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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Juli 2017

01. August 2017 (HL-Red-RB)  Aktueller Stand: 90.900 Arbeitslose in Schleswig-Holstein
 Rückgang im Vergleich zum Juli des Vorjahres: -1.500 oder -1,6 Prozent
 Niedrigster Juli-Wert seit 25 Jahren
 Jahreszeitlich typischer Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat
Juni: + 1.400
 „Für diesen Anstieg gibt es mehrere Gründe: Einerseits steigt die Zahl der Arbeitslosen durch quartalsbedingte Kündigungen, andererseits werden in vielen
Branchen Einstellungen bis nach den Sommerferien aufgeschoben. Entscheidend
für den aktuellen Zuwachs ist jedoch, dass sich im Juli viele junge Menschen -
nach Abschluss der Berufsausbildung - vorübergehend arbeitslos melden. Der
größte Teil dieser jungen Frauen und Männer ist im Herbst nicht mehr
arbeitslos.“(Margit Haupt-Koopmann)
 Zahl der Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung rückläufig: Betriebe halten ihr
Personal: - 1.500
 Deutliches Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 25.700
zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich:
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli - im Vergleich zum Vormonat Juni - um 1.400 oder 1,5 Prozent - auf 90.900 gestiegen. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sank die Arbeitslosigkeit um 1.500 oder 1,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,9 Prozent, der Vorjahreswert betrug
6,1 Prozent.
„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat Juni ist im Juli - auch wenn er in diesem Jahr mit einem Plus von 1.400 niedriger ausfällt als in den vergangenen Jahren -
jahreszeitlich typisch“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (01. August 2017). „Für diesen Anstieg gibt es mehrere Gründe: Einerseits steigt die Zahl der Arbeitslosen durch quartalsbedingte Kündigungen, andererseits werden in vielen Branchen Einstellungen bis nach den Sommerferien aufgeschoben. Entscheidend für den aktuellen Zuwachs ist jedoch, dass sich im Juli viele junge Menschen - nach Abschluss der Berufsausbildung - für kurze Zeit arbeitslos melden. Dadurch kommt es bei den unter 25-
jährigen im Vormonatsvergleich zu einem deutlichen Plus.“ „Der größte Teil dieser jungen Frauen und Männer ist im Herbst nicht mehr arbeitslos. Dies gilt speziell für die frisch ausgelernten Fachkräfte, die von ihren Ausbildungsbetrieben aus unterschiedlichen Gründen nicht übernommen werden konnten. Der überproportionale Anstieg in dieser Altersgruppe - um 1.700 oder 18,4 Prozent im Vormonatsvergleich - ist daher nur vorübergehend und kein Grund zur Besorgnis.“
Die insgesamt positive Entwicklung zeige der Vorjahresvergleich. „Für eine fundierte Einordnung
und Bewertung der Arbeitsmarktentwicklung im Lande ist der Vorjahresvergleich entscheidend“, unterstrich Haupt-Koopmann. Betrachte man diese Daten für Schleswig-Holstein, so sei nicht nur der Rückgang der Arbeitslosenzahl um 1.500, sondern auch die weiterhin positive Beschäftigungsentwicklung
bemerkenswert. „25.700 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs sind im Vergleich zum Vorjahr - es liegen die Mai-Daten vor - entstanden. Waren im Vergleichsmonat des letzten Jahres noch 938.100 Menschen in Schleswig-Holstein sozialversicherungspflichtig
beschäftigt, so sind es nun 963.800.“ Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.600), im Handel (+3.400) und im verarbeitenden Gewerbe (+2.800) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Allein in der Finanz- und
Versicherungswirtschaft (-400) wurde Beschäftigung abgebaut.
„Optimistisch stimmt mich darüber hinaus“, so Haupt-Koopmann, „dass die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Juli) rückläufig ist. Insgesamt meldeten sich 1.500 oder 2,9 Prozent weniger Frauen und Männer arbeitslos. Angesichts der stabilen konjunkturellen Lage und des sich verschärfenden
Wettbewerbs um Fachkräfte halten die Betrieb ihr Personal.“
Haupt-Koppmann unterstrich abschließend, dass sich die Arbeitskräftenachfrage seit Jahresbeginn auf einem kontinuierlich hohen Niveau bewege. „Von Januar bis Juli wurden unseren Arbeitgeberserviceteams
44.300 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet: Ein Plus von 400 gegenüber dem bereits sehr hohen Niveau des Vorjahres. Speziell im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im Handel, im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Tourismusgeschäft und im Baugewerbe werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.“
Info 1: Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 18.700 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 3.300 mehr als im Juli des Vorjahres. Der Zuwachs ist auf die TOP 8 der Asylherkunftsländer - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - zurückzuführen. Info2: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
 Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,3 Prozent
 Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,5 Prozent
Arbeitslosigkeit in den Städten
 Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,4 Prozent
 Höchste Quote: Neumünster mit 9,4 Prozent


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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