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Agentur für Arbeit Lübeck

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Arbeitslosigkeit sinkt unter 17.000

31. März 2017 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im März 2017 weniger Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr und im Vormonat.
„In allen Regionen unseres Bezirkes ging die Arbeitslosigkeit zum Vormonat zurück und sank damit insgesamt unter die 17.000-Grenze. Dabei profitierten insbesondere Arbeitnehmer im saisongeprägten Kreis Ostholstein. Die Besetzung der Stellen wird schwieriger, denn der Arbeitskräftebedarf passt nicht immer zu den Qualifikationen der gemeldeten Arbeitnehmer. Selbst wenn die geeignete Fachkraft auf den ersten Blick nicht vorhanden sein sollte, lohnt es sich über Alternativen nachzudenken. In der Arbeitsagentur und den Jobcentern Lübeck und Ostholstein gibt es Potenziale, über die der Arbeitgeber-Service Personalverantwortliche gerne informiert“, wirbt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck, bei Unternehmen.


Markus Dusch

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 16.675 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 943 (5,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 745 (4,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vormonat und Vorjahr auf 7,8 Prozent zurück (Vorjahr 8,2 Prozent). Im März 2017 wurden 1.237 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 52 (4,0 Prozent) weniger als im Vormonat und 1 (0,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Bei 4.317 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 417 oder 10,7 Prozent mehr als im März 2016. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, Handel, aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, verarbeitenden Gewerbe, Verkehr- und Lagereibetrieben oder Baugewerbe bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende.



Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 5.701, das sind 796 (12,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 698 (14,0 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 10.974 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 147 (1,3 Prozent) gegenüber Februar 2017. Im Vergleich zum März 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.443 (11,6 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.



Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 23.418 Personen befanden sich im März 2017 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 497 Personen oder 2,2 Prozent gestiegen.


Kreisdaten




Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirkes zurück. Im Vergleich zum Vorjahr gab es lediglich im Bezirk der Dienststelle Oldenburg einen Anstieg.



In der Hansestadt Lübeck waren Ende März 2017 10.065 Arbeitslose gemeldet, 136 (1,3 Prozent) weniger als vor einem Monat und 639 (6,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf 9,0 Prozent zurück (Vorjahr 9,7 Prozent).

2.747 Arbeitslose und damit 37 (1,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 386 (16,3 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende März 2017 7.318 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 99 (1,3 Prozent) weniger als im Februar 2017 und 1.025 (12,3 Prozent) weniger als im März 2016.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang beim Jobcenter beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.



Im Kreis Ostholstein waren Ende März 2017 6.610 Arbeitslose gemeldet, das waren 807 (10,9 Prozent) weniger als im Vormonat und 106 (1,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,8 Prozentpunkte zum Vormonat auf 6,4 Prozent an (Vorjahr 6,6 Prozent).

2.954 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 759 (20,4 Prozent) weniger als im Februar 2017 und 312 (11,8 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.656 Arbeitslose gemeldet, das waren 48 (1,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 418 (10,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang beim Jobcenter beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im März 2017 1.889 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 179 (8,7 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 21 (1,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 7,8 Prozent (Vorjahr 8,0 Prozent). Es meldeten sich 313 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 487 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 84 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Februar 2017 auf März 2017 um 263 (19,5 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 35 (3,1 Prozent) auf 1.083 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 6,7 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent). Dabei meldeten sich 191 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 446 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im März 153 neue Stellen.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im März 2017 1.950 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl ging um 266 oder 12,0 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück und stieg um 93 oder 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Vom Anstieg waren insbesondere Arbeitnehmer mit ausländischer Staatsangehörigkeit (+113 oder 62,1 Prozent zum Vorjahr) betroffen. Die Arbeitslosenquote betrug 7,7 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent). Dabei meldeten sich 334 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 600 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 160 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.



Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Februar 2017 auf März 2017 um 80 (9,1 Prozent) auf 800 Personen zurückgegangen. Das waren 68 (7,8 Prozent) Person weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent (Vorjahr 5,6 Prozent). Dabei meldeten sich 179 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 257 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im März 87 neue Stellen.



Ausbildungsmarkt



Es ist gelungen, mehr junge Menschen für die Ausbildung zu interessieren. Seit Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2016 nahmen 2.128 Bewerber/innen die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Lübeck in Anspruch. Das waren 363 mehr als im letzten Jahr. 1.333 (+292) Jugendliche suchten zum Halbjahr Ende März noch eine Stelle.

Von den Betrieben wurden 2.859 Ausbildungsstellen angeboten. Das waren 319 Stellen weniger als im Vorjahr. Das Angebot bleibt jedoch auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Davon waren Ende März 2017 noch 2.033 (-113) offen. Rechnerisch kamen damit 1,5 (Vorjahr 2,0) noch offene Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber/in.



Gute Chancen gibt es zum Beispiel noch in Fertigungsberufen wie Elektroniker/in oder Mechatroniker/in, in Ernährungsberufen wie Bäcker/in, Fleischer/in oder Koch/Köchin, im Hotel- und Gastgewerbe wie Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Fachmann/-frau für Systemgastronomie oder Fachkraft im Gastgewerbe, in Dienstleistungsberufen wie Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel, Versicherungen und IT-Systemkaumann/frau, in Bauberufen wie Maurer/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Straßenbauer/in oder Analgenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie in Gesundheitsberufen wie Altenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in.



„Wer flexibel ist, hat sehr gute Chancen im Herbst mit einer Ausbildung zu beginnen. Neben den bekannten Berufen gibt es noch viele andere interessante Ausbildungsmöglichkeit, an die oft gar nicht gedacht wird, wie zum Beispiel Bootsbauer/in, Müller/in oder Orthopädietechnik-Mechaniker/in, um nur einige zu nennen. Aber auch Unternehmen sollten flexibel sein und einen zweiten Blick wagen, um keinen Ausbildungsplatz unbesetzt zu lassen. Bei Bedarf können wir zum Beispiel mit ausbildungsbegleitenden Hilfen oder der Assistierten Ausbildung - unserem kostenfreien Angebot an zusätzlichem Unterricht und sozialpädagogischer Begleitung - unterstützen. Gerne informieren wir Betriebe zu den Möglichkeiten“, bietet Dusch an.


Quelle inkl. Foto und Grafik:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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