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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2017

01. März 2017 (HL-Red-RB) Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2017
• Aktuell: 100.700 Arbeitslose in Schleswig-Holstein; im Vergleich zum Februar des
Vorjahres Rückgang um 4.100 oder 3,9 Prozent
• Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 1993
• „Nicht nur der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich, auch die
aktuellen Stellenmeldungen und der Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stimmen mich zuversichtlich. Hierin sehe ich Vorboten einer deutlichen Frühjahrsbelebung.“ (Margit Haupt-Koopmann)
• Im Februar wurden den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 8.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet; ein
Zuwachs um 3.000 im Vergleich zum Vormonat Januar
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt im Vergleich zum Vorjahr an:
27.700 zusätzliche Jobs
Die Zahl der Arbeitslosen ist - im Vergleich zum Februar des Vorjahres - um 4.100 oder 3,9
Prozent auf 100.700 gesunken. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,6 Prozent, im Februar 2016
lag sie bei 6,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Januar hat sich die Arbeitslosigkeit um 430
oder 0,4 Prozent erhöht.
„Nicht nur der weitere Abbau der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich, auch die aktuellen Stellenmeldungen und der Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stimmen mich zuversichtlich. Hierin sehe ich Vorboten einer deutlichen Frühjahrsbelebung“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (1. März 2017) in Kiel. "Diese positive Entwicklung verdanken wir sowohl dem milden Winter als auch den konjunkturell stabilen Rahmenbedingungen.“ So wurden im Februar den gemeinsamen Arbeitgeberserviceteams der Arbeitsagenturen und Jobcenter 8.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 3.000 oder 59,3 Prozent mehr als im Vormonat Januar und 110 oder 1,4 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. „Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Gast- und Baugewerbe bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende“, so Haupt-Koopmann. „Gleichzeitig halten die Betriebe weiterhin ihr Personal. Sowohl im Vergleich zum Vormonat Januar als auch zum Februar des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit zurückgegangen.“
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es handelt sich hierbei um Dezember-
Daten (!) - ist im Vorjahresvergleich gewachsen: um 27.700 oder 3,0 Prozent* auf 952.400.
Besonders im Gesundheits- und Sozialbereich (+4.900), in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+4.200), im Handel (+3.800), der Logistik (+2.500) sowie im
Gast- und Baugewerbe (jeweils +1.800) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Im der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-400) gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.
Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat Januar um 625 oder 6,3
Prozent sei - so Haupt-Koopmann - nicht beunruhigend. „Hierbei handelt es sich um die Jugendlichen, die nach einer dreieinhalb- oder zweieinhalbjährigen Ausbildung jetzt ihren Abschluss gemacht haben und - aus unterschiedlichsten Gründen - nicht übernommen wurden. Diese Gruppe ist erfahrungsgemäß nur kurzfristig arbeitslos, da zahlreiche Betriebe die Chance nutzen,
sich diese frisch ausgelernten Fachkräfte zu sichern.“
Abschließend betonte Haupt-Koopmann: „Aufgrund der - bei allen Unabwägbarkeiten - zuversichtlichen
Konjunkturerwartungen, des positiven Konsumklimas und der starken Personalnachfrage
gehe ich davon aus, dass wir eine kräftige Frühjahrsbelebung in den kommenden Monaten erleben werden. Ich erwarte schon im März einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich."
Infos
I. Ausländerarbeitslosigkeit
Insgesamt sind 19.000 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind 3.400 mehr als im
Februar des Vorjahres. Der gesamte Anstieg lässt sich auf die gestiegenen
Flüchtlingszahlen aus den TOP 8 der Asylherkunftsländer - Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - zurückführen.
II. Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Kreise
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,8 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen und Nordfriesland mit 7,8 Prozent
kreisfreie Städte
• Niedrigste Quote: Lübeck mit 9,1 Prozent
• Höchste Quote: Neumünster mit 9,9 Prozent
*Die Angaben für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wurden ab August 2016 deutlich nach
oben korrigiert, weil es Anfang 2016 Datenverarbeitungsfehler von Beschäftigungsmeldungen gab. Erst jetzt hat sich herausgestellt, dass Meldungen in größerem Umfang nicht berücksichtigt wurden.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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