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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt

29. September 2017 (HL-Red-RB) 09.10.2017 Informationsveranstaltung und Ausstellungseröffnung „Minijob? Da geht noch mehr!
Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr zurückgegangen.
„Wie in den Vorjahren ging die Arbeitslosigkeit im September weiter zurück. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen bleibt auf einem hohen Niveau. Der Zeitraum bis zur Besetzung einer Stelle verlängert sich in den letzten Jahren und beträgt im Durchschnitt 80 Tage. In einigen Berufen liegt er sogar bei bis zu 140 Tagen, weil die passenden Fachkräfte fehlen“, erklärt Markus Dusch, Chef der Agentur für Arbeit Lübeck. „Unternehmen müssen zunehmend über alternative Formen der Personalrekrutierung nachdenken. Eine Möglichkeit liegt in der Erhöhung von Arbeitszeitanteilen bei Teilzeitbeschäftigten oder Minijobbenden. Meist denken Personalverantwortliche nicht daran, dass sie die passenden Arbeitskräfte im Betrieb haben und diese bereits die Abläufe im Unternehmen kennen. Insbesondere bei Minijobs möchten wir dafür werben, diese in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln. Am 09. Oktober um 17 Uhr laden wir gemeinsam mit dem Jobcenter, dem DGB und dem Lübecker Frauenbüro zu einer Informationsveranstaltung ein. Nach einer Diskussionsrunde werden Beratungsgespräche angeboten und die Ausstellung „Minijob? Da geht noch mehr“ eröffnet. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten“, lädt Dusch Minijobbende ein.


Markus Dusch

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 14.605 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 551 (3,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 1.89 (1,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat und um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 6,7 Prozent zurück. Im September 2017 wurden 855 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 135 oder 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch bleibt die Arbeitskräftenachfrage hoch. Ende des Monats wurden für 4.282 Stellen noch Arbeitskräfte gesucht, 406 oder 10,5 Prozent mehr als im September 2016. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe oder in der Arbeitnehmerüberlassung bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.



Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3.895, das sind 345 (8,1 Prozent) weniger als im Vormonat und 227 (6,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 1,8 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch die Jobcenter) gab es 10.710 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 206 (1,9 Prozent) gegenüber August 2017 und von 416 (3,7 Prozent) gegenüber September 2016. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.



Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 20.365 Personenbefanden sich im September 2017 in der Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 427 Personen oder 2,1 Prozent gesunken.



Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirkes zurück. Im Vergleich zum Vormonat gab es lediglich in der Dienststelle Oldenburg einen ersten Saisonanstieg.



In der Hansestadt Lübeck waren Ende September 2017 9.617 Arbeitslose gemeldet, 281 (2,8 Prozent) weniger als vor einem Monat und 50 (0,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Hier spielen Meldungen geflüchteter Menschen nach einem Integrations- und Sprachkurs eine gewisse Rolle. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,5 Prozent zurück. Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt weiterhin die niedrigste Quote.

2.239 Arbeitslose und damit 204 (8,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 297 (15,3 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende September 2017 7.378 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 77 (1,0 Prozent) weniger als im August 2017 und 247 (3,2 Prozent) weniger als im September 2016.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.



Im Kreis Ostholstein ist die Arbeitslosigkeit erstmals seit 24 Jahren unter die Grenze von 5.000 gefallen. Ende September 2017 waren 4.988 Arbeitslose gemeldet, ein Rückgang zum Vormonat um 270 oder 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 239 (4,6 Prozent) Arbeitnehmern weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat und Vorjahr auf 4,8 Prozent zurück.

1.656 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 141 (7,8 Prozent) weniger als im August 2017 und 70 (4,1 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.332 Arbeitslose gemeldet, das waren 129 (3,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 169 (4,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im September 2017 1.655 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 165 (9,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 99 (5,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 6,8 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent). Es meldeten sich 285 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 440 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 59 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von August 2017 auf September 2017 um 13 (2,0 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 32 (47 Prozent) auf 649 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent). Dabei meldeten sich 159 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 175 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im September 83 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im September 2017 1.243 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 15 oder 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und ging um 39 oder 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent (Vorjahr 5,1 Prozent). Dabei meldeten sich 285 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 269 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 79 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von August 2017 auf September 2017 um 44 (6,7 Prozent) auf 615 Personen zurückgegangen. Das waren 41 (6,3 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent). Dabei meldeten sich 134 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 176 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im September 67 neue Stellen.


Ausbildungsmarkt

„Nach wie vor positiv sind die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt. Aktuelle Daten liegen uns zurzeit nicht vor, weil die Jahresbilanzen zum Ausbildungsmarkt für eine bundesweite Veröffentlichung vorbereitet werden. Dennoch gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Anlagenmechaniker/in oder Elektroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk, Kaufmann/-frau im Einzelhandel sowie in weiteren interessanten Berufen gute Chancen für dieses Jahr. Es liegen auch bereits zahlreiche Stellen für das nächste Jahr vor. Schulabgänger 2018 sollten nicht zu lange warten und sich mit der Berufsberatung in Verbindung setzten“, ergänzt Dusch.

Quelle inkl. Foto:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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