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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Januar 2018

31. Januar 2018 (HL-Red-RB) Die Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nord übermittelte den Arbeitsmarktbericht Schleswig-Holstein Januar 2018:
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 Aktuell: 96.200 Arbeitslose; Rückgang um 4.100 im Vergleich zum Januar des Vorjahres
 Unter 100.000: Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Januar seit 1992
 Saisonal übliche Zunahme gegenüber dem Vormonat Dezember: + 6.700
 „Guter Start ins neue Jahr! Auch wenn wir den saisonal typischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen des Landes sowie im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau verzeichnen, so fällt der Zuwachs gegenüber dem Vormonat Dezember deutlich geringer aus als in den Vorjahren.“ (Margit Haupt-Koopmann)
 Kräftiges Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 22.200 zusätzliche Jobs
 Kurz-Infos: Ausländerarbeitslosigkeit, Quoten auf Stadt- und Kreisebene, Unterbeschäftigung
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar - im Vergleich zum Vormonat Dezember - um 6.700 oder 7,5 Prozent auf 96.200 gestiegen. Das ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Ja-nuar seit 1992. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sank die Arbeitslosenzahl um 4.100 oder 4,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,3 Prozent, ihr Vorjahreswert betrug 6,6 Prozent.
„Guter Start ins neue Jahr! Auch wenn wir den saisonal typischen Anstieg der Arbeitslosen-zahlen in den Tourismusregionen des Landes sowie im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau verzeichnen, so fällt der Zuwachs gegenüber dem Vormonat Dezember deutlich geringer aus als in den Vorjahren“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, heute (31. Januar 2018) in Kiel. „Nicht nur der vergleichsweise milde Winter und das positive Konsumklima sind hierfür verantwortlich, sondern auch die stabile konjunkturelle Lage und eine Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau“, so Haupt-Koopmann weiter. „Sie kompensieren zum Teil die saisonal bedingten Auftragsrückgänge und auslaufenden Ar-beitsverträge zum Jahresende.“
So wurden den Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter im Januar insgesamt 4.800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, nur 190 weniger als im Januar des Vorjahres.
Ausgesprochen positiv verlaufe auch weiterhin die Entwicklung der sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigung. Ihre Zahl ist - es liegen die November-Daten vor - im Vorjahres-vergleich um 22.200 oder 2,3 Prozent auf 980.700 gestiegen. Beschäftigungszuwächse
konnten u.a. der Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (+3.700), das verarbeitende Gewerbe (+3.400), das Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), der Handel (+1.700) sowie das Gastgewerbe (+1.700) verbuchen. Weniger Be-schäftigte gab es im Vorjahresvergleich nur im Bereich der Versicherungs- und Finanz-wirtschaft (-400).
Mit Blick auf die kommenden Monate unterstrich Haupt-Koopmann, dass sie im übernächs-ten Monat - bei der Bekanntgabe der März-Zahlen - von einem Abbau der Arbeitslosigkeit nicht nur gegenüber dem Vorjahr, sondern auch gegenüber dem Vormonat ausgehe.
Abschließend ging sie auf das Thema ‚Ausbildung‘ ein: „Ich begrüße es, dass viele Betriebe zunehmend Abiturienten oder Studienabbrecher für eine duale Ausbildung gewinnen möch-ten. Speziell für diese beiden Gruppen ist es wichtig, dass sie frühzeitig - auch über inte-ressante Angebote - die Vorteile und die Karrierechancen kennen lernen, die sich durch eine betriebliche Ausbildung eröffnen. Deshalb möchte ich an die Arbeitgeber appellieren: Melden Sie uns noch weitere attraktive Ausbildungsplatzangebote, um junge Menschen mit Potential für sich zu gewinnen.“*
*Unter der kostenlosen Service-Hotline für Arbeitgeber können Personalverantwortliche ihre Ausbildungsplatzan-gebote melden und - wenn gewünscht - einen individuellen Beratungstermin vereinbaren: 0800 4 5555 20.
Info 1: Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 19.700 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 1.000 mehr als im Januar des Vorjahres. Der gesamte Anstieg lässt sich auf den Zuwachs aus den ‚Top 8‘ der Asylherkunfts-länder - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - zurückführen.
Info 2: Aktuelle Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten - Januar 2018
Kreise
 Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,5 Prozent
 Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,7 Prozent
kreisfreie Städte
 Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,5 Prozent
 Höchste Quote: Flensburg mit 9,3 Prozent
Info 3: Unterbeschäftigung
 Januar 2018: 129.524 / -5.390 oder -4,0 Prozent im Vergleich zum Januar 2017
In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Perso-nen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches III gelten, weil sie an ei-ner Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder einen arbeitsmarktbedingten Sonder-status besitzen.

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