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Agentur für Arbeit Lübeck

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Soz.-Minsterin Alheit zum morgigen Int. Tag des Ehrenamtes

04. Dezember 2016 (KI/HL-Red-RB) Internationaler Tag des Ehrenamtes: 2016 stand das Engagement für Geflüchtete im Mittelpunkt: Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am  5. Dezember hob Sozialministerin Kristin Alheit das hohe Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein hervor. „Ich danke allen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern für ihren großartigen Einsatz. Ihre Leistung ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer stehen für Menschlichkeit und Zuwendung“, sagte Alheit.
 
2015 und 2016 stand insbesondere das ehrenamtliche Engagement für Geflüchtete im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. „Die große Anzahl der Menschen, die 2015 auf der Flucht vor Krieg und Krisen in ihrer Heimat zu uns gekommen sind, löste auch in Schleswig-Holstein eine spontane und beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft aus“, so Alheit. „Viele ehrenamtlich Engagierte haben Herausragendes geleistet, um bei der Erstversorgung der vielen Ankommenden und darüber hinaus zu helfen.“
 
Aus der enormen Hilfsbereitschaft in der akuten Notsituation hat sich ein strukturierteres Unterstützungssystem entwickelt. Viele Menschen haben sich zu Helfer- oder Freundeskreisen zusammengeschlossen, haben Vereine, Initiativen oder Willkommensteams gegründet. Ehrenamtliche haben Patenschaften, Familienbegleitungen oder Kinderbetreuung übernommen. In 2016 stand in der ehrenamtlichen Hilfe für Geflüchtete nicht mehr die erste schnelle Hilfe im Vordergrund, sondern die nachhaltige Integration in den Alltag. Dies stellt auch die ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten vor neue Herausforderungen. Die Landesregierung hat darauf reagiert und stellt Mittel für zwei Förderprogramme für die Jahre 2016 bis 2019 bereit.
 
Das Programm Einrichtung von Beratungsstellen für die ehrenamtliche Flüchtlings-hilfe richtet sich an die Kreise und kreisfreien Städte und ist mit jährlich 2 Mio. € ausgestattet. Aufgabe der Beratungsstellen sind die Initiierung von Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen, die Unterstützung bei Austausch, Vernetzung und Informationsbeschaffung und die Kooperation mit den Integrationsbeauftragten.
Das zweite Programm fördert die Einrichtung von hauptamtlichen Stellen zur Koordinierung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe auf lokaler Ebene und richtet sich an Freiwilligenagenturen, Vereine und Kommunen. Dafür sind 0,5 Mio. € jährlich veranschlagt.  Zu den Aufgaben gehören insbesondere die Gewinnung und Koordinierung der Engagierten, die Durchführung von themenspezifischen Projekten und Veranstaltungen zur Verbesserung der Situation der Ehrenamtlichen.
 
Darüber hinaus unterstützt das Land das ehrenamtliche Engagement dadurch, dass es umfassende Informationen zusammenstellt und veröffentlicht. Informationen rund um das Thema Ehrenamt werden u.a. auf der Internetplattform www.engagiert-in-sh.de bereitgestellt. Auf dieser Seite befinden sich auch eine „Bürgerakademie“ mit Fortbildungsangeboten für Ehrenamtliche sowie ein neuer Bereich „Ehrenamt & Geflüchtete“. Die landesweite Online-Plattform www.ich-helfe.sh bringt Bedarfe und Angebote in der Flüchtlingshilfe zusammen. In über 100 Einträgen kann hier nach konkretem Hilfebedarf vor Ort gesucht werden. Daneben betreibt das Land das Flüchtlingsportal www.willkommen.schleswig-holstein.de, in dem unter anderem zahlreiche Informationen in unterschiedlichen Sprachen für Ehrenamtliche, Kommunen und Flüchtlinge zusammengestellt sind.
 
Immer mehr Menschen engagieren sich im Norden ehrenamtlich: Der letzte Freiwilligen-survey hat festgestellt, dass die Anzahl der sich engagierenden Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner im Vergleich zum Erhebungszeitraum 2009 von 40,0 % auf 42,7 % angestiegen ist. Die im Rahmen des Freiwilligensurveys befragten Menschen nannten Spaß an der Tätigkeit, das Zusammenkommen mit anderen Menschen, die Mitgestaltung der Gesellschaft sowie das Zusammensein mit Menschen aus anderen Generationen als ihre Hauptmotive.
 
Für die kommenden Jahrzehnte ist im Rahmen des demographischen Wandels davon auszugehen, dass immer mehr Menschen eine immer größere Lebensspanne nach der Erwerbstätigkeit erleben werden. Es bildet sich eine sogenannte vierte Lebensspanne, in der viele Menschen das Bedürfnis haben, weiterhin aktiv zu sein. Sie verfügen über gesundheitliche, kulturelle und oft auch finanzielle Ressourcen. Teilweise werden diese Menschen von den herkömmlichen Strukturen ehrenamtlichen oder freiwilligen Engagements nicht mehr angesprochen, sie haben aber die Zeit und das Potenzial in neuere Formen von gegenseitiger Unterstützung zu investieren.
 
Quelle: 
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung
www.sozialministerium.schleswig-holstein.de

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