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IHK fordert größeren Spielraum beim Windkraftausbau

08. April 2009 (HL-red.)Deutliche Verbesserungen für die Erzeugung von Strom aus Windkraft forderten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Energie der IHK zu Lübeck. Die Wirtschaft wolle es nicht hinnehmen, dass die Landesregierung in einem windreichen Land wie Schleswig-Holstein nur ein Prozent der Landesfläche als genehmigungsfähige Räume festlegen will. Zugleich verlangten die Ausschuss-Mitglieder mehr Flexibilität der Planungsbehörden, um auch das Repowering bestehender Anlagen unabhängig von deren Lage in einer Windvorrangfläche zu ermöglichen.

In der Sitzung hatte Dr. Gustav Sauer, Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium in Kiel, über die Fortschreibung der energiepolitischen Leitlinien des Landes auf der Basis des 2007 vom damaligen Wirtschaftsminister Dietrich Austermann vorgelegten Grünbuchs „Energie Schleswig-Holstein 2020“ berichtet. Die Mitglieder des Ausschusses, die unter dem Vorsitz von Thomas Buhck vom Umweltdienstleister Buhck tagten, forderten das Land auf, in den Leitlinien dort Schwerpunkte zu legen, wo das Land Einfluss auf die Planungen nehmen kann.

Der Ausschuss tagte in den Räumen des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex AG in Norderstedt. Nordex-Vorstand Thomas Richterich stellte die eindrucksvolle wirtschaftliche Entwicklung seines Unternehmens in den vergangenen Jahren dar. Mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 500 Prozent innerhalb von vier Jahren habe das Unternehmen eine gewaltige Entwicklung genommen, sagte er.

Ingo Buck, Innovationsberater der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, wies die Unternehmer ausdrücklich auf die Möglichkeiten des Zentralen Innovationsprogramms ZIM des Bundeswirtschaftsministeriums hin. Die Bundesregierung stockt es innerhalb des Konjunkturpaketes II in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils 450 Millionen Euro auf. Buck: „Das ist mehr als eine Verdoppelung des bisherigen Budgets. Dank der zusätzlichen Mittel erweitert sich auch das Spektrum der Antragsberechtigten.“ Jetzt steht auch Geld zur Finanzierung einzelbetrieblicher Forschung- und Entwicklungs­vorhaben von Unternehmen in den alten Bundesländern zur Verfügung (bisher waren nur ostdeutsche Unternehmen für dieses Modul antragsberechtigt). Dies ermöglicht eine Förderung von zusätzlich rund 7.000 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Wirtschaft. Außerdem können Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten (bisher maximal 250 Mitarbeiter) Mittel erhalten.

Weitere Informationen zum ZIM gibt es unter www.zim-bmwi.de oder bei der WTSH, Ingo Buck, Telefon: (0451) 6006-190, E-Mail: buck@wtsh.de.

Quelle: IHK zu Lübeck

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