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Agentur für Arbeit Lübeck

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Lübecker SPD trauert um Charlotte Harnack

20. November 2017 (HL-Red-RB) Charlotte Harnack, langjähriges Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Stadtpäsidentin der Lübecker Bürgerschaft, ist verstorben. Dazu erklären der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Thomas Rother und der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Jan Lindenau:
(")Mit Charlotte Harnack verlieren wir, verliert die Hansestadt Lübeck einen Menschen, der die politische Arbeit, das öffentlichen Leben in dieser Stadt seit den 50ziger Jahren des letzten Jahrhunderts mitgestaltet und geprägt hat wie kaum ein anderer. Charlotte Harnack hat sich verdient gemacht um Ihre Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger. Viele, nicht nur der politischen Persönlichkeiten aus der SPD, sowie der gesellschaftlichen Persönlichkeiten unserer Stadt sind groß geworden in der Zeit Ihres politischen Handels, direkt an der Seite von Charlotte Harnack. Ihre Persönlichkeit, ihr späteres politisches Handeln war insbesondere geprägt von Ihren persönlichen Erlebnissen als Tochter einer jüdischen Mutter in den Zeiten des nationalsozialistischen Regimes.

Charlotte Harnack war in ihrer Person, in ihrer ganz persönlichen Art geprägt von hohem sozialem Engagement, hohem Respekt gegenüber Andersdenkenden soweit diese auf dem Fundament demokratischer Grundrechte aufbauten, von Hartnäckigkeit in dem was sie tat, offen für Jeden der sie um Hilfe bat. Dies alles gepaart mit einem ihr ganz eigenen und von allen respektierten Humor. Charlotte Harnack trat am 1. Juli 1947 unter den Eindruck der gerade zu Ende gegangen nationalsozialistischen Willkürherrschaft in die SPD ein, hat durch ihre 70 jährige Mitgliedschaft, die SPD Lübecks ebenso nachhaltig mitgestaltet, wie sie dies durch ihre 33jährige Mitgliedschaft in der Lübecker Bürgerschaft getan hat. Wie kaum jemand anderes hat sie die Nachkriegsgeschichte der Lübecker Bürgerschaft geprägt.

All´ das was Charlotte Harnack in ihrer politischen Arbeit für unsere Stadt mit ihrer Mitarbeit in den so unzähligen Fachausschüssen, Beiräten und Aufsichtsräten geleistet hat, verdient Respekt und unser aller Hochachtung. Eine besondere Rolle nahm dabei ihre Arbeit in dem Ausschuss für Kriegsopferfürsorge, bzw. Ausschuss für Sozial-und Wohnungswesen und Kriegsopferfürsorge ein. Ihre eigene Geschichte, ihre Erfahrungen aus ihrer Jugend und als junge Frau haben in ihr ein Verantwortungsbewusstsein geschaffen, dass wir trotz allen gesellschaftlichen Wandels, nicht jene vergessen, die weiter nachhaltig unter den Folgen der Willkür und des Terrors leiden. Auszeichnungen wie die Verleihung der Freiherr-von Stein-Gedenkmedaille 1977 und die Verleihung des Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland 1992 sind Ausdruck dafür, dass Charlotte Harnack 20.11.2017 in ihrem Tun und Handeln politische und gesellschaftliche Brücken zu bauen in der Lage war, die wir heute , in unserem gesellschaftlichen und politischen Leben oftmals vermissen.

Charlotte Harnack war eine Persönlichkeit die eine große Lücke hinterlässt. In der Politik, auf gesellschaftlicher Ebene der Stadt. Wir alle werden Charlotte Harnack vermissen, denn die Lücke die sie hinterlässt, wird nicht geschlossen werden können. Dies sollte uns aber nicht wehmütig machen, Charlotte Harnack würde dies selbst nicht wollen. Ein kleines Lächeln, mit dem Gedanken an ihren so typischen Humor, das wäre es was Charlotte Harnack freuen würde.

Die SPD-Lübeck trauert um ihr langjähriges, sie so entscheidend die Partei und Bürgerschaftsfraktion mitprägendes Mitglied Charlotte Harnack. Unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt ihrer Familie.(")

Quelle:
SPD Lübeck/HL-live
Foto: R.Bartsch

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