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Agentur für Arbeit Lübeck

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Trotz Saisonanstieg bleibt Arbeitslosigkeit unterVorjahresniveau

31. Jan. 2017 (HL-Red-RB) Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, waren im Januar 2017 mehr Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar jahreszeitlich üblich, weil Kündigungstermine und befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende ausgelaufen sind oder Außenberufe und Tourismusgeschäft eine Winterpause einlegen. Die Arbeitslosigkeit bleibt insgesamt und in beiden Jobcentern unter Vorjahresniveau. Bei der Arbeitsagentur gibt es aufgrund einer Gesetzesänderung einen Anstieg“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.


Markus Dusch


Mit dem 9. SGB II-Änderungsgesetz erhalten Personen, die neben Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II beziehen (sogenannte Aufstocker), seit 01. Januar 2017 alle Leistungen der aktiven Arbeitsförderung durch die für sie zuständige Agentur für Arbeit. So bleiben die Kundinnen und Kunden von Beginn der Arbeitsuche an durchgehend in der Beratung und Betreuung der Arbeitsagentur. Vorher gab es bei Bewilligung von aufstockendem Arbeitslosengeld II einen Wechsel zum Jobcenter. „Durch die Umstellung betreuen wir in der Arbeitsagentur rund 700 Frauen und Männer mehr. Dadurch werden die Jobcenter entlastet und es ergeben sich größere Spielräume für die Integration von Langzeitarbeitslosen“, ergänzt Dusch.


„Die Halbjahreszeugnisse möchte ich zum Anlass nehmen und junge Leute ermuntern, sich um ihre Bewerbungen zu kümmern. Uns wurden bereits mehr als 2.400 Ausbildungsstellen gemeldet. Wer noch nicht weiß, was er machen möchte, findet bei der Berufsberatung und auf unserer Ausbildungsmesse interessante Möglichkeiten. Am 22. Februar 2017 können in der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin Kontakte zu Betrieben geknüpft und über 100 Berufe kennen gelernt werden. Anregungen erhalten auch Schülerinnen und Schüler, die erst nächstes Jahr die Schule verlassen. Nutzen Sie die Möglichkeit, berufliche Perspektiven in unserer Region zu erkunden“, lädt Dusch ein.


Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 17.620 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 1.462 (9,0 Prozent) mehr als im Vormonat und 1.079 (5,8 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent an (Vorjahr 8,8 Prozent). Im Januar 2017 wurden 802 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 190 oder 19,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei 3.692 Stellen wurden Ende des Monats noch Arbeitskräfte gesucht, 400 oder 12,2 Prozent mehr als im Januar 2016.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 6.347, das sind 1.646 (35,0 Prozent) mehr als im Vormonat und 502 (8,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III‑Arbeitslosenquote lag bei 3,0 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 11.273 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 184 (1,6 Prozent) gegenüber Dezember 2016. Im Vergleich zum Januar 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.581 (12,3 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent.


Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden in der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 23.814 Personen befanden sich im Januar 2017 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 243 Personen oder 1,0 Prozent gestiegen.


Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit in allen Bezirken der Arbeitsagentur Lübeck an und ging im Vergleich zum Vorjahr außer in den Regionen Eutin und Oldenburg zurück.


In der Hansestadt Lübeck waren Ende Januar 2017 10.214 Arbeitslose gemeldet, 645 (6,7 Prozent) mehr als vor einem Monat und 937 (8,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte zum Vormonat auf 9,1 Prozent (Vorjahr 10,1 Prozent). Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt weiterhin die niedrigste Quote.

2.666 Arbeitslose und damit 702 (35,7 Prozent) mehr als im Vormonat und 213 (8,7 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende Januar 7.548 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 57 (0,7 Prozent) weniger als im Dezember 2016 und 1.150 (13,2 Prozent) weniger als im Januar 2016.


Im Kreis Ostholstein waren Ende Januar 2017 7.406 Arbeitslose gemeldet, das waren 817 (12,4 Prozent) mehr als im Vormonat und 142 (1,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,8 Prozentpunkte zum Vormonat auf 7,2 Prozent (Vorjahr 7,4 Prozent).

3.681 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 944 (34,5 Prozent) mehr als im Dezember 2016 und 289 (8,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.725 Arbeitslose gemeldet, das waren 127 (3,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 431 (10,4 Prozent) weniger als vor einem Jahr.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Januar 2017 2.044 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 159 (8,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat und um 41 (2,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert an. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent (Vorjahr 8,4 Prozent). Es meldeten sich 417 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 257 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 50 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von Dezember 2016 auf Januar 2017 um 180 (15,4 Prozent) angestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 19 (1,4 Prozent) auf 1.349 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug 8,3 Prozent (Vorjahr 8,5 Prozent). Dabei meldeten sich 365 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 181 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Januar 139 neue Stellen.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Januar 2.193 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 340 oder 18,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 8 oder 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 8,7 Prozent. Dabei meldeten sich 626 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 289 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 78 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.


Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Dezember 2016 auf Januar 2017 um 51 (6,1 Prozent) auf 882 Personen angestiegen. Das waren 65 (6,9 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent (Vorjahr 6,1 Prozent). Dabei meldeten sich 207 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 161 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Januar 53 neue Stellen.

Terminhinweis:
Ausbildungsmesse am 22.02.2017 in Eutin bietet Informationen zu über 100 Ausbildungsberufen.

Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck
www.arbeitsagentur.de

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