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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: März 2017

01. April 2016 (HL-Red-RB) Aktuell: 97.000 Arbeitslose; im Vergleich zum Vormonat Februar ein Minus von 3.700 oder 3,7 Prozent • Gegenüber dem März des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 4.200 • „Frühling am Arbeitsmarkt! Meine positiven Erwartungen haben sich bestätigt. Die einsetzende Frühjahrsbelebung hat für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich gesorgt. Doch nicht nur das: Darüber hinaus eröffnet die hohe Zahl an Stellenangeboten zusätzliche Einstiegschancen, die in den kommenden Wochen und Monaten von Arbeitsuchenden genutzt werden können.“(Margit Haupt-Koopmann) •
rbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau: Im März wurden den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 7.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein Plus von 1.000 gegenüber dem Vormonat Februar • Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst im Vergleich zum Vorjahr deutlich: 27.200 zusätzliche Jobs • Aktuelle Ausbildungsmarktdaten. Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Vormonat Februar - um 3.700 oder 3,7 Prozent auf 97.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,4 Prozent, im März 2016 lag sie bei 6,7 Prozent. Im Vergleich zum März des Vorjahres hat sich die Arbeitslosigkeit um 4.200 oder 4,2 Prozent reduziert.
„Frühling am Arbeitsmarkt! Meine positiven Erwartungen haben sich bestätigt. Die einsetzende Frühjahrsbelebung hat für einen kräftigen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und
Vorjahresvergleich gesorgt. Doch nicht nur das: Darüber hinaus eröffnet die hohe Zahl der Stellenangebote zusätzliche Einstiegschancen, die in den kommenden Wochen und Monaten von
Arbeitsuchenden genutzt werden können“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (31. März 2017) in Kiel. „Erfreulich ist, dass - bis auf die Gruppe der arbeitslosen Ausländer - alle Alters- und Personengruppen
von der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage in Schleswig-Holstein profitiert haben und
ihre jeweiligen Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum März des Vorjahres zurückgegangen sind. Der Zuwachs der Ausländerarbeitslosigkeit ist allein auf die schnellere Abarbeitung der Asylanträge aus
den TOP 8 der Asylherkunftsländer* zurückzuführen. Diese Gruppe meldet sich nun zunehmend in den Arbeitsagenturen und Jobcentern.“
Den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im März
7.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, das sind 1.000 mehr als im Vormonat Februar.
„Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen, im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen sowie im Handel wird Personal gesucht“, so Haupt-Koopmann.
Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um die Januar-
Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich deutlich gewachsen: um 27.200 oder 3,0 Prozent auf 945.100. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich (+4.900), im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+4.000) sowie im Handel (+3.700) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Nur im Bereich der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300)
gingen Arbeitsplätze verloren.
Die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein:
„Kompromissbereitschaft gefordert“
Zum Abschluss ging Haupt-Koopmann auf die Entwicklung am Ausbildungsmarkt ein. „Im März ziehen wir traditionell eine erste Zwischenbilanz. Die vorliegenden Daten zeigen, dass noch vieles in Bewegung ist und für motivierte und flexible Schulabsolventinnen und -absolventen gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bestehen. Aktuell kommen auf 9.300 noch unversorgte Bewerber 9.500
freie Ausbildungsplätze. „Es gibt noch offene Stellen quer durch alle Branchen, mit Schwerpunkten
im Einzelhandel, im Handwerk und im Gastgewerbe.“ Sie betonte: „Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist und bleibt eine zentrale Herausforderung für alle Arbeitsmarktpartner in Schleswig-
Holstein. Hierbei ist insbesondere die Kompromissbereitschaft der Betriebe, aber auch die der jungen Menschen gefordert. Nicht nur ‚Jugendliche mit Ecken und Kanten‘ brauche eine Chance, auch den jungen Menschen muss bewusst sein, dass berufliche Flexibilität und regionale Mobilität interessante Einstiegschancen eröffnen.“
Haupt-Koopmann nutzte darüber hinaus die Gelegenheit, um speziell für die sogenannte ‚Teilzeitberufsausbildung‘
zu werben. „Für junge Erwachsene mit Kindern oder mit pflegebedürftigen Familienangehörigen
ist das Thema Ausbildung mit vielen Hindernissen verbunden - von der Ausbildungsplatzsuche über notwendige Betreuungsangebote bis hin zur Finanzierung des Lebensunterhalts während der Ausbildung. Noch zu wenig bekannt ist bei den Betroffenen - aber auch in
den Betrieben - dass es die Möglichkeit der Teilzeitausbildung gibt, bei der die wöchentliche
Ausbildungszeit verkürzt werden kann.“ Der Anteil der Teilzeitausbildungsverträge an allen Ausbildungsverträgen lag 2015 (aktuellere Daten liegen nicht vor) in Schleswig-Holstein bei 0,9
Prozent: 183 von 19.344. „In der Teilzeitausbildung sehe ich insbesondere für junge Alleinerziehende ohne Berufsabschluss
die Chance, einen neuen Anlauf zu nehmen und eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Denn
wir wissen alle: Ein Berufsabschluss ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.“
Infos
Info 1: Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 18.800 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 3.300 mehr als im März des Vorjahres. Der Zuwachs der Ausländerarbeitslosigkeit ist allein auf die schnellere Abarbeitung der Asylanträge aus den TOP 8 der Asylherkunftsländer - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria,
Pakistan, Somalia und Syrien - zurückzuführen. Diese Gruppe meldet sich nun zunehmend in
den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Info 2: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,6 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,4 Prozent
kreisfreie Städte
• Niedrigste Quote: Flensburg und Lübeck mit 9,0 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 9,6 Prozent
Info 3: Ausbildungsmarkt
März-Daten
• aktuell unbesetzt Ausbildungsplätze: 9.540 / - 278 oder - 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
• aktuell unversorgte Bewerber/-innen: 9.318 Bewerber/-innen / + 603 oder + 6,9 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr
TOP TEN der unbesetzten Ausbildungsplätze
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 795
• Verkäufer/in: 628
• Kaufmann/-frau für Büromanagement: 320
• Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik: 311
• Anlagenmechaniker/in für Sanitär- /Heizungs- und Klimatechnik: 290
• Koch/Köchin: 278
• Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandel: 230
• Hotelfachmann/-frau: 226
• Fachkraft für Lagerlogistik: 216
• KFZ-Mechatroniker/in: 209

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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