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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: November 2015

01. Dezember 2015 (HL-Red-RB)
• Aktuelle Daten: 94.300 Arbeitslose, die Quote liegt bei 6,2 Prozent
• Niedrigste Arbeitslosenzahle in einem November seit 23 Jahren
• Saisonal bedingt: Im Vergleich zum Vormonat Oktober Zunahme der Arbeitslo-
senzahl um 1.400 oder 1,5 Prozent
• „Wie in jedem Jahr sind in den touristisch geprägten Landkreisen Nordfriesland (+15,5 Prozent) und Ostholstein (+14,4 Prozent) die Arbeitslosenzahlen
überproportional gegenüber dem Vormonat Oktober angestiegen.“
(Margit Haupt-Koopmann)
• Arbeitskräftenachfrage unverändert hoch: Im Vorjahresvergleich ein Plus von
2.900 oder 4,7 Prozent
• Deutlicher Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: 22.700 zusätzliche Jobs im Vorjahresvergleich
• Aktionswoche ,Menschen mit Behinderung‘ vom 30.11. bis 04.12.:
Arbeitsagenturen und Jobcenter machen durch zahlreiche Veranstaltungen
und Aktionen auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt aufmerksam In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im November - im Vergleich zum Vormonat Oktober - um 1.400 oder 1,5 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell bei 94.300. Im Vergleich zum November 2014 ging die Arbeitslosigkeit um 220 Personen oder 0,2 Prozent zurück.
Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,2 Prozent, im November 2014 lag sie bei 6,3
Prozent.
„Wie in jedem Jahr sind in den touristisch geprägten Landkreisen Nordfriesland (+15,5 Prozent) und Ostholstein (+14,4 Prozent) die Arbeitslosenzahlen überproportional gegenüber dem Vormonat Oktober angestiegen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, heute (1. Dezember 2015 ) in Kiel. „Abgesehen von dieser saisonal typischen Entwicklung ist der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein insgesamt
robust. Erfreulich sind insbesondere zwei Faktoren: die weiterhin starke Personalnach-
frage und der deutliche Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.“
So wurden den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter
seit Jahresbeginn 63.400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Das
ist ein Plus von 2.900 oder 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Speziell im Gesundheits-
und Sozialwesen, im Handel, in der Bauwirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe
werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - es liegen die September-Daten
vor - ist im Vorjahresvergleich um 2,5 Prozent oder 22.700 auf 935.600 gestiegen. Das
Gesundheits- und Sozialwesen (+4.400), das Gastgewerbe (+3.300), der Handel (+3.100)
sowie das Baugewerbe (+1.300) haben zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im Bereich
öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (-300) und in der Energiewirtschaft (-100)
gingen hingegen Arbeitsplätze verloren.
Mit Blick auf das Thema ‚Flüchtlinge und Arbeitsmarkt‘ betonte Haupt-Koopmann: „Der
spürbare Anstieg der Arbeitslosenzahlen aus den sogenannten Asylzugangsländern* - um
1.600 oder 46,4 Prozent im Vorjahresvergleich - wird aktuell durch die positive Entwicklung der Arbeitslosigkeit insgesamt überkompensiert. Dies erleichtert allen Arbeitsmarktpartnern die gemeinsame Aufgabe, für Schutzsuchende mit Bleibeperspektive Wege in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erschließen.“
Aktionswoche: Menschen mit Behinderung
Abschließend ging Haupt-Koopmann auf die aktuell laufende Aktionswoche für ‚Menschen
mit Behinderung‘ ein. „Am 3. Dezember wird international der Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Wie schon in den vergangenen Jahren nutzen die Arbeitsagenturen und Jobcenter diesen Anlass bundesweit, um eine Woche lang auf die besondere Situation
von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen. Auch in
Schleswig-Holstein informieren wir durch verschiedene Aktionen insbesondere über die
Stärken und Talente dieser Gruppe. Hier sehe ich ein Potenzial, dass die Betriebe - trotz positiver Beispiele - in viel stärkerem Maße nutzen sollten.“ Sie erwarte - auch angesichts der schon vorhandenen oder absehbaren Fachkräfteengpässe in einzelnen Branchen -
eine größere Bereitschaft der Betriebe, engagierten Bewerber/innen eine Chance zu geben. „Wir, die Arbeitsagenturen und Jobcenter, stehen mit Rat und Tat zur Seite.“
Aktuell sind 5.200 Menschen mit Handicap arbeitslos gemeldet, 60 Prozent von ihnen haben
eine abgeschlossene Berufsausbildung.
* In das Aggregat wurden die Länder aufgenommen, die in den letzten Jahren jeweils zu den zehn Ländern mit den meisten Asylerstanträgen gehörten; es umfasst insgesamt folgende 15 Länder: Afghanistan, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Eritrea, Irak, Iran, Kosovo, Mazedonien, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Serbien, Somalia, Syrien und Ukraine.
Kurz-Info I: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Stormarn mit 3,5 Prozent
• Höchste Quote: Dithmarschen mit 7,2 Prozent Arbeitslosigkeit in den Städten
• Niedrigste Quote: Flensburg mit 9,0 Prozent • Höchste Quote: Kiel mit 10,0 Prozent Kurz-Info II: Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt
• Laut Gesetz sind Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten verpflichtet, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. Das gilt für 4.588
private Arbeitgeber in Schleswig-Holstein, von denen 28,4 Prozent (1.304) diese
Verpflichtung nicht erfüllen und eine Ausgleichsabgabe zahlen. • Über die vielfältigen Fördermöglichkeiten - von Eingliederungszuschüssen bis hin
zur behindertengerechten Ausstattung von Arbeitsplätzen - informieren die regionalen Arbeitgeberservice-Teams. Termin-Vereinbarung unter der gebührenfreien Service-
Nummer für Arbeitgeber: 0800 - 45555 - 20
• Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit haben gemeinsam einen umfangreichen Ratgeber erstellt. Der Ratgeber „Schleswig-Holstein: Schwerbehinderte Menschen im Betrieb - Leistungen und Hilfen“ liegt in den Arbeitsagenturen und Integrationsämtern aus. Er kann auch über die
Homepage des Ministeriums und die der Regionaldirektion Nord heruntergeladen
werden.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de

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