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Lübecker BUNT: Endlich Radwege bauen – und zwar sofort!

22. April 2009 (HL-red.) Angesichts der seit Jahren ansteigenden Unfallzahlen mit Beteiligung von Radfahrern im Lübecker Straßennetz, fordert die unabhängige Bürgervereinigung Lübecker BUNT Sofortmassnahmen und die Einschaltung von externen Radwegeplanern und -experten. „Langsam haben wir die Nase voll von der Hinhaltetaktik unserer Verwaltung, die offenkundig die Bedeutung des Themas immer noch nicht begriffen hat“, sagt BUNT-Vorsitzende Dr. Hildegund Stamm.

„Fast 700 verletzte Radfahrer auf Lübecks Straßen im Jahr 2008 bedeutet zwei Verletzte an jedem Tag. Das ist eindeutig zu viel!“, so Stamm weiter. Die erneut vorgebrachte Analyse der Polizeistatistik, dies läge vor allem an der Disziplinlosigkeit der Fahrradfahrer selbst, sei eindeutig zu kurz gegriffen.

BUNT sieht zwei Tatsachen, die eine wesentlich treffendere Begründung für das Unfallgeschehen liefern: Die umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Nutzung des Rades als Verkehrsmittel nehme auch in Lübeck ständig zu, was auch gut und sinnvoll sei. Denn angesichts der steigenden Kosten für Autos, Busse und Bahnen und der dadurch überfüllten und lebensfeindlichen Straßen, werde der Zuwachs weiter anhalten. „Viele Städte wie Karlsruhe, Münster, Freiburg und vor allem Kommunen in den Nachbarländern Holland, Schweiz, Belgien und Dänemark haben dies längst erkannt und gehandelt. In Lübeck ist seit vielen Jahren hingegen so gut wie nichts passiert.“

Ein wachsender Radverkehr auf immer schlechteren Radwegen, das sei der eigentliche Gefahrenherd auf Lübecks Straßen. Denn hier liege die Hansestadt weiterhin friedlich schnarchend im Tiefschlaf. Radwege würden nur gebaut, wenn ohnehin Straßenbau angesagt sei, gleichsam als Abfallprodukt der Autotrasse, so die BUNT-Vorsitzende. „Dies hat mit einer zukunftsträchtigen Planung von öffentlichem Verkehr nichts zu tun.“ Selbst bei jüngsten Straßenbaumaßnahmen sei so etwas wie ein intelligentes Radwegekonzept oder auch nur ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Radfahrer bei den „Experten“ der Bauverwaltung immer noch nicht erkennbar. Noch immer würden Straßen in erster Linie nach den Interessen der Autofahrer konzipiert, anstatt die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern wenigstens gleichermaßen zu berücksichtigen.

„Radfahrer dürfen sich anhören, dass man sie für Verkehrsrowdies hält, die sich nicht an die Regeln halten“, kritisiert Stamm, Regelwidriges Verhalten sei nicht in Ordnung, aber auf Lübecks Straßen gebe es viele Stellen und Situationen, wo besonnene Radfahrer aus Selbstschutz gezwungen seien, die Verkehrsregeln zu ignorieren. Als Beispiel nennt Stamm die Puppenbrücke und den Lindenteller, wo Radfahrer seit Jahren von einer „unverantwortlichen und grotesken Verkehrsführung“ schier in den Wahnsinn getrieben würden.

Für den BUNT gehe es darum, einen sicheren und schnellen Radverkehr im Alltag zu ermöglichen. Die Verwaltung könne hier – wenn sie es nur wolle – mit wenig finanziellem Aufwand viel erreichen. Beispielsweise indem sie zunächst den reichlich vorhandenen Straßenraum neu verteile. Diesen Vorschlag hatte BUNT bereits im Dezember 2008 veröffentlicht ( www.luebeckerbunt.de/files/080035PressemitteilungBUNT.pdf ). Bis heute sei dieser Vorschlag in der Bauverwaltung ohne jede Resonanz geblieben.

Der Lübecker BUNT bleibe aber weiterhin dabei: Der Radwegebau müsse jetzt bevorzugt angegangen werden, auch um unsere Kinder und Jugendlichen vor Unfallgefahren zu schützen. [textende]

Weitere Informationen über den Lübecker BUNT: E-Mail info@luebeckerbunt.de

www.luebeckerbunt.de

Quelle: Lübecker BUNT
Unabhängige und überparteiliche
Bürgervereinigung Lübeck




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