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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: März 2018

29. März 2018 (HL-Red-RB) Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im März fort
 Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem März seit 1992
 Aktuell: 91.700 Arbeitslose; im Vergleich zum Vormonat Februar ein Minus von 3.500 oder 3,6 Prozent
 Gegenüber dem März des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 5.300
 „Trotz der ungewöhnlich kalten Temperaturen hat die nun einsetzende Frühjahrs-belebung für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich gesorgt. Erfreulich ist, dass alle Alters- und Personengruppen von der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage profitiert haben und ihre jeweiligen Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat Februar zurückgegangen sind.“(Margit Haupt-Koopmann)
 Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst im Vergleich zum Vorjahr deutlich: 19.800 zusätzliche Jobs
 Aktuelle Situation im Ausbildungsmarkt - eine erste Zwischenbilanz
 Kurz-Infos: Ausländerarbeitslosigkeit, Alo-Quoten der Städte und Kreise, TOP TEN der gemeldeten Ausbildungsplätze
Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Vormonat Februar um 3.500 oder 3,6 Prozent auf 91.700 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,0 Prozent, im März 2017 lag sie bei 6,4 Prozent. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat sich die Arbeitslosigkeit um 5.300 oder 5,4 Prozent reduziert.
„Trotz der ungewöhnlich kalten Temperaturen hat die im März einsetzende Frühjahrsbelebung für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich gesorgt. Erfreulich ist, dass alle Alters- und Personengruppen von der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage profitiert haben und ihre jeweilige Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat Februar zurückgegangen ist“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bun-desagentur für Arbeit, heute (29. März 2018) in Kiel. „Wie stabil diese positive Entwicklung ist, zeigt ein weiterer Indikator: Wir können nun schon seit dreieinhalb Jahren infolge einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat melden.“
Im 1. Quartal 2018 wurden den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 18.300 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Damit bewegt sich die Nachfrage auf dem hohen Niveau der Jahre 2015 und 2016. „Ein Vergleich mit 2017 (-1.600)“ - so Haupt-Koopmann - „ist wenig aussagekräftig, da es sich Anfang 2017 um eine Sondersituation handelte. Die außergewöhnlich hohe Personalnachfrage war damals dem sogenannten ‚Flüchtlingseffekt‘ ge-schuldet.“
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Januar-Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen: um 19.800 oder 2,1 Prozent auf 965.000. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (+3.400), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaft-lichen und technischen Dienstleistungen (+3.000), im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.900) sowie im Handel (+1.900) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Allein im Bereich der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-700) gingen Arbeitsplätze verloren.
Die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein: „Wir setzen auf die Kompromissbereitschaft der Betriebe und der jungen Menschen“
Abschließend ging Haupt-Koopmann auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. „Im März ziehen wir traditionell eine erste Zwischenbilanz. Die vorliegenden Daten zeigen, dass noch vieles in Bewegung ist und für motivierte und flexible Schulabsolventinnen und -absolventen gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bestehen.“ Aktuell kommen auf 8.400 noch unversorgte Bewerber 10.800 freie Ausbildungsplätze. „Es gibt noch offene Stellen in allen Branchen.“ Sie betonte, dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses eine zentrale Herausforderung für alle Arbeitsmarktpart-ner in Schleswig-Holstein sei und bleibe. „Wir setzen auf die Kompromissbereitschaft der Betriebe und der jungen Menschen. Einerseits brauchen die von mir schon häufig erwähnten ‚Jugendlichen mit Ecken und Kanten‘ eine Chance. Andererseits muss auch den jungen Menschen bewusst sein: Durch berufliche Flexibilität und regionale Mobilität eröffnen sie sich weitere interessante Einstiegs-chancen.“
Kurz-Infos
Info 1: Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 19.000 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 200 mehr als im März des Vorjahres. Der gesamte Anstieg lässt sich auf den Zuwachs aus den TOP 8 der Asylherkunftsländer - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien – zurückführen.
Info 2: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
 Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,3 Prozent
 Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,3 Prozent
kreisfreie Städte
 Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,4 Prozent
 Höchste Quote: Flensburg mit 9,1 Prozent
Info 3: Ausbildungsmarkt
März-Daten
 aktuell unbesetzt Ausbildungsplätze: 10.848 / + 1.308 oder + 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
 aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 8.361 Bewerber/-innen / - 957 oder – 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
TOP-TEN der gemeldeten Ausbildungsplätze:
 Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 861
 Verkäufer/-in: 676
 Koch/Köchin: 345
 Elektrotechniker/-in - Energie- und Gebäudetechnik: 343
 Anlagemechaniker/-in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 328
 Kaufmann/-frau für Büromanagement: 315
 Kaufmann/-frau Groß- und Außenhandel: 277
 Hotelfachmann/-frau: 264
 Fachkraft Lagerlogistik: 251
 Fachverkäufer/in - Bäckerei: 243.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
Kiel
www.arbeitsagentur.de

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