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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: April 2017

03. Mai 2017 (HL-Red-RB) Aktuell: 92.600 Arbeitslose; im Vergleich zum Vormonat März ein Minus von 4.400 oder 4,5 Prozent
• Gegenüber dem April des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 4.100
• "Aufgrund der anhaltenden Frühjahrsbelebung setzt sich auch im April die positive
Arbeitsmarktentwicklung fort. Mit 92.600 Arbeitslosen können wir die niedrigste
Arbeitslosenzahl in einem April seit 1993 melden. Insbesondere in den touristisch
geprägten Kreisen Nordfriesland (-16,4 Prozent) und Ostholstein (-16,1 Prozent) ist
die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat März deutlich zurückgegangen.“
(Margit Haupt-Koopmann)
• Arbeitskräftenachfrage weiterhin auf hohem Niveau
• Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst im Vergleich zum Vorjahr
deutlich: 26.000 zusätzliche Jobs
• Info: TOP TEN der aktuell unbesetzten Ausbildungsplätze
Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Vormonat März - um 4.400 oder 4,5 Prozent auf
92.600 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,1 Prozent, im April 2016 lag sie bei 6,4
Prozent. Im Vergleich zum April des Vorjahres hat sich die Arbeitslosigkeit um 4.100 oder 4,2 Prozent
reduziert.
"Aufgrund der anhaltenden Frühjahrsbelebung setzt sich auch im April die positive Arbeitsmarktentwicklung
fort. Mit 92.600 Arbeitslosen können wir die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem April
seit 1993 melden. Insbesondere in den touristisch geprägten Kreisen Nordfriesland (-16,4 Prozent)
und Ostholstein (-16,1 Prozent) ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat März
deutlich zurückgegangen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der
Bundesagentur für Arbeit, heute in Kiel (03. Mai 2017). „Auch die Zahl der arbeitslosen Männer ist
im April überdurchschnittlich gesunken - um 2.900 oder 5,3 Prozent. Das kräftige Minus gegenüber
dem Vormonat März ist saisontypisch, da speziell in den Baubetrieben und in den sogenannten
‚grünen Berufen‘ neue Mitarbeiter eingestellt wurden.“
Im Vormonats- und im Vorjahresvergleich konnten - bis auf die Gruppe der arbeitslosen Ausländer
- alle Alters- und Personengruppen von der insgesamt guten Arbeitsmarktlage in Schleswig-Holstein
profitieren. „Ob unter 25 oder über 55, ob langzeitarbeitslos oder mit gesundheitlichem Handicap -
gegenüber dem Vormonat März und dem April des Vorjahres ging bei allen Gruppen die
Arbeitslosigkeit zurück.“
Der Zuwachs der Ausländerarbeitslosigkeit gegenüber dem April des Vorjahres sei insbesondere auf
die schnellere Abarbeitung der Asylanträge aus den TOP 8 der Asylherkunftsländer* zurückzuführen.
„Diese Gruppe meldet sich nun verstärkt in den Arbeitsagenturen und Jobcentern“, so Haupt-
Koopmann.
Den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden seit
Jahresbeginn 26.200 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, das sind 600 oder 2,2 Prozent
mehr als im Vergleichszeitraum 2016. „Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, im Bereich
der unternehmensnahen Dienstleistungen, im Handel sowie im Bau- und Gastgewerbe werden
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.“
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die
Februar-Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen: um 26.000 oder 2,8 Prozent auf
947.300. Speziell im Gesundheits- und Sozialbereich (+4.500), im Bereich der freiberuflichen,
technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+3.800) sowie im Handel (+3.800) sind
zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Nur im Bereich der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300)
gingen Arbeitsplätze verloren.
Abschließend ging Haupt-Koopmann auf die Situation am Ausbildungsmarkt ein und ermutigte die
Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. „Nutzt die kommenden Wochen! Konzentriert Euch
nicht auf nur einen Wunschberuf! Es gibt attraktive Alternativen. Vereinbart mit der Berufsberatung
‚vor Ort‘ ein individuelles Beratungsgespräch. Die vorliegenden Ausbildungsmarkt-Daten zeigen,
dass sich für motivierte und flexible Bewerberinnen und Bewerber noch zahlreiche Einstiegschancen
in allen Branchen bieten.“
Infos
Info 1: Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 18.400 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 2.900 mehr als im April des Vorjahres.
Der Zuwachs der Ausländerarbeitslosigkeit ist insbesondere auf die schnellere Abarbeitung
der Asylanträge aus den TOP 8 der Asylherkunftsländer* - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria,
Pakistan, Somalia und Syrien - zurückzuführen.
Info 2: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,5 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 6,7 Prozent
kreisfreie Städte
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 8,8 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 9,5 Prozent
Info 3: Ausbildungsmarkt
April-Daten
• aktuell unbesetzt Ausbildungsplätze: 8.911 / -319 oder -3,5 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 9.028 Bewerber/-innen / +591 oder +7,0 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr
TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 748
• Verkäufer/in: 610
• Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik: 289
• Anlagenmechaniker/in für Sanitär- /Heizungs- und Klimatechnik: 288
• Koch/Köchin: 274
• Kaufmann/-frau für Büromanagement: 271
• Hotelfachmann/-frau: 228
• Fachverkäufer/in – Bäckerei: 222
• Friseur/in: 206
• Fachkraft für Lagerlogistik: 189.


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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