienkai entlang der Trave land-seitig lange Zeit hauptsächlich von der Hafen- und Schifffahrtsbranche genutzt wurde, sind seit Anfang der 2000er Jahre ein Entwicklungsprozess und eine Umstrukturierung hin zu einer Nutzung mit touristischem Hafen- und Freizeitgewerbe zu beobachten. Westlich angrenzend an den Priwall-Fährvorplatz entstanden nach und nach insbeson-dere gastronomische Einrichtungen aber auch erste neue Wohnungen.
Im westlichen Anschluss befinden sich jedoch noch untergenutzte Flächen sowie Ge-werbebrachen mit großvolumigen, leerstehenden Hallen; städtebaulich ungeordnete Be-reiche ohne standortadäquate Nutzung. Und auch der nördlich angrenzende Großpark-platz Baggersand weist ein großes Potenzial für die Stadtentwicklung Travemündes auf. Mit dem „Stadtteilentwicklungskonzept Travemünde 2025“, dem „Masterplan Fischerei-hafen Travemünde“ und dem daraus abgeleiteten Bebauungsplan wurden die Voraussetzungen für eine Umnutzung des Bereichs bis hin zur Böbs-Werft geschaffen.
Während im Bereich des Fischereihafens künftig touristische und freizeitbezogene Nut-zungen, Wohnen, Ferienwohnen, gemischte, gastronomische, gewerbliche und dienst-leistungsbezogene Nutzungen miteinander verknüpft werden, steht im Bereich Bagger-sand die Entwicklung als Wohnquartier mit unterschiedlichen Wohnformen im Vorder-grund der städtebaulichen Neuordnung.

Quelle:

Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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