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Realsteueratlas 2016 der IHK SH: Keine Entspannung in Sicht

15. November 2016 (HL-Red-RB) Auch in diesem Jahr erhöhten immerhin 17 Prozent (2015: 35 Prozent) der Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern ihre Gewerbesteuerhebesätze. Bei der Grundsteuer B waren es 23 Prozent (2015: 40 Prozent) der Kommunen. Der Trend zu stetigen Steuererhöhungen in Schleswig-Holstein setzt sich daher fort. Lediglich die Gemeinde Molfsee aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde hat ihren Gewerbesteuerhebesatz gesenkt. Dies ermittelte die IHK Schleswig-Holstein in der diesjährigen Realsteuerumfrage.
„Wir müssen das Unternehmertum in Schleswig-Holstein konsequent fördern. Die stetig steigende Steuern und Abgabenlast schreckt Unternehmer dagegen langfristig ab. Nach wie vor gehören niedrige Hebesätze neben einer guten Infrastruktur zu den wichtigen Standortfaktoren“, sagt Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein. „Die angespannte finanzielle Situation einer Kommune darf nicht reflexartig zu Steuererhöhungen führen. Außerdem sollte in Zeiten hoher Steuereinnahmen auch eine Absenkung des Hebesatzes erfolgen, was leider der Ausnahmefall ist. Hier brauchen wir dringend ein Umdenken zugunsten unserer Unternehmen“, betont Kühn.

Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Schleswig-Holstein beträgt derzeit 356 Prozent (2015: 352 Prozent). Dabei liegt die Spannweite zwischen 255 Prozent in der Gemeinde Bosau und 450 Prozent in Lübeck. Die Hansestadt liegt nur geringfügig hinter der ungleich größeren Metropole Hamburg, die einen Hebesatz von 470 Przent aufweist. Das Hebesatzgefälle bei der Grundsteuer B schwankt zwischen 0 Prozent in Norderfriedrichskoog und 500 Prozent in den Städten Kiel und Lübeck. Im Bereich der Grundsteuer B stieg der Hebesatz in Schleswig-Holstein um durchschnittlich acht Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Er liegt nun bei 355 Prozent. Die Grundsteuer B betrifft alle bebauten und unbebauten Grundstücke mit Ausnahme von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen, für das die Grundsteuer A gilt.

Die IHK Schleswig-Holstein befragt jährlich ausgewählte Gemeinden zur Höhe der Realsteuerhebesätze der Gewerbesteuer und Grundsteuer B. Mit einer hieraus resultierenden Übersicht gibt sie ansässigen, aber auch ansiedlungs- und umsiedlungsinteressierten Unternehmen eine standortpolitische Orientierungshilfe.

Den Realsteueratlas 2016 finden Sie unter folgendem Download:
(www.ihk-sh.de/realsteueratlas). Für die Beantwortung von Detailfragen erteilt die jeweilige IHK beziehungsweise die jeweilige Gemeindeverwaltung Auskunft.

IHK Schleswig-Holstein
Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist seit 1. Januar 2006 der zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000 Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

Quelle:
IHK Schleswig-Holstein

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