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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: August 2017

31. August 2017 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: August 2017:
• Aktuell: 93.900 Arbeitslose in Schleswig-Holstein; Quote liegt bei 6,1 Prozent
• Im Vergleich zum August des Vorjahres leichter Rückgang um 430 oder 0,5 Prozent
• Gegenüber dem Vormonat Juli Anstieg um 2.900 oder 3,2 Prozent
• "Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat Juli kommt für uns aus drei Gründen nicht überraschend: 1. Die Betriebe stellen üblicherweise erst nach den Sommerferien neues Personal ein. 2. Auch im August haben sich noch -
wie im Vormonat - junge Fachkräfte arbeitslos gemeldet, die nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht übernommen wurden. 3. Weitere Schutzsuchende, die
ihre Integrations- und Sprachkurse beendet haben, suchen nun eine Beschäftigung
und haben sich in den Jobcentern gemeldet.“(Thomas Letixerant)
• Personalnachfrage auf Vorjahresniveau: Seit Jahresbeginn wurden den
gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 50.200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet
• Deutliches Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 26.500 zusätzliche Jobs
• Info: TOP Ten der freien Ausbildungsplätze
Die Zahl der Arbeitslosen ist im August - im Vergleich zum Vorjahresmonat - um 430 oder 0,5
Prozent - auf 93.900 gefallen. Im Vergleich zum Vormonat Juli steigt sie um 2.900 oder 3,2 Prozent
an. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,1 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 6,2 Prozent.
"Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat Juli kommt für uns aus drei Gründen
nicht überraschend: 1. Die Betriebe stellen üblicherweise erst nach den Sommerferien neues Personal ein. 2. Auch im August haben sich noch - wie im Vormonat - junge Fachkräfte arbeitslos gemeldet, die nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht übernommen wurden. 3. Weitere Geflüchtete,
die ihre Integrations- und Sprachkurse beendet haben, suchen nun eine Beschäftigung
und haben sich in den Jobcentern gemeldet“, sagte Thomas Letixerant, stellvertretender Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (31. August 2017).
„Festhalten möchte ich: Mit dem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich
setzt sich die insgesamt robuste und stabile Entwicklung seit Anfang des Jahres fort. Darüber hinaus
wird sich die beschriebene Einstellungspraxis positiv auf die kommenden September-Daten
auswirken. Ich gehe davon aus, dass wir im nächsten Monat - im Rahmen der typischen ‚Herbstbelebung‘
- wieder einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen melden können.“
Die Arbeitskräftenachfrage ist weiterhin ungebrochen und bewegt sich auf dem hohen Niveau des Vorjahres. So wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter seit Jahresbeginn 50.200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Bau- und Gastgewerbe werden Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gesucht. Letixerant betonte in diesem Zusammenhang, dass aktuell noch junge Fachkräfte
zur Verfügung stehen, die - aus unterschiedlichen Gründen - nach ihrem Ausbildungsabschluss nicht übernommen werden konnten. „Diese gute Gelegenheit, engagierte junge Fachkräfte zu gewinnen, sollten die Betriebe nutzen.“
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es liegen die Juni-Daten vor (!) - ist im Vergleich zum Vorjahr weiter deutlich gestiegen. Waren im Vergleichsmonat des letzten
Jahres noch 939.200 Menschen in Schleswig-Holstein sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so
sind es aktuell 965.700: ein Anstieg um 26.500 oder 2,8 Prozent. Besonders im Gesundheits- und
Sozialwesen (+4.800), im Handel (+3.500) und im verarbeitenden Gewerbe (+3.400) sind
zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Nur im Bereich der der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300) wurde Beschäftigung abgebaut.
Zum Abschluss ging Letixerant auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. „Auch jetzt - nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres - ist es noch möglich, Ausbildungsverträge abzuschließen. Deshalb empfehle ich den Jugendlichen, die aktuell noch einen Ausbildungsplatz suchen: Meldet Euch bei der Berufsberatung für einen Beratungstermin. Nutzt die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet unter wwww.arbeitsagentur.de und - das ist mir besonders wichtig -
besucht die regionalen Ausbildungsplatzbörsen, die wir in den nächsten Wochen gemeinsam mit den Kammern im Rahmen der so genannten ‚Nachvermittlung‘ veranstalten.“ An die Arbeitgeber appellierte er: „Lassen Sie keinen Ausbildungsplatz unbesetzt. Geben Sie auch vermeintlich schwächeren oder etwas älteren Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance. Nutzen Sie - neben der Einstiegsqualifizierung (EQ), unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und
der ‚assistierten Ausbildung‘ (AsA) - auch unser Programm ‚Zukunftsstarter‘ für über 25-jährige,
um sich so künftige Fachkräfte zu sichern. Mit diesen Unterstützungsangeboten wollen wir gerade kleine und mittlere Betriebe motivieren, junge Menschen mit ‚Ecken und Kanten‘ auszubilden. Die gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter informieren Sie detailliert über diese Angebote. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.“*
Aktuell sind noch 4.500 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet. Ihnen stehen 4.400 unversorgte
junge Menschen gegenüber.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
Kiel
www.arbeitsagentur.de

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