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Stark vorhandenes Potenzial selbstbewusster ausspielen

08. Februar 2018 (HL-Red-RB) Mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Norddeutschland befasste sich die Vollversammlung der IHK zu Lübeck in ihrer Sitzung unter dem Vorsitz von Präses Friederike C. Kühn. Grundlage ist eine von der IHK Nord entwickelte Initiative Norddeutschland. Der Zusammenschluss von zwölf IHKs in den Küstenbundesländern möchte eine Diskussion über die Zukunft des Nordens initiieren und mit einer gemeinsamen Perspektive eine länderübergreifende Aufbruchsstimmung erzeugen. „Dahinter steht die Erkenntnis, dass es der Norden bislang noch nicht geschafft hat, sein enormes Potenzial stark und selbstbewusst vollständig auszuspielen. In wirtschaftlicher Hinsicht besteht weiterhin ein sogenanntes Süd-Nord-Gefälle“, sagte Präses Kühn.

Die Initiative „Zukunft Norddeutschland“ besteht aus mehreren Bausteinen: Analyse des Wirtschaftsstandorts Norddeutschland, weltweite Trends und Erfolgsfaktoren von Zukunftsregionen, Leitprojekte für ein erfolgreiches Norddeutschland 2040 sowie Entwicklungen und Zukunftsprojekte in den norddeutschen Schlüsselbranchen Außenwirtschaft, Energie- und Industriepolitik, Ernährungswirtschaft, Maritime Wirtschaft und Tourismus. „Die Agenda 2040 für die Zukunft Norddeutschlands bleibt nach der Fertigstellung das Arbeitsprogramm der IHK Nord. Wir werden die dort aufgelisteten Empfehlungen und Forderungen gemeinsam weiterverfolgen und in Leitprojekten bearbeiten“, kündigte Kühn an.

Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg in den Schlüsselbranchen sind starke Häfen an Nord- und Ostsee. Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung betrachten die Entwicklung des Lübecker Hafens nach Meldungen über steigende Umschlagszahlen und Investitionen der Reeder mit Optimismus. „Wir müssen verstärkt auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen und damit der Infrastruktur drängen, um die Wettbewerbsposition des Lübecker Hafens zu sichern und auszubauen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning. Die IHK will den Lübecker Hafen aktiv unterstützen. Dabei gehe es um nautische Bedingungen wie Wassertiefen oder Schiffswendekreise, die an die Schiffsgrößenentwicklung in der Ostsee anzupassen sind. In den konkurrierenden Häfen seien entsprechende Überlegungen bereits weiter gediehen, so Schöning.

Eine Aufwertung des Standortes erwartet die Vollversammlung auch durch die Initiative „Mein Unternehmen Zukunft“, mit der die IHK das Image des Unternehmertums nachhaltig verbessern und talentierte Fachkräfte zur Gründung oder Übernahme eines Unternehmens motivieren will. Mit ihrer neuen öffentlichkeitswirksamen Kampagne auf der Website www.Mein-Unternehmen-Zukunft.de habe die IHK einen weiteren Meilenstein gesetzt, sagte Präses Kühn. Viele Unternehmer hätten sich darum beworben, an der Aktion „Gestern - Heute“ teilzunehmen, die Unternehmen auf einem aktuellen Foto und einem Bild aus der Jugend zeigt. In Videoclips erzählen die Teilnehmer, wie sie Unternehmer geworden sind.

Ein Teil der Initiative ist das Chefpraktikum. Mitglieder der Vollversammlung hatten die Idee, um Schülern die Möglichkeit zu geben, aus erster Hand zu erfahren, wie es ist, Unternehmer zu sein, welche Aufgaben auf einen Chef zukommen und wie es ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Anna Sophia Rath absolviert ein zweiwöchiges Praktikum bei Jan Drescher, Geschäftsführer der Heinr. Hünicke GmbH & Co.KG in Lübeck. Da Drescher Mitglied der IHK-Vollversammlung ist, nahm auch Anna Sophia an der Sitzung teil. „Es ist mein bisher bestes Praktikum“, sagte die Schülerin. „Ich nehme intensiv am Arbeitsleben teil. So eine Chance gibt es selten.“ Präses Kühn rief die Unternehmer dazu auf, Schüler auf den Chefsesseln Platz nehmen zu lassen. Die Zusammenarbeit führe auch dazu, dass die Chefs ihr eigenes Handeln und ihre Entscheidungen hinterfragen.

Schüler und Wirtschaft finden auch beim Festival Classical Beat zusammen. Ziel des Projektes ist es, klassische Musik und moderne Clubkultur zu verbinden. Initiator Hans-Wilhelm Hagen hatte daher die Idee, Unternehmen, die Auszubildende suchen, und Schüler auf eine besondere Art miteinander bekannt zu machen. Die jungen Leute gehen in die Betriebe und nehmen mit ihren Smartphones typische Geräusche auf, die zum Beispiel in der Produktion entstehen. In Workshops mit Profis lernen die Jugendlichen, wie aus den Geräuschen Beats entstehen, erläuterten Hagen und der künstlerische Leiter des Festivals, Professor Bernd Ruf, in der Sitzung der Vollversammlung.

An der Aktion beteiligen sich Schüler aus Lübeck, dem Kreis Ostholstein, Hamburg und auch dem dänischen NykØbing. Ihre Beats sind im Zuge des Festivals am Freitag, 25. Mai 2018, in Schuppen 6 in Lübeck zu hören. Der Projektverantwortliche Michael Knarr präsentierte den Mitgliedern der Vollversammlung exklusiv die ersten Rhythmen, die Profis und Schüler digital aus den Geräuschen erstellt haben. Weitere Informationen zum Projekt und zum Festival Classic Beat Festival von Dienstag, 22., bis Sonntag, 27. Mai 2018, gibt es im Internet: www.classicalbeat.de.

Quelle:
IHK zu Lübeck
www.ihk-schleswig-holstein.de

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